Ziele visualisieren

Melanie Lanner Selbstbegegnung

“Es ist eine komische Sache mit dem Leben;
wenn wir nur das Beste akzeptieren,
dann bekommen wir es sehr oft.”
(Somerset Maugham)

Haben wir unser Ziel gefunden, ist es hilfreich, dieses bildlich darzustellen, um es leichter umsetzen zu können. Unsere Ziele lassen sich gut durch (innere und äußere) Bilder visualisieren. Meine Erfahrung ist, dass Ziele dadurch bewusst, klar und greifbar werden. Ich setze mich damit auseinander: Was will ich wirklich? Was löst es für ein Gefühl aus, wenn ich das Ziel erreicht habe? Zum Beispiel: Ich wünsche mir Zeit zum Nichts-Tun haben. Aber was bedeutet es für mich, nichts zu tun? Welches Bild spricht mich an: Im Park liegen? Ein Buch lesen? Meditieren? Was bedeutet es genau, nichts zu tun und das pure Sein zu genießen? Was daran spricht mich an? Und was lösen die verschiedenen Bilder in mir aus?

Durch Bilder machen wir uns innere Prozesse bewusst und konkretisieren unsere Visionen, Ziele, Wünsche und Sehnsüchte. Außerdem können sie sich so leichter umsetzen, weil sie nicht diffus bleiben, sondern einen konkreten Ausdruck – ein Bild – finden, dem wir uns annähern können.

Deshalb schlage ich dir folgende Übung vor: Nimm dir Stift und Papier zur Hand und vervollständige spontan, ohne nachzudenken, folgenden Satz mindestens zehnmal: „Wenn ich den Glauben und das Geld hätte, würde ich…“

Dann nimm dir Fotografien, Bilder, Zeitschriften oder Stifte und gestalte diese Wünsche, Ziele, Visionen und Sehnsüchte in Bildern, z.B. in einer Collage. Du kannst auch – und so mache ich das immer – digitale Bilder verwenden und eine Bild-Collage daraus gestalten. Meine verwende ich als Bildschirmschoner, sodass ich sie mehrmals täglich sehe.

Flaschenpost

Ich mache diese Übung seit Jahren und immer wieder erstaunt es mich, wie viele Wünsche in Erfüllung gehen. Es ist auch spannend, die eigene Entwicklung dadurch sichtbar vor Augen zu haben: „Ach, das habe ich mir noch vor einem Jahr gewünscht. Zum Glück habe ich es nicht bekommen, denn jetzt wünsche ich mir das…“ So können die Bilder auch deinen Prozess begleiten, ihn bewusstmachen und unterstützen.

Und was willst du? Was wünschst du dir? Was sind deine Ziele?

Gerne kannst du die Bild-Collage auch zu deiner nächsten Shiatsu-Behandlung mitbringen. Über die Körpererfahrung kannst du deine Ziele auf einer weiteren Ebene verankern und spüren, wie es sich anfühlt, dein Ziel zu erreichen und deinen Traum zu leben, und so den ersten Schritt zur Umsetzung machen. Gemeinsam entwickeln wir im anschließenden Gespräch Strategien, wie du die gewonnenen Erfahrungen in deinem Alltag umsetzen kannst. Interesse? Dann melde dich, um einen Termin zu vereinbaren.

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Inspiriert durch eine Übung aus: Julia Cameron (1996): Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität. München.

Melanie LannerZiele visualisieren

Shiatsu im Winter

Melanie Lanner Shiatsu

Jetzt hat uns der Schnee doch noch erreicht – für mich das ultimative Winter-Gefühl. Um ehrlich zu sein, mochte ich den Winter lange nicht, was wahrscheinlich daran liegt, dass mir immer kalt ist. Und diese graue Suppe jeden Morgen, wenn ich aus dem Fenster schaue, trägt auch nicht gerade zur Stimmungsaufhellung bei. Doch die Dunkelheit und die graue Welt haben auch ihre andere Seite, die schöne, wunder:bare und magische Seite, wie ich finde, denn die Dunkelheit regt zum Träumen an, zum Eintauchen in andere Welten, zur Begegnung mit unserem tiefstes Geheimnis.

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Im Winter geht es auch im Shiatsu um die Verbindung mit deinem Inneren, deinem tiefsten Selbst, deiner Essenz. Mehr zum Shiatsu im Winter…

Melanie LannerShiatsu im Winter

Was ist Erfolg?

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Das ist ein weiteres Thema, das mich zum Jahreswechsel und im Rückblick auf das Jahr 2012 beschäftigt hat: Was ist Erfolg für mich? Also nicht, wie definieren andere Erfolg für mich, z.B. meine Familie oder auch gesellschaftliche Vorstellungen von Erfolg; wie zum Beispiel Gewinnmaximierung, Leistungsorientierung, der Mensch als Maschine, Humankapital. Das alles interessiert mich einfach nicht. Was mich antreibt, ist die Liebe zu meiner Arbeit, an der Begegnung mit Menschen, die Unterstützung und Begleitung auf den je eigenen Wegen.

