Das Ich und das Selbst

Melanie Lanner Selbstbegegnung, Shiatsu

Nicht ich lebe, es lebt mich.
(C. G. Jung)

Nachdem ich im letzten Blogartikel auf C. G. Jungs Zugang zur östlichen Weisheitslehre eingegangen bin und herausgearbeitet habe, dass er auch daraus seinen Begriff und seine Vorstellung des „kollektiven Unbewussten“ (als Ergänzung zum bloß persönlichen Unterbewussten) entwickelt hat, welches alle Menschen – unabhängig historischen und kulturellen Kontext miteinander teilen –, will ich jetzt noch etwas tiefer in diesen Raum eintreten, in welchem die bloße Ich-Identität um eine überpersönliche Entität ergänzt wird. C. G. Jung nennt diesen Teil „Selbst“. Mehr…

Das Ich und das persönliche Unbewusste sind in das kollektive Unbewusste eingebunden, und dem kollektiven Unbewussten liegt das Selbst zugrunde, denn das Selbst ist die Mitte allen Seins (Schrievers 2004: S. 306).

„Insofern es [das Selbst] eine complexio oppositorum, eine Vereinigung von Gegensätzen, darstellt, kann es auch als eine geeinte Zweiheit erscheinen, wie zum Beispiel das Tao als Zusammenspiel von yang und yin.”
(C. G. Jung, GW 6, § 891).

Heilung geht vom Selbst aus, das seine Impulse, z.B. in Form von Träumen, in die Psyche und das Ich aussendet. Andere Impulse sind körperliche Beschwerden und Symptome, die als Botschaften des Selbst verstanden werden können. Die Weisheit unseres Körpers überschreitet unsere oftmals festgefahrenen und überholten Lebensvorstellungen und Erwartungen – und verbindet uns mit unserer inneren Weisheit, unserem Selbst. Neugierig? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin vereinbarst.
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Literatur: Müller, Lutz (1986): Suche nach dem Zauberwort. Identität und schöpferisches Leben. Stuttgart: Kreuz

Himalaya

Andere Möglichkeiten, mit deinem Selbst in Kontakt zu kommen, findest du unter “Selbst-Gespräche“: der Weg über Träume, über Symbole, über Geschichten, über Imaginationen, über Rituale, über Synchronizitäten, über ein symbolisches Leben und über unsere Gefühle. Ein Zugang, unseren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, sind Gefühlsbilder. Schaue auf meine Galerie – und lass dich inspirieren, deine eigenen Gefühle zu gestalten!

Für Frauen ist auch die Menstruation eine Türöffnerin zu ihrem Selbst. Informationen zu Shiatsu und Menstruation findest du unter “Frauengesundheit”. Ergänzt habe ich den Artikel um eine Tabelle, welche die Sprache des Menstruationsblutes zusammenfasst (du findest sie hier als pdf).

Und noch eine weitere Ergänzung zu meinen bisherigen Artikeln findest du auf meinem Blog: Ich habe meinen Selbstheilungsweg um meinen spirituellen Zugang ergänzt: einen Zugang, der danach fragt, warum ich mich überhaupt mit mir selbst beschäftigen sollte. Und der wiederum an das Selbst anschließt.

Melanie LannerDas Ich und das Selbst

C. G. Jung und östliche Weisheitslehre

Melanie Lanner Shiatsu

„Die meisten, wenn nicht alle körperlichen wie seelischen Störungen lassen sich darauf zurückführen, dass die Dynamik der Polaritäten im Menschen gestört ist,
weil bestimmte seelische Funktionen gehemmt oder nicht entwickelt sind
und weil bestimmte wesentliche Eigenschaften der Persönlichkeit
nicht zugelassen oder gelebt werden“.
(Lutz Müller)

Neben dem Daoismus (im Deutschen oft auch “Taoismus” geschrieben) und dem Zen-Buddhismus, auf welchen Shiatsu theoretisch basiert, liegt meiner Arbeit das Konzept der Ganzwerdung nach C. G. Jung zugrunde.

Ganzwerdung bedeutet, nicht nur eine Polarität zu leben, wie z.B. stark zu sein, sondern ebenfalls den Gegenpol, z.B. die Verletzlichkeit, ins eigene Leben einzuladen. Die grundlegende Polarität im Shiatsu ist Yin und Yang, aus der alles Leben hervorgeht. Ganzwerdung bedeutet Heilung.

