Der Sinn der Lebens – Viktor Frankl

Melanie Lanner Selbstbegegnung

„Was hier not tut, ist eine Wendung in der ganzen Fragestellung nach dem Sinn des Lebens: Wir müssen lernen und die verzweifelnden Menschen lehren, dass es eigentlich nie und nimmer darauf ankommt, was wir vom Leben noch zu erwarten haben, vielmehr lediglich darauf: was das Leben von uns erwartet! Zünftig philosophisch gesprochen könnte man sagen, dass es hier also um eine Art kopernikanische Wende geht, so zwar, dass wir nicht mehr einfach nach dem Sinn des Lebens fragen, sondern dass wir uns selbst als die Befragten erleben, als diejenigen, an die das Leben täglich und stündlich Fragen stellt – Fragen, die wir zu beantworten haben, indem wir nicht durch ein Grübeln oder Reden, sondern nur durch ein Handeln, ein richtiges Verhalten, die rechte Antwort geben.”

Aus: Frankl, Viktor E. (2008/1977): „… trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager.“ 29. Auflage. München: dtv, S. 124-126 (Hervorhebungen im Original)

Melanie LannerDer Sinn der Lebens – Viktor Frankl

Life is beautiful. Beauteousness is grace.

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Und was mich in diesem ganzen Prozess nicht aufgeben, sondern das Leben lieben lässt, ist die unglaubliche, unfassbare, wundervolle Schönheit des Lebens.

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Die Orchidee auf unserem Fensterbankerl

Orchideen sind seltsame Pflanzen. Sie blühen so lange nicht, dass ich immer schon glaube, sie wären eingegangen – und das, obwohl schon weiß, dass es anders ist. Und dann bilden sich plötzlich, ganz unverhofft pralle Knospen. Innerhalb von Tagen. Und wenn die sich dann wiederum innerhalb weniger Tage öffnen, dann voll und ganz. Ich habe immer das Gefühl, Orchideen würden alles zeigen. Alles, auch ihren intimsten Raum. Über Wochen halten sie nichts zurück und erstrahlen in vollster Pracht. Sie halten nichts zurück. Bis der Kreislauf wieder von vorne beginnt.

Wenn ich die Blüten auf unserer Fensterbank betrachte, spüre ich die Gnade, die die Schönheit des Lebens in sich birgt.

Melanie LannerLife is beautiful. Beauteousness is grace.

Mit deiner Seele kommunizieren…

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Um ehrlich zu sein, habe ich gerade eine Sinnkrise. Altes ist gerade am Gehen, ohne dass schon etwas Neues sichtbar und greifbar ist. Vorstellungen und Konzepte über mich und mein Leben lösen sich auf. Manchmal bin ich mir über gar nichts mehr sicher und gewiss. Oft löst dies Ängste und Unsicherheit aus. Doch tief drinnen spüre ich, ja weiß ich, dass alles gut ist. Da ist so viel Vertrauen in den Prozess, von dem ich nicht einmal weiß, woher es rührt. Ich kann keine Fragen mehr beantworten, nicht einmal mehr nach der, was ich will oder mir wünsche. Ich kann keine Entscheidungen treffen; zumindest nicht von einem sicheren Standpunkt aus.

Mit diesem Loslass- und Reinigungsprozess verbunden kommen tiefliegende Trauer und alter, bisher vergrabener Schmerz an die Oberfläche. Manchmal weine ich den ganzen Tag. Dann wieder kann ich über das ganze Chaos nur lachen. Manchmal fühle ich mich zu schwer, um aufzustehen. Manchmal so leicht, als könnte ich abheben und fliegen.

Ich erzähle dir das nicht, um dir Angst zu machen oder Mitleid zu erhaschen. Es ist, wie es ist. Ich erzähle dir das alles, um dir Mut zu machen. Ich glaube, wir alle kennen solche Zeiten. Und ich will mit dir teilen, was mir hilft, trotzdem jeden Tag aufzustehen und weiterzugehen.

