Das Lachen einer Närrin

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Archetypen sind für mich wichtige BegleiterInnen auf einem Weg, bei dem viel Gewohntes und für sicher Gehaltenes geht (siehe Frühjahrsputz). Sie bieten mir eine Form von Orientierung, die über das Suchen von Sicherheiten im Außen – die sowieso alle flüchtig sind – hinausgehen. Ich spüre, wie etwas in meinem Inneren angesprochen wird, wenn ich mich mit Symbolen beschäftige. (Mehr zu Symbolen findest du hier…)

Archetypen sind kollektive Symbole, die von C. G. Jung in die Psychotherapie eingebracht wurden. Er bezeichnet sie als „archaische Überreste“, die aus dem kollektiven Unbewussten stammen und die Essenz aller Religionen, Mythologien, Legenden und Märchen bilden. (Mehr…) Im individuellen Bewusstsein machen sie sich als Träume und Visionen bemerkbar. Hier will ich mich nicht mit Definitionen von Archetypen beschäftigen. Was ich mit dir teilen will, ist ein Archetyp, der gerade für mich ganz wichtig ist: die Närrin, der Narr.

Lachen

Foto: BlackJack0919 (CC BY-SA 3.0)

Vielleicht ist die Närrin gerade ein wichtiger Gegenpol zu tiefgehenden Veränderungen. Im Auflösen von alten Identifizierungen kann ich so ein Lachen (wieder)finden: Ich muss nichts wissen, ich muss nichts können, ich muss nicht einmal etwas (daraus) gelernt haben oder lernen…

Auch im Umgang mit unserer kollektiv-gesellschaftlichen Welt hilft mir die Närrin. Dazu habe ich einen Artikel geschrieben, der im WEGE-Magazin veröffentlicht wurde. Hier findest du als pdf.

Melanie LannerDas Lachen einer Närrin

Frühjahrsputz

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Gerade bin ich mitten in einem Reinigungs- und Loslassprozess. Ich verstehe jetzt, was mit „Frühjahrsputz“ gemeint ist. Begonnen hat alles damit, dass ich das Gefühl hatte, das irgendwas nicht mehr ganz passt, nicht mehr rund ist und Erneuerung ansteht. Ich habe mich gefragt, was sich Neues zeigen und ausdrücken will, was meine nächsten Schritte sind und wo es hingeht. Ich habe keine Antwort bekommen, obwohl ich tiefer und tiefer gebohrt habe und all meine Möglichkeiten ausgeschöpft habe, z.B. auch die Traumarbeit, Imaginationen, das kreative Gestalten und Gespräche mit vertrauensvollen Menschen.

Irgendwann – und dabei waren mir die Motten in unserer Wohnung ein Zeichen – habe ich erkannt, dass es jetzt darum geht, loszulassen und erst einmal Raum zu schaffen. Was sich dann zeigen will, wird sich zeigen. Doch ich kann diesen Weg nicht abkürzen, indem ich zuerst etwas Neues aufbauen will – zumindest Klarheit und dadurch (Pseudo-)Sicherheit erwarte –, wenn ich nicht bereit bin, erst einmal loszulassen.

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Foto: Isabel Egger

Dieser Prozess vollzieht sich gerade auf drei Ebenen (mehr…).

Melanie LannerFrühjahrsputz

Frühlingserwachen

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Der Frühling ist da. Die Vögel singen vom Neubeginn, die warme Luft verheißt einen neuen lichtvollen, warmen Naturzyklus. Das Aufblühen der Blumen und Bäume tut mir richtig gut. Auch ich merke, dass gerade viel in mir aufblüht…

Foto: Futurilla (CC BY 2.0)

Alte Verhaltensweisen können sich verabschieden und machen neuen Experimenten Platz: Was passiert, wenn ich es einmal anders versuche? Wenn ich nicht reagiere „wie immer“? Ich lasse mich auf neue Erfahrungen ein. Das passiert gerade ganz von alleine. So kann ich mich selbst überraschen. Und manchmal ergeben sich daraus neue Möglichkeiten und Sichtweisen aufs Leben, auf Situationen, auf Beziehungen, auf das, was passiert…

Ich lade auch dich ein, Neues auszuprobieren, dich selbst dadurch neu zu erfahren und so einen neuen Blick auf dein Leben zu erhaschen.