C. G. Jung selbst hat sich mit östlicher Weisheitslehre beschäftigt und seine Gedanken besonders im Vorwort des Buches “Das Geheimnis der Goldenen Blume” formuliert. In deutscher Übersetzung ist es durch Richard Wilhelm herausgebracht worden, der als wichtigster deutschsprachiger Kenner der chinesischen Philosophie gilt. Wilhelm hat Jung eingeladen, ein Vorwort zu seiner Übersetzung des chinesischen Textes zu schreiben, in welchem es um die Bewusstseinsentwicklung des Menschen geht.

Für Jung ist insbesondere auffällig, dass die Metaphern, die in “Das Geheimnis der Goldenen Blume” verwendet werden, spontan auch in Träumen seiner KlientInnen auftauchen, die noch nie von chinesischer Weltsicht etwas gehört haben. Die Bilder scheinen also aus den tiefsten Schichten der Seele hervor zu steigen und Menschen unabhängig von Zeit und Raum zu begleiten. Dieser Gedanke der kulturellen und zeitlichen Unabhängigkeit hat für ihn zur Entwicklung des Konzepts des “kollektiven Unbewussten” geführt. Jung geht davon aus, dass alle Menschen – egal wo und wann sie leben – diese urmenschlichen Erfahrungen und dadurch auch Bilder teilen. Eines das für ihn wichtigsten Symbole ist das Mandala, das die Selbstwerdung des Menschen bildlich ausdrückt.

Das Malen von Mandalas ist auch im Zen-Buddhismus eine wichtige Übung zur Konzentration. Als ich in Nepal war, habe ich einige Thangka-MalerInnen (eine spezielle Form des Mandalas) kennengelernt. Ich war erstaunt und begeistert, mit welcher Hingabe sie sich den kleinsten Details des Bildes widmen. Ich würde die Geduld dafür nicht aufbringen und würde mich durch den großen Teil, der noch leer ist, gestresst fühlen. Doch genau darum geht es beim Tangka-Malen: Ganz präsent im Moment und bei dem zu sein, was du gerade tust. Das ist Meditation. Und in der Meditation können wir uns an das Selbst, das Dao, das All-Eine, das Große Ganze – egal, wie du es nennst – anschließen.

Thangka-Malerin in Pasadur (Nepal)

Thangka-Malerin in Pasadur (Nepal)

Dem kollektiven Unbewussten wohnt außerdem die Kraft inne, dass Menschen ein Problem – seien es körperliche Beschwerden oder emotional-seelische Themen – überwachsen:

“d.h. irgendein höheres und weiteres Interesse trat in den Gesichtskreis, und durch diese Erweiterung des Horizonts verlor das unlösbare Problem die Dringlichkeit. Das heißt, es wird nicht in sich selbst logisch gelöst, sondern verblasste gegenüber einer neuen und stärkeren Lebensrichtung. Es wurde aber auch nicht verdrängt und unbewusst gemacht, es erschien bloß in einem anderen Licht – und wurde so auch anders.”
(Jung/Wilhelm 1971: 12)

Dabei erkennt Jung, dass die wirklich wichtigen und großen Themen und Lebensprobleme nicht gelöst werden, sondern nur überwachsen werden können. Außerdem geht er davon aus, dass der Keim dieser Fähigkeit in allen Menschen vorhanden ist und unter günstigen Umständen zur Entfaltung kommen kann. Dass diese Fähigkeit zur Entfaltung kommt, setzt jedoch kein aktives Tun voraus, sondern geschieht von selbst (was im Taoismus als “Wu Wei – Tun durch Nichts-Tun” bezeichnet wird).

Diese Erfahrung habe ich auch in meiner Praxis gemacht: Da geht es monatelang um das gleiche Thema – körperlich oder emotional. Und dann ist plötzlich keine Rede mehr davon. Wenn ich nachfrage, sind meine KlientInnen oft erstaunt: Stimmt, daran habe ich gar nicht mehr gedacht. Das hat sich “wie von selbst erledigt”. Kennst du selbst solch überwachsene Lebensprobleme?

Im Shiatsu beschäftigen wir uns konkret mit dem Ausgleichen der Pole, vor allem von Leere (kyo) und Fülle (jitsu), und dem freien Fluss zwischen den Polaritäten. So können vorher verdrängte (energieleere) Körper- und damit Lebensbereiche integriert und Spannungen aufgelöst werden, welche eine Reaktion auf Energiefülle in einem Körperbereich sind. Außerdem wird durch die Körpererfahrung bewusst, welche Seite es im alltäglichen Leben einzuladen gilt.