Ich will von meinem Beruf gut leben können, und ich will kein Shiatsu-Imperium gründen. Für mich bedeutet Erfolg auch die Vereinbarkeit von Freizeit und Beruf, wie es so schön heißt, eine gesunde „Work-Life-Balance“. Ich will nicht arbeiten, um später mal leben zu können. Nein, ich arbeite UND lebe! Und zwar JETZT!

Und ich will in meiner Arbeit lebendig sein, mich ausprobieren und erfahren – in meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele. Mit meinem Herzen. Das, was ich tue, hat viel mit Selbstverwirklichung und Erfüllung zu tun. Ich will etwas Sinnvolles tun – sinnvoll für mich und wirksam auch für andere. Nur um einige Punkte zu nennen, die Erfolg (im Beruf) für mich ausmachen. Was ist Erfolg für dich? „Erfolgreich zu sein bedeutet für mich…“ (bitte ausfüllen).

Wünsche

Foto: Melanie Lanner

Ich habe festgestellt, wie befreiend es ist, dies selbst zu definieren und nicht durch andere definieren zu lassen. Nur du kannst wissen, was Erfolg für dich ist.- Und dann kannst du beginnen, dir ein erfolgreiches Leben zu gestalten. Wie immer, Schritt für Schritt… Ich wünsche dir ein erfolgreiches Jahr 2013 – in deinem Sinne!

Melanie LannerWas ist Erfolg?

Neujahr – Ziele finden

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Ich wünsche dir einen freudvollen, inspirierenden und glücklichen Jahresbeginn.

Ich habe den Jahreswechsel zum Anlass genommen, Rückblick auf das Jahr 2012 zu halten – privat und beruflich. Einiges hat sich für mich verändert, wie ich finde nicht zum Schlechten :-) Beruflich bin ich vor allem stolz darauf, seit genau einem Jahr selbständig zu sein. Ich bin draufgekommen, dass es wichtig ist, einmal kurz innezuhalten und auf die eigenen Erfolge stolz zu sein. Ich lade auch dich ein, dir zu überlegen, worauf du stolz bist. Was hast du im letzten Jahr erreicht? Wo bist du einen wichtigen Schritt weitergegangen? Worauf würdest du gerne mit dir selbst anstoßen? – Dann tue es! Denn mir kommt es so vor, als wären wir gewohnt, von uns sowieso immer das Beste zu verlangen und auch zu erwarten. Wenn es eintritt, ist das sozusagen normal: „Gut, in Ordnung, das habe ich eh erwartet.“ Nur wenn etwas nicht wie gewünscht läuft, werden wir aufmerksam. Das ist doch eigentlich schade, weil wir uns so viele Situationen der Freude nehmen. Ich lade dich also ein, mindestens drei Dinge zu benennen, worauf du im Jahr 2012 stolz bist. Dies können alltägliche Dinge sein. Ich bin stolz darauf, jeden Tag gesund zu essen. Oder große Umbrüche und Veränderungen, denen du dich gestellt hast. Ich bin stolz darauf, den Umzug in die neue Praxis so gut gemeistert zu haben. Oder ganz private kleine Schritte, die du gemacht hast. Ich bin stolz darauf, mich mit meinem Asthma beschäftigt zu haben, sodass ich jetzt kaum noch Symptome habe. Oder Themen der sozialen Beziehungen, der Freundschaften, der Familie, der Partnerschaft. Ich bin stolz darauf, den Konflikt mit einem Freund durch ein klärendes Gespräch beigelegt zu haben. Oder, oder, oder… Es gibt eine unzählige Anzahl an Möglichkeiten, stolz auf dich zu sein! Lass dich also feiern. Dreimal HOCH auf dich!

Neujahr ist auch ein guter Zeitpunkt, um Vorsätze zu schmieden. Ich meine jetzt nicht solche Vorsätze, von denen du sowieso schon weißt, dass du sie nicht einhalten wirst – wofür du dich dann vielleicht auch noch bestrafst, weil du sie wirklich nicht einhältst. Nein, ich meine wirkliche Vorsätze, also etwas, was du wirklich willst. Nicht Dinge, die andere von dir wollen oder erwarten oder Bilder, wie du glaubst, sein zu müssen oder sollen, deine eigenen Grenzen und Schwächen anerkennend. Also wirkliche ernst gemeinte Vorsätze – oder sagen wir lieber, einen Vorsatz, um dich selbst nicht zu überfordern, denn lieber einen richtigen Vorsatz als viele, die du auf der Hälfte des Weg aufgibst, weil alles miteinander zu viel ist. Dein Vorsatz fürs Jahr 2013… 

Für was brauchen wir eigentlich Ziele?

