Willkommen auf meinem Blog zu Shiatsu, ganzheitlicher Gesundheit und Selbsterfahrung!

Melanie Lanner Willkommen

Ich freue mich, dass du auf meine Seite gefunden hast! Shiatsu, ganzheitliche Gesundheit und Selbsterfahrung sind die Themen, die die letzten Jahre – eigentlich ist es schon mehr als ein Jahrzehnt – mein privates und berufliches Leben wie ein roter Faden durchziehen. Es ist mir ein großes Anliegen, die Erfahrungen, die ich machen durfte, mit dir zu teilen und dir Wege vorzustellen, die sich für mich auf meinem persönlichen Weg und in der Begleitung von Menschen als Shiatsu-Praktikerin für hilfreich erwiesen haben.

“THERE IS A CRACK IN EVERYTHING. THAT’S HOW THE LIGHT GETS IN.” (LEONARD COHEN)

“THERE IS A CRACK IN EVERYTHING. THAT’S HOW THE LIGHT GETS IN.” (LEONARD COHEN)

Hier auf meinem Blog findest du:

  • Hintergrundinformationen zu Shiatsu und zur ganzheitlichen Gesundheit
  • Wege zur Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung
  • Die Geschichte meines eigenen Heilungsweges
  • Informationen und Bestellmöglichkeiten meines Buchs Hin zu Fuß – zurück auf Adlerschwingen. “Der Herr der Ringe” als heldenhafte Selbsterfahrung. (opus magnum, 2018) - Tolkiens Meisterwerk “Der Herr der Ringe” psychologisch gedeutet – theoretisch fundiert mit vielen Übungen zur Selbsterfahrung!

Du findest alle Artikel chronologisch auf meinem Blog. Damit du die Themen, die dich interessieren, leichter finden kannst, habe ich die wichtigsten Blogartikel in Unterkategorien sortiert. Du findest sie in den einzelnen Themenbereichen: Shiatsuganzheitliche Gesundheit, Selbsterfahrung, Mein Buch und Über mich.

Ich wünsche dir eine erkenntnisreiche Lektüre!

Auf meiner Homepage zur ganzheitlichen Körperarbeit Berührt! – Mehr als Shiatsu findest du mein Angebot, dich auf diesem Weg zu dir selbst zu begleiten.

Ich freue mich, wenn du dich bei mir meldest, um einen Termin zu vereinbaren
oder mir schreibst, was du bei deinen Übungen für dich erfahren hast.

Melanie LannerWillkommen auf meinem Blog zu Shiatsu, ganzheitlicher Gesundheit und Selbsterfahrung!

Urvertrauen

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Weil ich dich nicht mit dem Thema „Angst“ in die Weihnachtsfeiertage und ins neue Jahr entlassen will (siehe meinen letzten Blogartikel), beschäftige ich mich hier mit einem der Gegenpole zur Angst: dem Urvertrauen.

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Melanie LannerUrvertrauen

Frohe Weihnachten!

Melanie Lanner Shiatsu

„Zerreiß deine Pläne.
Sei klug und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet im großen Plan.
Jage die Ängste fort und die Angst vor den Ängsten.“
(Mascha Kaléko, Lyrikerin)

In diesem Sinne:
Ich wünsche dir eine besinnliche Adventszeit, ein zauberhaftes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage, einen beflügelnden Jahreswechsel und ein neues Jahr 2019 voller Gesundheit, Freude und Vertrauen. Ich freue mich im neuen Jahr wieder auf dich!

Weihnachten

Du suchst noch ein Weihnachtsgeschenk für deine Lieben?

Gutscheine schenken

Du willst deinen Lieben zu Weihnachten Entspannung, Wohlbefinden und Freude schenken? Dann bestelle jetzt einen Gutschein für eine oder mehrere Shiatsu-Behandlungen bei mir. Melde dich bei mir, um den Gutschein über einen von dir gewünschten Betrag zu bestellen. Ich schicke dir den Gutschein auch gerne zu. (Mehr Informationen zur Gutscheinbestellung findest du hier.)