BrueckeManchmal spüre ich nicht einmal mehr den Sinn zu leben – schon gar nicht in dieser wahnsinnigen Welt. Ich bin oft tief verzweifelt. Ganz viel Frust und Enttäuschung holen mich ein. Und doch stehe ich auf. Und doch bleibe ich da. Und doch vertraue ich, gerade weil all diese alten Illusionen fallen. Enttäuschung bedeutet ja En-Täuschung. Alte Täuschung geht und macht Raum – für was auch immer… Es muss so sein; ich spüre es…

Ich sehe dadurch klarer, bekomme, so zurückgeworfen auf das Essentielle – das LEBEN an sich – Zugang zum Wesentlichen und erkenne, was mir wirklich wichtig ist: Ich nenne es meine Seele, mein Inneres, meine innere Wahrheit. Man kann es auch Gott, das Göttliche, unser Höheres Selbst, den eigenen göttlichen Anteil, Wahrheit oder Selbsterkenntnis nennen. Für mich sind alle Namen stimmig. Sie erzeugen dieselbe Resonanz. Nenn es, wie es für dich stimmig ist.

Um mit deiner Seele zu kommunizieren, gibt es viele Wege. Ich möchte dir die vorstellen, die für mich von zentraler Bedeutung sind. Mehr…

In Kontakt mit deiner Seele verlierst du auch in Zeiten des Loslassens, der Unsicherheit und des Chaos nicht den Kontakt zu dir selbst und dadurch zum LEBEN.

Melanie LannerMit deiner Seele kommunizieren…

Eigen*Art

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Mein WegPerlen tauchen, Seelenreise
Innenleben auch entdeckt!

Mutig nach dem Neuen scharren
Eigensinn zutage bringen!

Dich selbst ausdrücken
Lachen finden!

Melanie LannerEigen*Art

Imagination

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Für mich ist der Jahreswechsel eine Zeit, tief in mich hineinzuspüren. Eine Möglichkeit, dich mit deinem Inneren zu verbinden, ist die Imagination oder Trancereise. Hier findest du mehr Informationen und eine Reise-Anleitung.

Schiff

In der Imagination kannst du an deinen inneren Kraftort reisen und von dort ausgehend vielen Themen begegnen. Du kannst Fragen stellen, Antworten finden, verschiedene Seelenlandschaften bereisen und symbolische Handlungen setzen. Du kannst auch deine Gebärmutter oder Eierstöcke bereisen. Gute Reise! :-)

Melanie LannerImagination

Vertrauen

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Wenn ich etwas tun kann,
um ein Problem zu lösen,
habe ich keinen Grund,
unglücklich zu sein.

Kann ich nichts tun,
um ein Problem zu lösen,
hilft es mir auch nicht weiter,
unglücklich zu sein.

(Shantideva)

Melanie LannerVertrauen

Wunsch-Verwirklichung

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Weihnachten ist auch das Fest der Wünsche. Warum auf das Christkind warten?!? Hier findest du einen kleinen Fahrplan für deine Wunsch-Verwirklichung…

Wünsche gehen in Erfüllung – das weiß ich aus Erfahrung. Einfach nur Wünsche ans Universum zu richten und zu warten, dass sie sich von alleine erfüllen, ist jedoch nicht der Weg, wie ich ihn kennen gelernt habe. Das ist nur der Anfang. Zur Wunsch-Verwirklichung braucht es viele Zutaten.

Ballons

Foto: Melanie Lanner

Wunsch-Findung

Die erste ist, deinen Wunsch, deine Vision, dein Ziel wirklich zu kennen. – Und damit meine ich nicht „ja, vielleicht möchte ich das“ oder „wenn ich mich schon für etwas entscheiden muss, dann für das…“, sondern einen ganz tiefen Wunsch, ein wirkliches Wollen. Ein Wollen, das tief aus dir selbst herauskommt. (Über die Kraft des Wollens).

Träume, Symbole und innere Bilder, Körperbotschaften und Gefühle wie Sehnsucht, Leidenschaft und Freude können Hinweise für einen Wunsch sein. Tätigkeiten, bei denen du ganz im Moment aufgehst. Erkenntnisse, die mit einem „aha“ beginnen und aufhören… Ideen, wie du deinen Wünschen begegnen kannst, bieten dir die Selbst-Gespräche und die Übung zur Zielfindung. Auch die ganzheitliche Körperarbeit Berührt! – Mehr als Shiatsu ist ein Zugang zu den in dir schlummernden Wünschen.