„Meide die Routine, und versuche das Neue, Spektakuläre. Mag dies auch noch so unscheinbar sein, es kann dir die Tür zu einem ebenso großen menschlichen wie spirituellen Abenteuer öffnen“ (Paulo Coelho).

Nein, dieses Mal reagiere ich nicht mit „Oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott“, in Panik und Angst. Ich erkenne das Muster – und ändere es. Ich verlasse alte Standpunkte, wie die Welt, wie mein Leben sein muss. Ich nehme die alte Brille, die Welt und mein Leben zu betrachten, ab. Und staune, was auch noch möglich ist. Ich probiere Neues aus. Ich gebe mir Zeit. Ich tue Dinge in meinem Rhythmus. Ich lasse los. Ich versuche nicht alles zu kontrollieren. So vollzieht sich von Moment zu Moment ein neuer Frühling in meinem Leben.

Melanie LannerFrühlingserwachen

It is T:Time in Graz

Melanie Lanner Veranstaltung

Das Teehaus meines Mannes Thomas und einer Freundin Debs hat offen und freut sich auf deinen Besuch!

t-time

Club zur Verzögerung der Zeit

Innehalten – Philosophieren – Genießen

  • Selektion von Teesorten aus der ganzen Welt im T:Time liebevoll serviert
    (Bio – Fairtrade – Wildsammlung)
  • Selbstgemachtes Teegebäck
  • Kleine, aber feine Bibliothek
  • Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden

TTime-Collage

Wurmbrandgasse 2, 8010 Graz (Verbindung von Schmied- und Raubergasse, neben Amtshaus)

Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 16-20 Uhr, Mi 17-20 Uhr, Sa 10-14

Mehr Informationen unter der Facebook-Seite des T:Time und den Flyer als jpg findest du hier.

 

 

Melanie LannerIt is T:Time in Graz

Shiatsu – ein Leben in Polaritäten

Melanie Lanner Shiatsu

Shiatsu ist für mich mehr als eine wirkungsvolle Körperarbeit. Shiatsu ist ein Lebensweg und eine Weltsicht, die auf der polaren Vorstellung von YIN und YANG beruht. Was das für dein Leben bedeutet, erfährst du hier…

Foto: Hartwig HKD (CC BY-NC-SA 2.0)

Foto: Hartwig HKD (CC BY-NC-SA 2.0)

Um gesund zu bleiben und und wohlzufühlen,
brauchen wir beide Qualitäten in unserem Leben.

Melanie LannerShiatsu – ein Leben in Polaritäten

Meeting the divine

Melanie Lanner Texte

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Foto: Nick Kenrick (CC BY 2.0)

In beauty I found grace.
In movement I found rest.
In words I found silence.
In chaos I found joy.
In love I found MYSELF.

(Melanie Lanner, 2015)

Melanie LannerMeeting the divine

Der Sinn der Lebens – Viktor Frankl

Melanie Lanner Selbstbegegnung

„Was hier not tut, ist eine Wendung in der ganzen Fragestellung nach dem Sinn des Lebens: Wir müssen lernen und die verzweifelnden Menschen lehren, dass es eigentlich nie und nimmer darauf ankommt, was wir vom Leben noch zu erwarten haben, vielmehr lediglich darauf: was das Leben von uns erwartet! Zünftig philosophisch gesprochen könnte man sagen, dass es hier also um eine Art kopernikanische Wende geht, so zwar, dass wir nicht mehr einfach nach dem Sinn des Lebens fragen, sondern dass wir uns selbst als die Befragten erleben, als diejenigen, an die das Leben täglich und stündlich Fragen stellt – Fragen, die wir zu beantworten haben, indem wir nicht durch ein Grübeln oder Reden, sondern nur durch ein Handeln, ein richtiges Verhalten, die rechte Antwort geben.”

Aus: Frankl, Viktor E. (2008/1977): „… trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager.“ 29. Auflage. München: dtv, S. 124-126 (Hervorhebungen im Original)

Melanie LannerDer Sinn der Lebens – Viktor Frankl

Life is beautiful. Beauteousness is grace.

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Und was mich in diesem ganzen Prozess nicht aufgeben, sondern das Leben lieben lässt, ist die unglaubliche, unfassbare, wundervolle Schönheit des Lebens.