Mein neu erschienenes Buch ist auch ein ideales Weihnachtsgeschenk

Mein Buch Hin zu Fuß, zurück auf Adlerschwingen – „Der Herr der Ringe“ als heldenhafte Selbsterfahrung ist ein ideales Geschenk für Menschen, die Bewusstheit, Befreiung, Heilung und neue Lebensmöglichkeiten finden wollen. Für Menschen, die ein umfassendes Programm mit vielen praktischen Übungen zur Selbsterfahrung suchen. Für Menschen, die Tolkiens „Der Herr der Ringe“ einmal aus einer anderen Perspektive kennenlernen wollen – als psychologische Deutung. Mehr Informationen zum Buch findest du hier.

Du kannst das Buch selbst über alle Buchhändler (online oder vor Ort) bestellen. Oder du meldest dich bei mir, um es in meiner Praxis – inklusive persönlicher Widmung – abzuholen.

Melanie LannerFrohe Weihnachten!

Angst als Grundlage unserer Muster

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Im letzten Blogartikel haben wir uns mit unseren (körperlichen) Mustern und damit beschäftigt, wie wir sie über den Körper auflösen können. Meist liegt unseren Mustern Angst zugrunde. Wir fühlen Angst oder erleben eine ängstigende Situation und reagieren in unserem Muster, um der Angst auszuweichen. Im Folgenden werde ich mich ein wenig mit diesem unbeliebten Gefühl der Angst auseinandersetzen. Mehr dazu…

Angst

Melanie LannerAngst als Grundlage unserer Muster

Da ist Angst.

Melanie Lanner Texte

Angst ohne Träume.
Angst mit Träumen.
Angst vor Träumen.
Angst in Träumen.
Träume von Angst.
Der Traum, ohne Angst zu träumen.
Die Angst vor den Konsequenzen angstloser Träume.

(Melanie Lanner 2004)

Melanie LannerDa ist Angst.

Unsere Muster über unseren Körper kennenlernen und auflösen.

Melanie Lanner Shiatsu

Im vorletzten Blogartikel haben wir uns mit körperlichen Symptomen als Sprache des Unbewussten beschäftigt. Körperliche Reaktionen zeigen uns auch unsere gelernten und erstarrten Verhaltensmuster. Und über den Körper können wir sie auflösen – und so mehr inneren und äußeren Freiraum gewinnen. Wenn du wissen willst, wie, dann schaue hier!

Befreiung

Melanie LannerUnsere Muster über unseren Körper kennenlernen und auflösen.

Homepage und Blog überarbeitet!

Melanie Lanner Blog

Für mich ist der Herbst immer meine produktivste Zeit im Jahr. Dieses Mal widme ich mich der Überarbeitung meiner Homepage und meines Blogs. Dadurch hat mein Blog mehr Ordnung bekommen. Er gliedert sich inhaltlich in zwei Teilbereiche: Die ganzheitliche Gesundheit und die Selbsterfahrung mit Übungen für dich zuhause. Du findest Hintergrundinformationen zur ganzheitlichen Gesundheit, insbesondere zu Shiatsu, zu „Gesundheit – Was ist das?“ und zur Frauengesundheit.

Auch in den Selbsterfahrungsbereich habe ich Ordnung gebracht. Neben grundlegenden Übungen und Themen wie der Erdung, dem Selbstwert, dem Umgang mit unseren Gedanken und Gefühlen, Macht-Ohnmacht und dem (bunten) Sinn des Lebens findest du die Möglichkeiten, mit deinem Selbst in Kontakt zu treten, die ich dir aus eigener Erfahrung ans Herzen legen kann: die Auseinandersetzung mit Gefühlen, die Arbeit mit Träumen, mit Symbolen und inneren Bildern, mit Imaginationen, mit Geschichten und Archetypen, mit Ritualen und symbolischen Handlungen und natürlich über den Körper, der ebenfalls die Sprache des Unbewussten spricht.Ich stelle dir außerdem Möglichkeiten vor, das, was du an Erkenntnissen, Wünschen und Zielen in deinem Inneren gefunden hast, nach außen zu bringen. Und ich erzähle dir von meinem eigenen Heilungsweg.

Ich wünsche dir eine spannende Lektüre!

Melanie LannerHomepage und Blog überarbeitet!