Als Einstieg können auch folgende Fragen dienen:
(Mir hilft es, die Fragen wirklich aufzuschreiben. Sie nur in Gedanken zu beantworten, führt in mir schnell zu einem Gefühl der Überforderung und zu geistiger Verwirrung.)

  • Wenn ich drei Wünsche frei hätte, was würde ich mir wünschen?
  • Will ich diesen Wunsch wirklich?

Für die Wunsch-Verwirklichung ist es gut, wenn der Wunsch so konkret wie möglich ist. Zum Beispiel: Ich wünsche mir einen Praxisraum, in der Größe x, am Ort y und so weiter. Wünschst du dir abstraktere Dinge wie den Weltfrieden oder lieben zu lernen, ist es gut, diese Wünsche runter zu brechen. Dann sind wichtige Fragen: Was kann ich tun, um den Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen? Was kann ich beeinflussenWie würde sich eine Verwirklichung des Wunsches konkret in meinem Leben zeigen? In diesem Rahmen kannst du einen konkreten Wunsch äußern. Je konkreter, desto leichter umsetzbar. Benenne also deinen Wunsch so konkret wie möglich!

Widerstände und Abwehrmechanismen

Oft wissen wir, was wir uns wünschen, trauen uns aber nicht zu, den Wunsch wirklich zu verwirklichen, manchmal sogar nicht einmal, ihn wirklich zuzulassen und uns von unserem Wunsch erfüllen zu lassen. Vielleicht haben wir schlechte Erfahrungen mit dem Wünschen gemacht. Zum Beispiel sind wir mit unseren Wünschen, die wir an andere Personen gerichtet haben, immer wieder ins Leere gelaufen. Oder wir haben Enttäuschungen erlebt. Jetzt wollen wir uns lieber nichts mehr wünschen, um nicht noch einmal enttäuscht zu werden, denn Enttäuschung tut weh. Oder wir glauben, wir hätten die Erfüllung des Wunsches nicht verdient. Oderoderoder…

Dadurch unterdrücken wir einen Wunsch, bevor er wirklich in uns entstehen und uns ganz erfüllen kann. Wir weichen schon im Vorhinein neuen möglichen Enttäuschungen aus. Unser Wunsch taucht kurz wie ein Lufthauch auf – wir spüren einen kurzen Moment der Freude und Erfüllung – und dann schieben wir ihn schnell wieder weg. Wir lassen uns nicht von unserem Wunsch ergreifen. Dadurch haben wir aber auch nicht die Kraft, Motivation und Energie, ihn zu verwirklichen, weil wir uns von unserer eigenen Lebenskraft abschneiden.

Um unsere Wünsche verwirklichen zu können, müssen wir also auch die Widerstände und Abwehrmechanismen kennen, die unserer Wunsch-Verwirklichung im Weg stehen. Manche Widerstände liegen in uns selbst. Manche Widerstände müssen erst im Außen beseitigt werden. Hierbei können dir folgende Fragen helfen:

  • Welche Erfahrungen habe ich damit zu wünschen? Und was hindert mich daran zu wünschen?
  • Welche Schwierigkeiten könnten sich einstellen, wenn sich mein Wunsch tatsächlich realisieren würde?

In der zweiten Frage begegnest du vielleicht deinen Ängsten. Ängste legen sich häufig über deine Wünsche und dadurch über deine Potentiale. Willst du deine Potentiale entfalten und deine Wünsche verwirklichen, bleibt dir an dem Punkt nichts anderes übrig, als der Angst zu begegnen und ihr ins Gesicht zu blicken. Nur wenn du in sie hineingehst, kannst du durch sie hindurchgehen.

Verbindlichkeit

Wenn du dem ins Auge blickst, was durch die Wunsch-Verwirklichung in deinem Leben entstehen könnte, stellst du dir noch einmal die Frage:

  • Will ich diesen Wunsch wirklich?
  • Und wenn ein Preis zu zahlen ist: Bin ich bereit, diesen Preis freiwillig zu zahlen?