Zum Einen weil wir sonst (emotional, geistig und körperlich) verkümmern wie Pflanzen, die nicht mehr Richtung Sonne streben. Zum Anderen weil unsere Lebenskraft, die ohne Richtung durch unseren Körper fließt, zu vielseitigen Beschwerden führen kann. Meist deuten vor allem wandernde Beschwerden und Symptome auf eine Richtungslosigkeit der Lebensenergie hin. Auch das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist oft durch ziellose Energie in unserem Körper hervorgerufen. Der Unterbauch zieht und krampft in den Tagen vor deiner Menstruation, die Brüste spannen, Wasser lagert sich ein. Du könntest heulen oder alles in Stücke reißen. Du bist gereizt und aggressiv. Du leidest – mehr als sonst – unter Selbstzweifeln und Unsicherheit. Dann hat sich, so sehen wir es im Shiatsu, deine Leber-Energie aus Mangel an Zielen und an einer Richtung nach innen gerichtet (zum Umgang mit Menstruationsbeschwerden und PMS siehe hier). Dann heißt es, deiner Lebensenergie Richtung zu geben und das bedeutet, Ziele zu haben.

Um gesund zu bleiben, ist es also wichtig, Ziele zu entwickeln und diese zu verfolgen.

Ziele findenNicht verbissen, nicht alles kontrollierend, nicht in ständiger Aktivität verstrickt, doch klar ausgerichtet und fokussiert Schritt für Schritt auf unserem Weg vorangehen, das hält unsere (Leber-)Energie in Bewegung. Das Ziel auch in verwirrenden Situationen nicht aus den Augen zu verlieren, ist eine Herausforderung. Am besten gelingt uns dies, wenn wir in unserem Ziel klar sind und wenn das Ziel möglichst eindeutig und klar für uns definiert ist.

Wie finde ich meine Ziele?

Willst du deinen eigenen Zielen, deiner Lebensvision näher kommen und einen konkreten Auftrag finden, empfehle ich dir, tief in dich zu gehen und in dich hineinzuspüren. Folgende Übung kann dir dabei helfen:

Sorge für eine ungestörte Atmosphäre. Komme zur Ruhe und zentriere dich. Atme tief ein und aus. Wenn du willst, dann reise an deinen inneren Ort der Kraft (wenn du nicht weißt wie, schaue hier). Frage dich: „Was ist mir so wichtig, dass ich nicht möchte, dass es beeinträchtigt oder gefährdet wird?“, „Was bewegt, berührt, beschäftigt mich wirklich?“, „Wofür wäre ich bereit, einzutreten und etwas zu riskieren?“ Vielleicht erhältst du deine Antwort in Worten, vielleicht auch in Bildern, vagen Einsichten oder einem Gefühl.

Dann komme wieder zu deiner Atmung zurück. Denke darüber nach, wie dein Leben gerade aussieht: dein Beruf und andere Tätigkeiten, deine Beziehungen zu Menschen und zur Natur, dein Alltag und deine Gewohnheiten. Frage dich, ob der Fluss deiner Lebenskraft mit deinen höchsten Zielen in Einklang steht.

Wenn die Antwort „nein“ ist, frage dich, was du brauchst, um dein Leben so zu verändern, dass es mit deinen Zielen in Einklang steht. Ist es Mut? Ist es Unterstützung? Ist es Zeit oder Geld? Müsstest du ein Opfer geben und bist du bereit, es zu geben? Sei ehrlich zu dir selbst! Die Antworten sind deine nächsten Aufgaben.

Wenn deine Antwort „ja“ ist, dann frage dich: „Was liegt jetzt vor mir?“, „Was ist der nächste Schritt?“ und „Was brauche ich dafür, dies jetzt anzugehen?“  Höre in dich hinein – und sei ehrlich zu dir!

Dann komme zu deiner Atmung zurück. Wenn du an deinen Ort der Kraft gereist bist, komme auch von dort zurück.

Jetzt kennst du dein Ziel und deine nächste Aufgabe. Frage dich, wen du um Hilfe bitten kannst.

Und sei gewiss: Es wird nichts von dir verlangt, was du nicht bereit bist zu geben, über deine moralischen oder ethischen Grenzen geht oder dir ein zu großes Opfer abverlangt. Du kannst immer auch „nein“ sagen oder „später“. Es ist dein Leben – und deine Wahl.

Manchmal sind wir so in Konzepte und Illusionen verstrickt, dass die Antworten, die sich uns zeigen, weniger aus unserer inneren Weisheit als aus falsch verstandenen Verantwortungen und alten Verletzungen herrühren. Sei vorsichtig, wenn dich die Aufgabe nicht mit Freude erfüllt und dich eng werden lässt! Dann ist sie vielleicht nur Ausdruck deines Aufopferungsmusters oder Schuldgefühls, deiner Angst oder einem falschen Verantwortungsgefühl. Lasse dich nicht von einer falsch verstandenen Dringlichkeit überfahren. 5-vor-12-Gedanken sind nicht inspirierend, sie machen ohnmächtig! Die ganze Menschheit ist 1-Sekunde-vor-12 geboren (wenn wir die bisherige Erdenentwicklung als volle 12 Stunden annehmen). Uns bleibt also noch etwas Zeit – nach physikalischen Berechnungen fünf Milliarden Jahre. Deine Aufgabe erfüllt dich also mit ruhiger Gewissheit, nicht mit panischer Angst.