Umgang mit Gedanken und Gefühlen

Melanie Lanner Shiatsu

“Wirst du dich darum mit einem Baum oder Tier verwechseln,
weil du sie anschaust und weil sie mit dir in einer und derselben Welt existieren?
Musst du deine Gedanken sein, weil du in der Welt deiner Gedanken bist?
Deine Gedanken sind aber doch ebenso sehr außerhalb deines Selbst,
wie Bäume und Tiere außerhalb deines Körpers sind.“
(C. G. Jung)

Immer wieder begegnet mir in meiner Praxis die Frage nach dem Umgang mit den eigenen Gefühlen und Gedanken. Warum werde ich in der Behandlung von Gedanken abgelenkt? Warum tauchen plötzlich Gefühle auf? Warum tauchen sie gerade jetzt auf? Was soll ich mit ihnen machen? Wie kann ich die Gedanken wegschieben und mich ganz auf den Moment konzentrieren?

Fangen wir mit den Gefühlen an. Gefühle wollen vor allem gefühlt werden. Gefühlt – wie die Sonne unseren Rücken wärmt, wie der Wind unser Haar zerzaust, wie der Regen uns abkühlt. Gefühle ändern sich so schnell wie Wetter und sind ebenso schwer vorhersagbar. Gefühle sind Naturphänomene. Sie lassen sich nicht kontrollieren, nicht unterdrücken, nicht planen.

Und Gefühle sind nicht persönlich. Ich bin nicht die Verursacherin meiner Gefühle. Vielmehr kommen die Gefühle über mich. Ich habe keine Gefühle, die Gefühle haben mich.

Und was, wenn der Schmerz kommt?

„Nichts übergehen, alles aufdecken, sich nicht mehr betrügen.
Auch die schmerzhaftesten Stellen berühren.
Alles wagen, mitten durch den Schmerz hindurchgehen.
Und dann wird einem leichter, die Last des bösen Urteils fällt ab,
man entdeckt unter alledem das Gute in sich.
Danach ist man richtig auf dem Weg, von Stufe zu Stufe, immer weiter.“
(Ulli Olvedi)

Schmerz – körperlicher und/oder emotionaler – zeigt an, dass etwas berührt wurde, sich etwas löst, etwas in Bewegung kommt.* Schmerz begleitet Wandlungsprozesse. Schmerz fordert uns auf, aufmerksam zu sein, hin zu spüren, hindurchzugehen. Schmerz ist unser Wachstumslehrer.

Manchmal wird im Shiatsu ein Körperbereich oder ein Punkt berührt, wo sich ein emotionales Thema festgesetzt oder verkörpert hat, wie wir das sagen. Dann geht die Berührung mit Gefühlen einher, ja oft mit emotionalem und körperlichem Schmerz. Meist sind das tiefliegende Themen der Vergangenheit, die nicht verarbeitet werden konnten und deshalb ins Unbewusste verschoben wurden, die sich jedoch im Körper „festsetzen“ oder speichern. (Zum Körper als Sprache des Unbewussten habe ich einen eigenen Blogartikel geschrieben.) Wird dann dieser Bereich oder Punkt unseres Körpers berührt, gelockert, in Bewegung und zum Fließen gebracht, kommen wir in Kontakt mit den bislang unbewussten Gefühlen und Themen. Und dies erleben wir zumeist als Schmerz. Doch wenn wir in diesen Schmerz hineingehen, mit der Aufmerksamkeit dort verweilen, atmen und achtsam mit uns selbst sind, kann sich körperlich etwas lösen und Gefühle können befreit werden.

Gefühle nicht persönlich zu nehmen, bedeutet also nicht, sie nicht zu fühlen. Im Gegenteil, Gefühle sind zum Fühlen da. Gefühle tauchen auf, werden gefühlt und gehen wieder. Sie setzen sich nur dann (im Körper) fest, wenn wir sie nicht fühlen, zum Beispiel weil wir überfordert sind oder als Kind überfordert waren. Nicht an Gefühlen festzuhalten – oder wir könnten auch sagen, uns nicht mit ihnen zu identifizieren, indem wir glauben, wir wären unsere Wut, unsere Trauer, unsere Ängste –, ist ein gesunder Umgang mit Gefühlen – den bunten Wechselwettern unserer Seele.