Manchmal bedeutet nämlich die Wunsch-Verwirklichung, dass du wächst und deine Komfortzone verlassen musst. Du hast dann keine Ausrede mehr, sondern „musst“ weitergehen. Manchmal bedeutet es auch, deine Ideen „an der Realität zu messen“ und eventuell zu scheitern. Vielleicht hast du Angst, die Kontrolle zu verlieren. Vielleicht hast du Angst, die Anerkennung von außen, dein Selbstwertgefühl, dein Geld, deine Beziehungen und ________ [bitte einsetzen] zu verlieren. Ja, es ist immer ein Preis zu zahlen… Die Frage ist, ob du bereit bist, ihn für deine Wunsch-Verwirklichung zu zahlen. Wenn nicht, ist das auch in Ordnung. Doch dann hilft auch kein Jammern mehr!

Innere Freiräume schaffen

Manchmal braucht es, wie gesagt, auch erst Veränderungen im Außen, vor allem dann, wenn du dich von zu vielen Aufgaben und Ideen überfordert fühlen. Dann heißt es, eines nach dem anderen anzugehen und Schritt für Schritt in der Wunsch-Verwirklichung voranzugehen.

Weite

Foto: Isabel Egger

Du kannst dir folgende Fragen stellen:

  • Hält mich jetzt noch etwas auf, diesen Wunsch anzugehen? Muss ich davor noch etwas anderes abschließen?
  • Habe ich überhaupt den (zeitlichen, gedanklichen, emotionalen…) Freiraum, den Wunsch zu verwirklichen? Wie kann ich ihn mir schaffen?

Auch hier hilft Ehrlichkeit sich selbst gegenüber… Ehrlichkeit, aber kein Jammern. Und manchmal ein bisschen Geduld.

Manchmal müssen auch konkret Freiräume geschaffen werden, bevor du dich auf neue Ideen, Projekte und Themen einlassen kannst (siehe Raumschaffen). Dann gilt es, dies zuvor zu erledigen.

An wen richtet sich der Wunsch?

Bevor du deinen Wunsch realisieren kannst, ist es auch noch wichtig zu wissen, an wen sich der Wunsch richtet. Brauchst du dafür jemand anderen? Oder richtet sich der Wunsch ans Leben, an uns selbst, ans Große Ganze? Wer ist alles an der Wunsch-Verwirklichung beteiligt?

  • Was kann ich tun, damit sich der Wunsch erfüllt?
  • Was können andere tun, damit sich der Wunsch erfüllt?

Unterstützung

Für manche Wünsche brauchst du zur Verwirklichung die Unterstützung von anderen. Das kann sowohl eine konkrete Unterstützung (z.B. Aufgaben, die abgegeben werden können) als auch mentalen und emotionalen Zuspruch beinhalten. Ich brauche zum Beispiel auf meinem Weg Rückendeckung und das Gefühl, dass das, was ich vorhabe und tue, kein totaler Blödsinn ist. Also:

  • Gibt es jemanden, der/die mich in der Wunschverwirklichung unterstützen kann? (FreundInnen, Familie, professionelle Begleitung)

Offen sein und Empfangen

Wenn du deine Wünsche konkretisiert und die Rahmenbedingungen zur Wunsch-Verwirklichung geschaffen hast, hältst du Augen und Ohren für alle Möglichkeiten offen, die das Leben dir schenken mag. Das ist keine passive Abwarte-Haltung – im Gegenteil. Wie ein Falke kreist du voller Aufmerksamkeit in der Luft und wartest auf die „Beute“. – Und dann schlägst du blitzschnell zu. Zumindest ist das mein Bild. Was ist deines?

Tun

Wenn dir das Leben eine Möglichkeit anbietet, hilft nur noch eines: TUN!