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Die Orchidee auf unserem Fensterbankerl

Orchideen sind seltsame Pflanzen. Sie blühen so lange nicht, dass ich immer schon glaube, sie wären eingegangen – und das, obwohl schon weiß, dass es anders ist. Und dann bilden sich plötzlich, ganz unverhofft pralle Knospen. Innerhalb von Tagen. Und wenn die sich dann wiederum innerhalb weniger Tage öffnen, dann voll und ganz. Ich habe immer das Gefühl, Orchideen würden alles zeigen. Alles, auch ihren intimsten Raum. Über Wochen halten sie nichts zurück und erstrahlen in vollster Pracht. Sie halten nichts zurück. Bis der Kreislauf wieder von vorne beginnt.

Wenn ich die Blüten auf unserer Fensterbank betrachte, spüre ich die Gnade, die die Schönheit des Lebens in sich birgt.

Melanie LannerLife is beautiful. Beauteousness is grace.

Mit deiner Seele kommunizieren…

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Um ehrlich zu sein, habe ich gerade eine Sinnkrise. Altes ist gerade am Gehen, ohne dass schon etwas Neues sichtbar und greifbar ist. Vorstellungen und Konzepte über mich und mein Leben lösen sich auf. Manchmal bin ich mir über gar nichts mehr sicher und gewiss. Oft löst dies Ängste und Unsicherheit aus. Doch tief drinnen spüre ich, ja weiß ich, dass alles gut ist. Da ist so viel Vertrauen in den Prozess, von dem ich nicht einmal weiß, woher es rührt. Ich kann keine Fragen mehr beantworten, nicht einmal mehr nach der, was ich will oder mir wünsche. Ich kann keine Entscheidungen treffen; zumindest nicht von einem sicheren Standpunkt aus.

Mit diesem Loslass- und Reinigungsprozess verbunden kommen tiefliegende Trauer und alter, bisher vergrabener Schmerz an die Oberfläche. Manchmal weine ich den ganzen Tag. Dann wieder kann ich über das ganze Chaos nur lachen. Manchmal fühle ich mich zu schwer, um aufzustehen. Manchmal so leicht, als könnte ich abheben und fliegen.

Ich erzähle dir das nicht, um dir Angst zu machen oder Mitleid zu erhaschen. Es ist, wie es ist. Ich erzähle dir das alles, um dir Mut zu machen. Ich glaube, wir alle kennen solche Zeiten. Und ich will mit dir teilen, was mir hilft, trotzdem jeden Tag aufzustehen und weiterzugehen.

BrueckeManchmal spüre ich nicht einmal mehr den Sinn zu leben – schon gar nicht in dieser wahnsinnigen Welt. Ich bin oft tief verzweifelt. Ganz viel Frust und Enttäuschung holen mich ein. Und doch stehe ich auf. Und doch bleibe ich da. Und doch vertraue ich, gerade weil all diese alten Illusionen fallen. Enttäuschung bedeutet ja En-Täuschung. Alte Täuschung geht und macht Raum – für was auch immer… Es muss so sein; ich spüre es…

Ich sehe dadurch klarer, bekomme, so zurückgeworfen auf das Essentielle – das LEBEN an sich – Zugang zum Wesentlichen und erkenne, was mir wirklich wichtig ist: Ich nenne es meine Seele, mein Inneres, meine innere Wahrheit. Man kann es auch Gott, das Göttliche, unser Höheres Selbst, den eigenen göttlichen Anteil, Wahrheit oder Selbsterkenntnis nennen. Für mich sind alle Namen stimmig. Sie erzeugen dieselbe Resonanz. Nenn es, wie es für dich stimmig ist.

Um mit deiner Seele zu kommunizieren, gibt es viele Wege. Ich möchte dir die vorstellen, die für mich von zentraler Bedeutung sind. Mehr…

In Kontakt mit deiner Seele verlierst du auch in Zeiten des Loslassens, der Unsicherheit und des Chaos nicht den Kontakt zu dir selbst und dadurch zum LEBEN.

Melanie LannerMit deiner Seele kommunizieren…

Eigen*Art

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Mein WegPerlen tauchen, Seelenreise
Innenleben auch entdeckt!

Mutig nach dem Neuen scharren
Eigensinn zutage bringen!

Dich selbst ausdrücken
Lachen finden!

Melanie LannerEigen*Art