Gewitter

Und für was brauchen wir dann Gedanken?

In der Körperarbeit und anderen körperorientierten Methoden hören wir oft, dass der Kopf schlecht und nur der Körper wahrhaftig ist, dass wir unseren Kopf ausschalten sollen, „um ganz im Moment zu sein“. Doch was bedeutet dieses „Im-Moment-Sein“? Bedeutet das, ich muss meinen Kopf frei machen und „leer“ werden, erst dann kann ich mich auf die Shiatsu-Behandlung einlassen, nur dann bewirkt sie etwas?

Aus meiner eigenen Erfahrung und aus der meiner Praxis weiß ich, dass das utopisch ist. Wann sind wir denn schon jemals frei von Gedanken?!? In ganz wenigen ausgewählten Momenten unseres Lebens. Und diese Momente sind wichtig, weil sie uns erinnern, um was es im Leben wirklich geht… Was das ist, lässt sich nicht in Worte fassen – doch sicher nicht darum, mir immer wieder bereits vergangene Situationen ins Gedächtnis zu rufen oder mir Sorgen um die Zukunft zu machen.

Und doch ist es das, was unseren Verstand beschäftigt. Und das wird uns so richtig bewusst, wenn wir uns ruhig auf die Shiatsu-Matte legen, weil wir dann ja gerade nicht von äußeren Dingen abgelenkt sind, sondern uns einmal so richtig zuhören. Aber dann fühlen wir uns vom Shiatsu abgelenkt und erst recht nicht im Moment. Wie ärgerlich!

Ich sehe das so: Zum Einen braucht der Kopf Raum, um alles zu verarbeiten und zu bedenken, was wir den ganzen Tag erleben und an Eindrücken in uns aufnehmen. So verdauen wir das, was wir erleben und was auf uns einströmt. Diese Gedanken dienen also der Verarbeitung und lassen uns, wenn der Prozess vorbei ist – und das ist er bestimmt einmal! – in einem gereinigten Zustand zurück. Und je mehr wir uns zwingen, nicht zu denken, desto mehr wird der Verstand einfordern, ihm Raum zu geben. Also denken wir einfach, was gedacht werden will! Irgendwann geht der Prozess vorbei…

Natürlich ist es auch eine Möglichkeit, im Alltag solche Denkpausen einzurichten. Das heißt, nichts zu tun, einfach nur den eigenen Gedanken nachzuhängen und so unser Leben zu verdauen. Meine Beobachtung ist, dass dies dann in ungefähr einer viertel Stunde pro Tag erledigt ist, wenn wir das regelmäßig machen. Manchmal braucht es auch zwei viertel Stunden pro Tag – einmal mittags und einmal vor dem Einschlafen.

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Aber was ist, wenn die Gedanken immer wieder um die gleichen Themen kreisen, wir uns festbeißen und dann keinen Ausweg mehr sehen? Dann braucht es Aufmerksamkeit und Bewusstheit, was gerade passiert: Aha, ich habe mich in einer Gedankendauerschleife verfangen.

Mir hilft es dann, die Gedanken aufzuschreiben, also aus meinem Kopf heraus aufs Papier zu bringen oder sie einer Vertrauensperson gegenüber auszusprechen. Denn so werden sie konkreter und dadurch weniger kreisend. Hilft das auch noch nicht, widme ich mich etwas Konkretem, zum Beispiel der Hausarbeit. Auch Bewegung tut gut, denn bewege ich meinen Körper, bewegt sich auch mein Geist.

Gedanken sind also nicht gleich Gedanken. Oder vielleicht doch. Gedanken sind wie Gefühle etwas Unpersönliches. Ich bin ebenso wenig Verursacherin meiner Gedanken wie meiner Gefühle. Auch Gedanken kommen und gehen – wenn wir sie ziehen lassen. Und hier liegt der Unterschied: Denken wir die Gedanken, die gerade da sind, lösen sie sich wieder auf wie Wolken am Himmel. Nur wenn wir an Gedanken festhalten, entstehen diese endlosen Gedankenschleifen, die uns wirklich aus dem Moment hinauskatapultieren und uns von uns selbst wegführen.

