Was willst du ans Licht bringen?

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Gerade befinden wir uns in der Zeit des Lichtfests (01./02.02.), das uns mit unseren kreativen Potentialen verbindet. Ich nutze diese Kraft, um meinen ersten Blogartikel zu schreiben. Was willst du ans Licht bringen?

Eine Möglichkeit, das zunehmende Licht zu feiern:

Jetzt ist eine Zeit des Beginns. Die Saat und manche Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf. Erste Pflanzen sprießen, Keime beginnen zu wachsen, nachdem sie seit der Wintersonnenwende ihre Kraft im Schoß der Erde gesammelt haben. Jetzt werden die Keime in uns und um uns herum auch nach außen sichtbar. Unsere Wünsche und Ideen konkretisieren sich.

Dieses Fest ist der Inspiration und Kreativität, aus der etwas Neues entsteht, geweiht. Was wünscht du dir an Inspiration und Kreativität für den kommenden Frühling? Wie willst du dich kreativ ausdrücken, deine Kreativität entfalten? Woraus schöpfst du deine kreative Kraft? Mach dich auf die Reise zu deiner eigenen kreativen Quelle, öffne dich der unendlichen Inspiration, um auch das Licht des kreativen Ausdrucks in dir wachsen zu lassen!

Kerze Lichtfest

Was du brauchst: eine Kerze, Kerzenfarbe, ein Feuerzeug, dein Tagebuch zum Schreiben und, wenn du es als Ritual feiern magst, deine Ritualutensilien (siehe Ritualgestaltung)

Beginne damit, dass du deine Absicht festlegst, z.B. „Ich feiere heute das Lichtfest, das Licht in mir und begegne dem, was ich ans Licht bringen will“. Sprich dies am besten laut aus! Lege dir alles zurecht, was du brauchst.

(Wenn du dein Fest als Ritual gestalten willst, findest du hier Informationen dazu).

Finde eine bequeme Sitzposition und versetze dich in eine leichte Trance bzw. in eine meditative Stimmung (wie das geht, siehst du hier). Du kannst an deinen inneren Kraftort reisen oder dich an einen anderen lichtvollen inneren Ort begeben. Du kannst auch einfach in deine eigene innere Stille lauschen. Du kannst deine innere Weisheit um Hilfe bitten. Ich tue mir am leichtesten, wenn ich sie mir als Wesen vorstelle, mit dem ich kommunizieren kann, zum Beispiel als „die weise Alte“, „die Amme“, „den weisen Alten“. In meinem inneren Bild ist meine Weisheit eine alte weise Frau mit grauen langen Haaren, einem klaren, gütigen Blick und einer immensen Präsenz. Sei einfach offen, wie sich dir deine innere Weisheit zeigen will. Wir tragen sie alle in uns – also keine Sorge, sie wird sich dir zeigen.

Verbinde dich mit deiner inneren Weisheit, so wie es sich für dich stimmig anfühlt … und gehe der Frage nach: Was willst du ans Licht bringen? Was bist du bereit, in der folgenden Jahreszeit ans Licht zu bringen? Was willst du nach außen zeigen und sichtbar machen?

Höre auf die Antwort in deinem Inneren. Wenn eine Antwort Unbehagen in dir auslöst (aber keine Angst oder Panik!), ist es wahrscheinlich die „richtige“. Vielleicht ist es auch etwas, das sich schon die letzten Wochen oder Monate angebahnt und immer wieder kurz gezeigt hat. Oder es ist ein schon vergessen geglaubter Kindheitstraum oder ein Wunsch, der dich schon ein Leben lang begleitet, vor dem du jedoch immer zurückgeschreckt bist. Vielleicht ist es das Naheliegende, das Alltäglichste, das du dir vorstellen kannst, oder das, was dir am meisten Angst macht, dem du dich am wenigsten gewachsen fühlst, wo aber deine Sehnsucht hingeht… Wie dem auch sei, lasse die Kontrolle los – und lasse dich überraschen. Du brauchst nur zuhören. Manchmal zeigt sich die Antwort in Worten, manchmal in Bildern, manchmal in einem Symbol, manchmal in einem vagen Gefühl oder einem Gedanken… Sei offen für das, was sich dir zeigen will.

Wenn du deine Antwort gefunden hast, schreibe sie mit Kerzenfarbe auf deine Kerze. Das können ein Wort, ein kurzer Satz und/oder ein Symbol sein. Wenn du deine Kerze fertig gestaltet hast (es kann, aber muss kein Kunstwerk werden, denn es geht uns mehr um das Symbol an sich), dann zünde sie bewusst an, indem du noch einmal benennst, was du ans Licht bringst: „Ich bringe … ans Licht.“ Achte dabei auf eine positive Formulierung in der Gegenwart. Also nicht „ich will ans Licht bringen“, sondern „ich bringe ans Licht“, weil du ansonsten im ewigen Wollen steckenbleiben könntest, ohne das Ziel wirklich zu erreichen. Dann entzünde deine Kerze.

Und dann warte ab, was in dir passiert, welche Bilder, Gefühle und Gedanken entstehen, ob Erinnerungen oder Hinweise für nächste Schritte auftauchen, während du in die Flamme blickst. Nimm wahr, was sich dir zeigen will! Es geht jetzt nicht darum, Lösungen und Umsetzungsmöglichkeiten durch den Verstand zu entwickeln, sondern offen – d.h. in offener Achtsamkeit – auf das zu lauschen, was in dir ist und sich offenbaren will.

Wenn du merkst, dass du in deinen Kopf und in Alltagsgedanken kommst, danke dem Feuer und dem Licht und kehre in dein Alltagsbewusstsein zurück, indem du zum Beispiel mehrmals kräftig ein- und ausatmest oder dich bewegst, streckst und dehnst. Wenn du magst, kannst du dir Notizen zu deinen Eindrücken und Erfahrungen in deinem Tagebuch machen.

Bleibe, solange du willst, in Ruhe sitzen und betrachte die Flamme, ohne etwas Besonderes zu wollen oder zu tun. Schaue, ob es noch etwas zu tun oder erledigen gibt. Und finde dann für dich einen stimmigen Abschluss. (Wenn du ein Ritual gestaltet hast, beende es jetzt auf deine Weise.)

Wenn du dich später mit der Kraft deines inneren Lichts verbinden willst, kannst du sie jederzeit wieder entzünden.

Melanie LannerWas willst du ans Licht bringen?

Willkommen auf meinem Blog!

Melanie Lanner Shiatsu

Seit heute bin ich Shiatsu-Praktikerin in selbständiger PraxisIch freue mich drauf, dich in meiner Praxis begrüßen zu dürfen!

Foto: Isabel Egger

Foto: Isabel Egger

Hier auf dem Blog stelle ich dir Hintergrundinformationen zum Shiatsu und zur ganzheitlichen Gesundheit zur Verfügung. Außerdem beschäftige ich mich den verschiedenen Wegen der Selbsterfahrung, weil diese mein letztes Jahrzehnt geprägt hat und für mich neben der fundierten Shiatsu-Ausbildung die wichtigste Basis meiner Arbeit als Shiatsu-Praktikerin ist.

 

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