Vorsicht: Manche Wünsche gehen in Erfüllung! Ich spreche aus Erfahrung… der Praxisraum ist einer davon…

Melanie LannerWunsch-Verwirklichung

Umgang mit Angst

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Wer nicht wagt, Fehler zu machen,
der kann auch nicht wirklich erfolgreich sein.
(Lutz Müller)

Wie ich davor bereits geschrieben habe, ist der ganze Prozess rund um die neue Praxis mit Angst verbunden. Angst zu scheitern, finanzielle Angst, Angst davor, erfolgreich zu sein, Angst vor der Angst, Angst vor Ablehnung, Verlustangst undundund… Es macht mir Angst, mit höherem Einsatz zu spielen, mich zu weiten und zu wachsen. Aus meiner Erfahrung heraus ist es genau dann wichtig, mich der Angst zu stellen, statt ihr weiter auszuweichen, in sie hinein zu gehen, um durch sie hindurchzugehen. Ein Leitsatz hierfür kann sein:

TUE, WAS DU IMMER VERMEIDEN WOLLTEST… (mir hilft es, die Punkte aufzuschreiben)

Melanie LannerUmgang mit Angst

Neuer Praxisraum

Melanie Lanner Shiatsu

Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass, nachdem jetzt meine Homepage fertig ist, Ruhe in meinem beruflichen Leben einkehrt. Doch weit gefehlt…

„Weißt Du, wie Du Gott zum Lachen bringen kannst? Erzähl ihm Deine Pläne.“
(Blaise Pascal)

Die Ereignisse haben sich etwas überschlagen… und ich bin ab 01. Jänner 2015 in einem neuen Praxisraum. Er befindet sich in der Grillparzerstraße 26/EG (Karte siehe hier). Er ist schön, hell, warm, groß und ruhig – und er freut sich, dich kennen zu lernen! :-)

Auch ich freue mich auf den neuen Raum, denn ich glaube an die Magie von Räumen: Äußere Räume öffnen innere Räume, innere Räume, die sich geöffnet haben, schaffen neue äußere Räume und dadurch Möglichkeiten im Leben. Räume sind Möglichkeitsräume, Gestaltungsräume, Wirkungsräume. Ich merke schon jetzt, dass der neue Raum meine Kreativität beflügelt. Anscheinend war dies einfach der nächste Schritt, auch wenn ich ihn mir jetzt nicht ausgesucht hätte (aber das war auch mit der Homepage schon so).

FaedenHast du auch manchmal das Gefühl, dass das Leben viel besser weiß, was gut für dich ist?!? Ich merke, dass ich meistens überhaupt keine Ahnung habe. Da sind einfach so viele Ängste, Unsicherheiten – klar, wie auch sonst vor Veränderungen, wenn wir noch nicht wissen, wie das Neue sein wird, weil das ja der Definition von „neu“ entspricht?!? – und Gedankenknäuel, die mich verwirren. Auch der Perfektionismus kommt vorbei, der unbedingt jetzt sofort eine perfekte Lösung will. Dadurch hebelt er natürlich die Leichtigkeit und erste Impulse, die oft zarten Pflänzchen gleichen, gleich mal komplett aus. Der Druck wächst, die Verwirrung auch. Kurzschlusshandlungen aus Angst führen in Sackgassen – und dann führt mich die Klarheit mit ein bissi mehr Abstand wieder aus ihnen heraus… Und das alles nur, weil ich versuche, etwas zu kontrollieren. So geht es dahin, bis ich mich wieder erinnere, dass ich nichts kontrollieren muss und wieder mit mehr Leichtigkeit und Freude dem Leben antworte. Und im Endeffekt findet sich dann ja doch immer ein gangbarer Weg :-) Jetzt zum Beispiel in eine neue Praxis. Ja, manchmal tut so ein „Arschtritt“ vom Leben ganz gut…

Ich freue mich auf dieses neue Lebenskapitel! Und das passt ja auch zum Jahreswechsel, der den Übergang in etwas Neues geradezu einlädt. Was schließt sich bei dir ab? Was willst du nicht mehr ins neue Jahr mitnehmen? Was bist du bereit zu empfangen? Welche neuen Abenteuer klopfen bei dir an? Welche Veränderungen und Möglichkeiten bietet dir das Leben an? Es tut gut, manchmal innezuhalten, zu reflektieren und grundlegende Fragen über unser Leben und unseren Alltag zu stellen. So können wir die Weichen für unser Leben überprüfen und gegebenenfalls neu stellen. Ich brauche das von Zeit zu Zeit, um mich nicht ganz im Strudel des schnellen und abstrakten (post)modernen Lebens zu verlieren… Und du?