Wenn du nicht bereit bist, deine Aufgabe jetzt zu empfangen, sei geduldig mit dir! Denke an den nächsten Schritt. Was ist jetzt gerade zu tun? Kochen. Gut, dann tue es mit Hingabe und voller Aufmerksamkeit. Mit Freude und mit der Gewissheit, dass du eine heilige Aufgabe erfüllst: die Magie der Verwandlung und die Zubereitung lebensnotwendiger Nahrung. Es geht immer um den nächsten Schritt. Auch eine kilometerweite Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Nächste Schritte werden folgen, du brauchst nur zu vertrauen. Und irgendwann – meiner Erfahrung oftmals auch ganz unverhofft – hast du (mehr) Klarheit, wohin deine Reise geht, was dein Ziel ist und welche Richtung es einzuschlagen gilt.

Und ich freue mich, wenn du deinen Vorsatz zur nächsten Shiatsu-Behandlung mitbringst, damit wir gemeinsam den ersten Schritt in Richtung deines Zieles machen können: Den Vorsatz im Körper verankern, Blockaden lösen, gemeinsam den nächsten Schritt definieren – und dann volle Kraft voraus :-)

Viel Erfolg im Jahr 2013 wünsche ich dir! Was auch immer Erfolg für dich bedeutet ;-)

Melanie LannerNeujahr – Ziele finden

Was bist du bereit, ans Licht zu bringen?

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Nur aus dem Schweigen ward das Wort,
Nur aus dem Dunkel ward das Licht,
Nur aus dem Tod ward das Leben:
Hell ist der Flug des Falken,
In der Weite des Himmels.
(Ursula K. Le Guin: “Erdsee”)

Die Wintersonnenwende am 21. Dezember feiert die Wiedergeburt des Lichts. Am kürzesten Tag des Jahres wendet sich das Blatt ein weiteres Mal: Die Tage werden wieder länger, die Nächte kürzer. Jeden Tag scheint die Sonne um ein klein bisschen länger. Das Licht wird neu geboren. Diese Feier des neu geborenen Lichtes (im Christentum: Jesus Christus) gab es schon vor dem christlichen Weihnachten.

Die Wintersonnenwende ist der Beginn einer neuen lichtvollen Zeit – inmitten der kalten, dunklen Jahreszeit. Denn obwohl der Winter erst beginnt, ist die Wandlung der Natur schon vollzogen: Die lichtvolle Zeit hat bereits begonnen. Sie verheißt einen neuen Frühling und einen wiederkehrenden Sommer voller Wärme und Sonnenstrahlen. Somit ehrt die Wintersonnenwende das kleine Fünkchen Licht in der Dunkelheit, das ab jetzt weiter wachsen wird. Sie macht Hoffnung, dass auch in der tiefsten Dunkelheit ein neues Licht geboren wird.

Neues LichtDie Tage um die Wintersonnenwende sind eine Zeit, um in dir zu spüren, was du ans Licht bringen willstWas in dir soll geboren werden? Was bist du bereit, ans Licht zu bringen? Welches Licht bist du bereit, in dir reifen zu lassen und damit “schwanger zu gehen”?

Diesem inneren Licht gehen wir im Ritual zur Wintersonnenwende auf die Spur. In der inneren Schatzkammer begegnest du deinem Werkzeug, mit dem du deine Talente ans Licht und in die Welt bringen kannst.

Eine Möglichkeit, zu deinen Potentialen zu reisen

Was du brauchst: eine Tranceeinleitung, um zu deinem inneren Kraftort zu kommen (zur Tranceeinleitung findest du hier Informationen und zum inneren Kraftort hier), dein Tagebuch zum Schreiben und, willst du im Rahmen eines Rituals reisen, dann deine Ritualutensilien (siehe Ritualgestaltung)

Beginne damit, dass du deine Absicht festlegst, z.B. „Ich feiere heute die Wintersonnenwende und öffne mich meinem Talent, das ich ans Licht bringen will“. Sprich dies am besten laut aus! Lege dir alles zurecht, was du brauchst. (Wenn du magst, beginne jetzt dein Ritual.)

Mache es dir bequem. Nimm ein paar kräftige Atemzüge und mache dich bereit, auf eine Trancereise zu gehen. Versetze dich wie angeleitet in Trance und reise an deinen inneren Kraftort. Nimm dir dort Zeit alles wahrzunehmen.

Wenn du dich bereit fühlst, begib dich in die Mitte deines Kraftortes und lasse dich mit jedem Ausatmen mit deinem Energiekörper immer tiefer in den Boden sinken… bis zu einem unterirdischen Fluss. Wasche in diesem Fluss alles weg, was noch an Alltagsgedanken und Sorgen da ist und du nicht mitnehmen willst… Lasse dich durch den Fluss immer tiefer in die Erde hineintragen… bis du zum Ufer einer Wiese kommst, einer Quelle und einem Wald. Blicke dich um… Finde einen Stein auf der Wiese, auf dem du Platz nehmen und dem Gezwitscher der Vögel lauschen kannst.