Im Moment zu sein, bedeutet also nicht, nichts zu denken und nichts zu fühlen, sondern gerade das Gegenteil: Das zu fühlen, was gerade da ist. Und uns bewusst zu machen, was wir gerade denken.

Denn das ist vielleicht die Kunst des Denkens: Uns darüber bewusst zu sein, was wir denken.

Und das nennen wir dann ganz da zu sein, aufmerksam und präsent zu sein.

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(*) Ich spreche hier von Schmerz, der keine physische Ursache (wie z.B. Bandscheibenvorfälle oder organische Krankheiten) hat.

Himmel

„Wenn ich laufe, laufe ich einfach. Normalerweise in einer Leere.
Oder vielleicht sollte ich es lieber umgekehrt ausdrücken: Ich laufe, um Leere zu erlangen.
Aber natürlich schlüpft stets der eine oder andere Gedanke in diese Leere.
Klar, denn in den Herzen der Menschen kann es keine wahre Leere geben.
Der menschliche Geist ist nicht stark genug, um ein echtes Vakuum zu halten,
und auch nicht so konsequent.
Ich sage nur, dass die Gedanken, die beim Laufen in mein Bewusstsein dringen,
dieser Leere untergeordnet sind.
Sie haben keinen Inhalt, sie tauchen auf und umkreisen die Leere wie eine Achse.
Die Gedanken, die mir beim Laufen durch den Kopf gehen, sind wie die Wolken am Himmel.
Wolken in verschiedenen Formen und Größen. Sie kommen und ziehen vorüber.
Der Himmel jedoch bleibt immer derselbe.
Die Wolken sind nicht mehr als Gäste auf der Durchreise.
Sie tauchen auf und verschwinden wieder. Und nur der Himmel bleibt zurück.
Er existiert und existiert zugleich nicht. Er hat Substanz und ist zugleich substanzlos.
Wir können nicht mehr tun, als die Existenz dieses grenzenlosen Raumes zu akzeptieren
und in uns aufzunehmen.“

(Haruki Murakami)

Melanie LannerUmgang mit Gedanken und Gefühlen

Körper und Seele – Gegensätze oder Einheit?

Melanie Lanner Shiatsu

„Seele und Körper sind wohl Gegensatzpaar und als solches der Ausdruck eines Wesens,
dessen Natur weder aus der stofflichen Erscheinung
noch aus der inneren unmittelbaren Wahrnehmung erkennbar ist.
Man weiß, dass eine altertümliche Anschauung
aus dem Zusammenkommen einer Seele mit einem Körper den Menschen entstehen lässt.
Es ist aber wohl richtiger, zu sagen, dass ein unerkennbares lebendiges Wesen –
über dessen Natur schlechthin nichts auszusagen ist,
als dass wir damit undeutlich einen Inbegriff von Leben bezeichnen –
äußerlich als stofflicher Körper erscheint,
innerlich angeschaut aber als Folge von Bildern der im Körper stattfindenden Lebenstätigkeit.
Das eine ist das andere, und der Zweifel befällt uns,
ob nicht am Ende diese ganze Trennung von Körper und Seele nichts sei
als eine zum Zwecke der Bewusstmachung getroffene Verstandesmaßnahme,
eine für die Erkenntnis unerlässliche Unterscheidung
eines und desselben Tatbestandes in zwei Ansichten,
denen wir unberechtigterweise sogar selbständige Wesenheit zugedacht haben.“
(C. G. Jung, Hervorhebung im Original)

In den letzten Blogartikeln habe ich mich mit der Integration der Polaritäten und dem freien Fluss der Lebensenergie als Voraussetzungen für Gesundheit und Heilung beschäftigt. Eine gegensätzlich verstandene Polarität, die sich durch unser westliches Denken zieht, ist die von Körper und Seele. Körper und Seele werden seit Platon als getrennte Lebensbereiche wahrgenommen. Ganz anders in der östlichen Medizin – so auch im Shiatsu – und in der modernen ganzheitlichen Medizin in den westlichen Ländern: Dort werden Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet. Diesem Zugang folgt auch Arnold Mindell, ein Physiker und Psychotherapeut nach C. G. Jung, der sich insbesondere mit körperlichen Symptomen als Ausdruck des Unbewussten beschäftigt.