Ich wünsche dir besinnliche Weihnachtsfeiertage
und einen klärenden, spannenden und inspirierenden Jahresbeginn!

Melanie LannerNeuer Praxisraum

Homepage fertig!

Melanie Lanner Kreativität

Das Chaos sei willkommen, denn die Ordnung hat versagt. (Karl Kraus)

Nach einem arbeitsintensiven, inspirierenden und kreativen Sommer ist meine Homepage fertig. Hier findest du das Ergebnis: https://seiwerdubist.at/

Der Prozess der Homepageerstellung an sich war spannend zu beobachten: Ein Wechselspiel aus Ordnung und Chaos, Klarheit und Auflösung, Weitergehen und Stillstand – ein Tanz der Polaritäten.

In meiner Reflexion ist mir bewusstgeworden, dass eigentlich alle Projekte, die ich bisher gemacht habe, ähnlich abgelaufen sind.

Es gab eine Phase der Idee, die mich so inspiriert hat, dass ich nach Möglichkeiten gesucht habe, sie umzusetzen – Möglichkeiten, die auf bisherigen Erfahrungen in meinem Leben beruhen.

Ein kleiner Exkurs: Spannend ist auch, woher diese Inspiration stammt, denn ich habe nie das Gefühl, als würde sie aus mir herauskommen. Ich wurde von der Inspiration selbst geküsst… Inspiration, die überall und immer da ist, eine unendliche Fülle… für jeden und jede! :-)

Von der Inspiration geküsst, kommt trotzdem irgendwann immer der Punkt, an dem es nicht weitergeht, weil meine bisherigen Erfahrungen und Zugänge für diese neue Herausforderung nicht ausreichen. Das ist meistens der Punkt, an dem Frustration und Angst entsteht. Ich versuche, alles zu kontrollieren, bis ich merke, dass nur noch Loslassen hilft.

Hingabe ans Chaos sozusagen. Danach passiert scheinbar nichts. Oft ist es schwer, diese Phase auszuhalten, mich in diese Leere hinein zu entspannen und ihr zu vertrauen. Im Endeffekt ist es wie eine Schwangerschaft, die bis zur Geburt auch im geheimnisvollen Dunklen wirkt. Vielleicht macht dir das Mut, wenn du auch wieder einmal das Gefühl hast, in einem Projekt festzustecken?!?

„Man muss noch Chaos in sich haben,
um einen tanzenden Stern gebären zu können.“
(Friedrich Nietzsche)

Irgendwann führt das Schwanger-Gehen dann zu einer Geburt: einer neuen Idee, einer neuen Einsicht, einem neuen Zugang. Meistens dann, wenn ich es am wenigsten erwarte. Oder sich alles bis zu einem Höhepunkt der Frustration aufgeschaukelt hat.

Danach geht es dann darum, diesen neuen Zugang, den nächsten Schritt im Projekt zu manifestieren, d.h. konkret umzusetzen. Auch hier entstehen oft Ängste, die manchmal plötzlich wie Monster aus der Vergangenheit auftauchen. Denn was hat eine Homepageerstellung mit der Angst zu tun, alleine gelassen zu werden?!? – Eigentlich ja nichts, aber…

Eine Phase der konkreten Umsetzung folgt, in der ich mich meinen Ängsten stelle und ihnen begegne – bis ich wieder zu einem Punkt komme, an dem ich nicht weiterkomme…

… und das Rad dreht sich und dreht sich und dreht sich ;-)

Lutz Müller, Psychotherapeut/Analytische Psychologie nach C. G. Jung aus Deutschland, beschreibt diesen Prozess in seinem Buch „Suche nach dem Zauberwort – Identität und schöpferisches Leben“ (Kreuz Verlag) sehr anschaulich und bringt es mit dem Yin-Yang-Prinzip des Taoismus (der Philosophie, die auch dem Shiatsu zugrunde liegt) in Verbindung (S. 87-89). Mehr…

Melanie LannerHomepage fertig!