Rufe den Hüter deiner inneren Schatzkammer herbei und sage ihm, dass du auf der Suche nach deinem Werkzeug bist, mit dem du dich selbst ausdrücken und deine Talente leben kannst. Und bitte ihn, dich in deine innere Schatzkammer zu bringen.

Folge ihm in deine innere Schatzkammer. Siehe dich um… Du kannst mit allem, was du dort findest in Dialog treten, nachfragen, welche Art von Werkzeug es ist und wie du es verwenden kannst… Blicke dich mit offenen Augen um… Vielleicht musst du auch erst eine Truhe oder Box öffnen, um dein Werkzeug zu finden, oder es unter Spinnweben ausgraben. Wenn du Hilfe brauchst, dann bitte den Hüter deiner inneren Schatzkammer um Hilfe. Du musst nichts erzwingen, das Werkzeug wird zu dir kommen…

Wenn du dein Werkzeug gefunden hast, nimm es an dich. Nimm es in die Hand, drehe es in deinen Händen hin und her. Wozu ist es gut? Wie kannst du es gebrauchen? Was kann es dich lehren?

Nimm dein Werkzeug in die Hand und tritt deine Rückreise an. Denke daran, dass du hier jederzeit zurückkommen kannst. Danke dem Hüter deiner Schatzkammer. Gehe zurück zum Ufer, tauche in das Wasser und reinige dich von allem, was du nicht von dort mitnehmen willst. Lasse dich vom Fluss dorthin zurücktragen, wo deine Reise begonnen hat. Und dann lasse dich mit jedem Atemzug immer weiter nach oben an deinen inneren Kraftplatz tragen.

Blicke dich an deinem Kraftplatz um. Hat sich etwas verändert? Gibt es dort noch etwas zu erledigen? Dann tue es… Nimm dir noch ein paar Augenblicke Zeit, auch von dort Abschied zu nehmen.

Und dann komme mit deinem Werkzeug in der Hand wieder ins Zimmer und deinen Körper zurück. Halte es (energetisch) in deinen Händen und übergib es deinem Körper, einem Bereich, der sich für dich gerade stimmig anfühlt, indem du die Hände auf die Stelle legst (wenn nichts kommt, dann wähle den Herzbereich). Atme tief ein und spüre, wie die Energie und die Kraft deines Werkzeugs jede Zelle deines Körpers erfüllt…

Nimm dir Zeit nachzuspüren und wirklich aus der Trance zurückzukommen (Informationen dazu findest du in der Tranceanleitung). Mache dir, wenn du magst, Notizen in deinem Tagebuch. (Dann beende das Ritual, wenn du dich für diesen Rahmen entschieden hast.)

Finde danneinen Gegenstand zuhause, der dem Werkzeug am meisten ähnelt. Kaufe nichts Neues! Denke daran, dass die Werkzeuge meistens vor unserer Nase liegen. Benutze diesen Gegenstand zur Meditation, und nimm Rat und Führung hinsichtlich der Gaben an, die er zum Ausdruck bringen möchte.

Du kannst auch mit deinem Werkzeug in Kontakt gehen und Fragen stellen, z.B. „Für was kann ich dich einsetzen?“, „Wie kann ich dich in meinen Alltag gebrauchen?“, „Was kannst du mich lehren?“, „Wie kann ich durch dich mein Licht in die Welt bringen?“ Nimm hierfür am besten dein Tagebuch zur Hand, teile die Seiten in zwei Spalten. In die eine Spalte schreibst du deine Fragen an dein Werkzeug, in die andere Spalte die Antworten. Lasse dich überraschen – manchmal entstehen dadurch ganz neue Perspektiven. Und manchmal ist die Antwort erschreckend einfach.

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Inspiriert aus Alberto Villoldo (2006): Seelenrückholung. Die Vergangenheit schamanistisch erkunden. Die Zukunft heilen. 6. Auflage. München: Goldmann.

Melanie LannerWas bist du bereit, ans Licht zu bringen?

Gefühlsrad

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Der November war und ist für mich ein Monat, in dem ich viel in mich hinein gespürt und meinen Gefühlen in ihren verschiedenen Schattierungen begegnet bin. Wenn ich aus dem Fenster geschaut habe, war meistens alles grau. Grau in Grau. Doch dann habe ich erkannt, dass es verschiedene Schattierungen von Grau gibt. Das Grau ist nicht immer das Gleiche. Dann habe ich die Sonnenfetzen zwischen dem Grau entdeckt, den Regen und die verschiedenen Wolkenformationen. Das Grau ist für mich kein Einheitsbrei mehr, ebenso wenig wie meine Gefühlslandschaft. Sie ist mit der Zeit richtig bunt geworden. Ich habe den Gefühlen Farben gegeben – wie der Herbst den Blättern – und Namen. Daraus ist ein Gefühlsrad entstanden.

Gefuehlsrad

Wenn du wissen willst, was das genau ist, und wie du selbst eines gestalten kannst, dann schaue hier. Und wenn du magst, kannst du das Gefühlsrad dann zu deiner nächsten Shiatsu-Behandlung mitbringen. Dann können wir uns über den Körper deinen Gefühlen nähern.