Mindell sieht körperliche Symptome und Beschwerden sowie Krankheiten ebenso als Sprache des Unbewussten wie Träume.

„Der Körper drückt unbewusste Strömungen aus, die gerade stattfinden,
und zeigt Beziehungsverflechtungen und unausgedrückte Gefühle.”
(Mindell 1985: S. 37)

Körperliche Symptome sind in diesem Zusammenhang meist kein Ausdruck krankhafter Phänomene und müssen deshalb auch nicht geheilt werden. Vielmehr fordert der Körper eine Änderung der Lebensumstände und der Bewusstseinseinstellung.

„Die Symptome selber sind Potentiale,
sie sind unvollendete oder unvollendbare Ausdrucksformen der realen Persönlichkeit.”
(ebd. S. 248)

Das heißt, Körpersignale sind nicht nur Krankheiten, sondern potentiell integrierbare Lebensaspekte. Mehr…

Bewusstwerdung durch Verstärkung

Eine Möglichkeit, sich der Botschaften der Körpersignale bewusst zu werden, ist die Verstärkung oder das Amplifizieren, wie es in der Jungianischen Psychotherapie genannt wird. Hierbei werden die Körpersignale, z.B. ein Kloß im Hals, nicht geheilt oder weggemacht, nicht ausgeglichen oder verringert, sondern der Hals wird gerade noch mehr verengt, der Kloß wird noch mehr verstärkt.

Lasse die Enge sich in deinem ganzen Körper ausbreiten! Werde selbst die Enge! – Und dann schaue, was passiert… Wie fühlt sich das an? An was erinnert dich das? Wo bist du selbst wie das Körpersymptom? Und warum gehst du in diese Enge? Probiere es doch gleich einmal aus! Denn Bewusstwerdung ist der erste Schritt zur Veränderung – auch von körperlichen Symptomen. Und wenn du dabei Unterstützung suchst, freue ich mich, wenn du einen Termin für eine Shiatsu-Behandlung vereinbarst!

Seele

Körperthemen als Trauminhalt

Außerdem wirken Körperprozesse und Träume zusammen: Träume haben häufig körperliche Beschwerden und Krankheiten zum Inhalt. Ein Beispiel: Eine Klientin von mir leidet unter Menstruationsbeschwerden und Hüftschmerzen, die keine organische Ursache haben. Sie erzählt mir von einem Traum, in welchem die unteren Stockwerke ihres Hauses brennen. Das Feuer zerstört die Stockwerke, bevor die Feuerwehr kommt, um das Feuer zu löschen. In der Tiefenpsychologie steht das Symbol des Hauses im Zusammenhang mit unserem Selbst. Die unteren Stockwerke entsprechen auf der körperlichen Ebene den unteren Körperbereichen wie den Beinen und dem Bauchraum bzw. dem unteren Rücken. Brennen diese also, deutet dies auf ein Ungleichgewicht in dem Körperbereich hin, oder wie wir im Shiatsu sagen würden, auf ein Zuviel an Energie (Jitsu). Der Traum drückt also symbolisch das körperliche Empfinden aus. Im Shiatsu geht es dann darum, das Feuer zu löschen, also die Energie „abzukühlen“, das heißt durch Druck und Berührung zu verteilen und Blockaden zu lösen, damit sie wieder frei fließen kann. Andersherum betrachtet bezeichnet Mindell den Körper auch als „real gewordene Traumwelt“ (ebd. S. 47).

Kennst du Träume, die deine körperlichen Beschwerden bildhaft ausdrücken? Beschäftigt dich gerade ein intensiver Traum, den du nicht verstehst und nicht einordnen kannst? Hast du sich wiederholende Träume? Dann freue ich mich, wenn du deine Träume zu deiner nächsten Shiatsu-Behandlung mitbringst. Vereinbare gleich jetzt einen Termin!
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Literatur: Mindell, Arnold (1985): The Dreambody. Der Körper im Märchen. Krankheit und Individuation. Fellbach-Oeffingen: Bonz.

Eine weitere Möglichkeit, Träume in der Körperarbeit zu erfahren, habe ich bereits in einem Blogartikel vorgestellt, und Informationen dazu findest du hier.

Melanie LannerKörper und Seele – Gegensätze oder Einheit?