Melanie LannerGefühlsrad

Loslassen

Melanie Lanner Selbstbegegnung, Shiatsu

Weg-Kreuzungen

Der Herbst ist die Zeit des Loslassen – vertrauensvolles Loslassen, wie die Bäume im Herbst ihre Blätter fallenlassen; in dem Wissen, dass nur etwas Neues entstehen kann, wenn wir Altes loslassen. Um Verluste zu würdigen, stelle ich dir hier eine Übung vor, für die ich von Clarissa Pinkola Estés „Die Wolfsfrau“ inspirieren lassen habe. Nimm ein Blatt Papier (DIN A3) und zeichne deinen Lebensweg ein, beginnend mit deiner Geburt bis zum heutigen Tag. Und dann zeichne für jeden Verlust, den du erlitten hast, ein Kreuz an deinen Lebensweg und benenne ihn mit einem Wort. Estés nennt diese Kreuze „Descansos“ (Ruhestätten) – wie die Kreuze am Straßenrand im Süden der USA, die Verkehrsunfälle anzeigen – Zeichen für den Verlust der Angehörigen, der ihr ganzes Leben durcheinander bringt und neu in Frage stellt. So wie du auch schon mehrmals im Leben solche Schicksalsschläge erlebt hast (große und kleine), die du jetzt auf deinem Lebensweg einzeichnest und dadurch gebührend würdigst, d.h. ernstnimmst.

„Descansos sind kleine symbolische Denkmäler für alles,
was uns jäh entrissen wurde
und das Leben der Hinterbliebenen auf ewig verändert hat“ (S. 439).

Neben dem Verlust von geliebten Menschen geht es um Richtungen, die du eingeschlagen und nicht weiter verfolgt hast. Um Dinge und Wege, die du begonnen und nicht vollendet hast. Um Hoffnungen, Träume und Sehnsüchte, die sich zerschlagen haben. Um radikale Einschnitte in deinem Leben – welcher Art auch immer. Diese Verluste und Bruchstellen sind wichtig für das Entwickeln der eigenen Identität. Dafür ist es wichtig, diese (persönlichen) Tragödien zu betrauern.

„Descansos sind kleine Gedenkstätten für vergangene psychische Kreuzigungen
und zugleich auch Liebesbeweise für unser Leid“ (S. 440).

So kann Transformation stattfinden – und nicht, indem du erlebtes Leid verdrängst und für zu unwichtig erachtest, z.B. indem du dein Leid mit dem Satz “Andere haben es viel schlimmer als ich” rationalisierst, oder z.B. mit dem Satz „Es ist in Ordnung“ belegst und dir dadurch die Möglichkeit nimmst, wirklich zu fühlen, was du fühlst. Manchmal ist das Trauer, manchmal Wut, manchmal Befreiung, manchmal ein Lachen… Das kannst du vorher nicht wissen. Du kannst nur offen sein, für das, was sich dir zeigen und öffnen will: Wieder ein Stück mehr von dir selbst.

Du kannst, wenn du willst, auch dazuschreiben, welche Verluste du bereits losgelassen hast und welche noch auf Befreiung warten, indem du z.B. „vergeben“ über die bereits verarbeiteten Kreuze schreibst. Wenn du etwas spürst, was du nicht benennen oder vergessen hast, schreibe „vergessen“ darüber.

Wo setzt du deine Kreuze ?

Durch das Aufzeichnen deiner Lebenslinie und der Kreuze auf deinem Lebensweg kannst du die Verluste betrauern und dann loslassen, damit du frei wirst und sich Neues in deinem Leben zeigen kann.

descansosIch zeige dir meinen Lebensweg (schematisch). Lasse dich davon inspirieren, entscheide jedoch selbst, wie es sich für dich am stimmigsten anfühlt, deinen eigenen Lebensweg aufzuzeichnen und die Kreuze zu setzen.

Vielleicht fällt dir beim Betrachten meiner Lebenslinie etwas auf – zumindest mir ist es aufgefallen, als ich die Übung gemacht habe: Es sind ganz schön viele Kreuze! Dennoch hat mich das gar nicht geschreckt, im Gegenteil, es hat mich befreit. Denn all die Kreuze habe ich überlebt – und ich werde noch weitere überleben!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wie befreiend die Übung ist, und vor allem klärend… Es tut gut, die Kreuze mal so „feinsäuberlich“ nebeneinander zu sehen, zu wissen und zu spüren: Ich bin trotzdem weitergegangen, ich bin weitergewachsen, ich bin über all den Schmerz hinausgewachsen… Ja, manchmal bin ich genau durch die Verluste weitergewachsen. Mich haben die Verluste nicht zerstört, nein, im Endeffekt sogar bereichert, gestärkt und bekräftigt.

Ich gestehe, dies ist eine zeit- und emotional intensive Übung, aber ich finde, sie lohnt sich. Willst du dieses Wagnis auch eingehen?

Und wenn du magst, freue ich mich, wenn du deine Lebenslinie zur nächsten Shiatsu-Einheit mitbringst. Dann können wir gemeinsam schauen, ob und an welchem Punkt du vielleicht noch Unterstützung brauchst. Was braucht Heilung, Integration, Aufmerksamkeit? Was bist du jetzt bereit loszulassen? Und was kannst du dir aus diesen Erfahrungen mitnehmen? Was sind die Geschenke? All diese Fragen können Ausgangspunkt und damit Thema deiner Körpererfahrung werden. Ich freue mich auf dich und deinen Lebensweg, der wahrscheinlich – wie auch meiner – nicht immer geradlinig verläuft, sondern manchmal vor-und-zurück, zickzack, in eine Sackgasse und wieder aus ihr heraus… Ist das nicht unglaublich spannend?!

Melanie LannerLoslassen

Was kannst du loslassen?

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Samhain am 31. Oktober, auch Halloween oder Allerheiligen genannt, ist das Fest der Toten. Das Fest, an dem die Schleier zwischen den Welten dünn sind, wie es heißt. Den Welten der Lebenden und der Toten. Auch wir gedenken zu Allerheiligen, am 01. November, unserer verstorbenen Familienmitglieder. Es geht zu Samhain also um den Tod, den natürlichen Kreislauf des Lebens und im Tod um die Vorbereitung auf die Wiedergeburt im Frühling. Damit Neues geboren werden kann, muss Altes sterben. Dies ist eine Weisheit von Samhain, dem Fest, das den Tod als Teil des Lebens ehrt, statt ihn wegzuschieben oder zu tabuisieren, wie es in unserer Gesellschaft häufig passiert. Dann ist Tod kein (persönliches) Versagen mehr, sondern ein natürlicher Teil des Lebens.

LoslassenEine Möglichkeit loszulassen:

Was du brauchst: ein Symbol für das, was du loslassen willst (siehe unten), eine Schnur, eine Schere, ein Messer, dein Tagebuch zum Schreiben und deine Ritualutensilien, wenn du das Loslassen als Ritual gestalten willst (zur Ritualgestaltung)

Bevor du beginnst, atme ein paar Mal tief ein und aus, komme ganz bei dir in diesem Augenblick an. Wenn deine Gedanken zur Ruhe gekommen sind und nicht mehr um deinen Alltag kreisen, gehe der Frage nach, was du bereit bist, loszulassen. Das können alte Gewohnheiten sein, Lebensumstände, die nicht mehr zu dir passen, Menschen, mit denen du dich nicht wohlfühlst und die dir nicht guttun, ein altes und dadurch falsches Selbstbild und so weiter… Es geht nicht darum, etwas loszulassen, von dem du genau weißt, dass du es nicht loslassen kannst, auch wenn andere dir vielleicht einreden wollen, dass dies höchste Zeit wäre. Es geht um dein Gefühl und deine eigene Wahrnehmung. Du musst auch nicht alles loslassen. Die Frage nach dem Loslassen impliziert also auch die Frage nach dem, was du festhalten willst. (Wenn dich diese Zusammenhänge näher interessieren, empfehle ich dir das Buch „Vom Trauern und Loslassen“ von Udo Baer und Gabriele Frick-Baer.) Loslassen funktioniert per se nicht unter Zwang und Druck; diese laufen dem Loslassen sogar entgegen. Sei also ehrlich zu dir selbst, was du bereit bist, loszulassen, was du jetzt zu Samhain wirklich loslassen willst. Dieser Frage kannst du auch in deinem Tagebuch nachgehen.

Wenn du gefunden hast, was du jetzt loslassen willst, mache dich auf die Suche nach einem Symbol für das, was du loslassen willst. Wenn es das Rauchen ist, kann dieses Symbol eine Zigarette sein. Wenn es um einen anderen Menschen geht, kann es etwas sein, das dich an ihn oder sie erinnert. Mache dich auf die Suche nach einem Gegenstand, den du mit dem, was du loslassen willst, verbindest. Meistens ist der erste Gedanke, die erste Assoziation der richtige Hinweis, auch wenn es dir vielleicht erst komisch vorkommen mag. Vertraue dem Impuls. Und wenn du gar nichts findest, kannst du das Symbol auch gestalten. Das kann ein Wort auf Papier geschrieben sein oder ein Bild, das du malst. Wichtig ist, dass du ein Symbol für das, was du loslassen willst, in der Hand halten kannst.

Und dann lege deine Absicht fest, z.B. „Ich feiere heute Samhain und lasse bewusst etwas Altes los, damit Neues entstehen kann“. Sprich dies am besten laut aus! Lege dir alles zurecht, was du brauchst. (Jetzt kannst du dein Ritual beginnen, wenn du das möchtest.)

Nimm dein Symbol in die Hand und betrachte es. Nimm dir Zeit das Symbol wirklich anzuschauen und alle Gefühle wahrzunehmen, die aufsteigen, während du es betrachtest. Wenn du magst, kannst du dazu auch ein paar Sätze in deinem Tagebuch schreiben. Nimm wahr, wo du die Verbindung zu diesem Symbol in deinem Körper am deutlichsten spürst. Das kann z.B. die Herzgegend sein, dein Bauch, deine Hände.

Und dann nimm die Schnur und knüpfe ein Band zwischen dem Symbol und dir, an der Stelle deines Körpers, wo du die Verbindung am stärksten spürst. Spüre, wie sich diese Verbindung anfühlt. Hole, wenn du magst, dein Tagebuch hervor und schreibe ein paar Sätze dazu, ohne allzu viel darüber nachzudenken oder deine Gedanken zu analysieren. Bleibe bei deinem momentanen Gefühl.

Dann frage dich, ob du wirklich bereit bist, das, was du loslassen willst, loszulassen, und was es dir bringt, weiter daran festzuhalten. Es ist in Ordnung, wenn du nicht bereit bist, dies jetzt loszulassen oder drauf kommst, dass du es doch lieber festhalten willst. Sei ganz ehrlich zu dir selbst und deinen Gefühlen. Das ist die Hauptsache. Und wenn es so sein sollte, dass du dich fürs Festhalten entscheidest, ist dies eine wichtige Erkenntnis, die dir geschenkt wurde. Wertschätze sie – und dich für diese Ehrlichkeit!

Wenn du bereit bist, loszulassen, nimm dein Messer und durchschneide das Band. Nimm den Schnitt zwischen dem, was war, und dem, was jetzt ist, bewusst wahr. Du hast das Alte losgelassen, das Band ist zerschnitten. Spüre, wie sich das für dich anfühlt. Und wenn du willst, kannst du auch dazu ein paar Einträge in deinem Tagebuch machen. Nimm dir Zeit, all dies auf dich wirken zu lassen. (Wenn du ein Ritual als Rahmen gewählt hast, beende es jetzt.)

Entscheide bewusst, was mit dem Symbol und der Schnur passieren soll. Willst du beides wegwerfen, dann tue es. Willst du das Symbol weitergeben, tue auch das. Wenn du beides lieber behältst, ist das genauso richtig. Entscheide dich deinem Gefühl entsprechend. Und dann kehre ganz in dein Alltagsbewusstsein zurück.

Erfahre die Kraft des Loslassens als natürlichen Prozess!

Eine andere Möglichkeit, wie du dich mit dem Loslassen von alten Mustern und Rollen beschäftigen kannst, findest du auf meinem Blog in der Übung der Descansos, den Wegkreuzungen und Ruhestätten.

Melanie LannerWas kannst du loslassen?

Shiatsu im Herbst

Melanie Lanner Shiatsu

Nachdem der Sommer dieses Jahr nach meinem Gefühl direkt in den Winter übergangen ist, habe ich heute zum ersten Mal den Herbst gespürt: Regen. Die Natur reinigt sich ebenso wie mich. Irgendwie vermisse ich ihn, den Herbst, ohne genau benennen zu können, was er für mich ist. Blätter verfärben sich und fallen… loslassen, die Konzentration aufs Wesentliche. Klärung, Reinigung. Es wird kälter und dunkler. Manchmal erscheint das Leben im Herbst ganz bunt, dann wieder durch und durch grau. Eigentlich eine spannende Mischung.

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Foto: Isabel Egger

Wenn du dich auch auf die Reise in den Herbst, zu den Themen des Herbstes in dir machen willst, lade ich dich ein, dich in deiner Herbst-Einheit im Shiatsu mit dem zu beschäftigen, was du bereit bist loszulassen. Für was du Raum machen willst. Denn Loslassen klingt ja oft nicht so prickelnd, sondern nach Trauer, Verlust und Schmerz – was manchmal auch stimmt – doch nur, wenn wir loslassen, entsteht Raum für Neues. So wie ein zu voller Kleiderschrank mit alten Kleidern, in denen du dich gar nicht mehr wohlfühlst, keinen Platz für neue Kleider lässt. Oder ein ganz voller Geldbeutel keinen Platz lässt für neues Geld… Deshalb gehen loslassen und Neues einladen Hand in Hand, sind sozusagen Geschwister.

Im Shiatsu sehen wir diesen Prozess am deutlichsten im Metall-Element, im Element des Herbstes. Seine Organ-Energie-Qualitäten sind Dickdarm und Lunge. Loslassen (das zentrale Thema des Dickdarms, immerhin lässt er ja alles los, was der Körper von unserer Nahrung nicht braucht), um Platz zu machen für neue Nahrung. Ausatmen und Einatmen, die Hauptfunktion der Lunge, erinnern uns ebenfalls an das Loslassen. Näheres zu Shiatsu und der Qualität des Herbstes, des Elements des Metalls, findest du hier.

Melanie LannerShiatsu im Herbst

Selbstwertanker

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Der Spätsommer wird im Shiatsu dem Element “Erde” zugeordnet. Das Erdelement verkörpert sich in unserer Mitte, unserem Zentrum. Eine der wichtigsten Übungen zur Zentrierung für mich ist mein Selbstwertanker. Mehr…

Beten

Melanie LannerSelbstwertanker