„Energetische Ausgeglichenheit ist also kein statischer Zustand ohne Spannung, sondern der permanente Ausgleich durchgehend vorhandener Spannungsfelder. Das eigentliche Problem für uns ist nicht das Spannungsfeld, sondern unsere mangelnde Fähigkeit, es zwischen den beiden Polen fließen zu lassen. Je weniger uns dies gelingt, desto mehr versuchen wir, Spannungen zu vermeiden, mitunter auch dadurch, dass wir einen Pol des Spannungsfeldes ausblenden und so zu einer die Wirklichkeit verzerrenden Scheinharmonie finden. Damit fällt zwar die Spannung aus unserem Wahrnehmungsfeld, jedoch nicht aus unserem Leben. Wenn wir ihr aber in unserem Bewusstsein keine Chance geben, berauben wir uns selbst der Möglichkeit, mit ihr zu arbeiten. Statt dessen beginnen die Spannungen mit uns zu arbeiten, unsere Muskeln zu verkrampfen oder auf andere Weise unsere Körperfunktionen zu beeinträchtigen: Wir somatisieren. Wollen wir körperliche Beschwerden heilen, so müssen wir den Energiefluss fördern; den Energiefluss fördern aber heißt, sich den Spannungsfeldern des Lebens zu öffnen, der Widersprüchlichkeit der Welt in uns selbst einen Platz zu geben und an ihr zu wachsen.“
(Schrievers 2004: 406)

Neugierig? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin vereinbarst.

Eine Erfahrung aus dem Shiatsu lässt sich auch auf unser praktisches Leben übertragen: Oftmals liegt einer Beschwerde scheinbar eine Energiefülle zugrunde, z.B. sind Kopfschmerzen durch Anspannung im Nacken bedingt. Schauen wir jedoch etwas tiefer, erkennen wir, dass die eigentliche Ursache in einer (Energie-)Leere liegt. So auch in unserem alltäglichen Leben. – Und manchmal hilft es, so paradox es auf den ersten Blick vielleicht scheint, erst den starken Teil noch etwas mehr zu leben, z.B. noch schneller (weil gestresst) zu gehen, bevor es „wie von selbst“ ins Gegenteil umschlägt und wir mehr Ruhe und Langsamkeit finden. Probiere es doch einfach einmal aus!
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(*) ein daoistischer Text aus dem chinesischen Yoga
(**) in welchem er sich u.a. von Freud deutlich unterscheidet, der ausschließlich von einem persönlichen Unterbewusstsein ausgeht

Literatur:

Jung, C. G./Wilhelm, Richard (1971): Das Geheimnis der Goldenen Blüte. Ein chinesisches Lebensbuch. 18. Auflage. Olten: Walter.

Schrievers (2004): Durch Berührung wachsen. Shiatsu und Qigong als Tor zu energetischer Körperarbeit. Bern: Hans Huber, S. 303-311.

Melanie LannerC. G. Jung und östliche Weisheitslehre

Was ist Tao? – C. G. Jung

Melanie Lanner Shiatsu

Der Osten basiert sein Denken und seine Bewertung der Tatsachen auf einem anderen Prinzip. Wir kennen nicht einmal ein Wort für dieses Prinzip. Der Osten hat natürlich ein Wort für dieses Prinzip, aber wir verstehen es nicht. Das östliche Wort ist Tao. Mein Freund McDougall hat einen chinesischen Studenten, und den fragte er einmal: «Was genau verstehen Sie unter Tao?» Typisch westlich! Der Chinese erklärte, was Tao ist, und er antwortete: «Ich verstehe immer noch nicht.» Da ging der Chinese auf den Balkon und sagte: «Was sehen Sie?» «Ich sehe eine Straße und Häuser und spazierengehende Leute und vorüberfahrende Trams.» «Was noch?» «Bäume.» «Was noch?» «Der Wind weht.» Der Chinese warf seine Arme hoch und sagte: «Das ist Tao.»

(C. G. Jung)

Winter

Melanie LannerWas ist Tao? – C. G. Jung

Melanie Lanner Shiatsu

„Wenn wir Tao als Methode oder als bewussten Weg, der Getrenntes vereinigen soll, auffassen,
so dürften wir dem psychologischen Gehalt des Begriffs wohl nahe kommen.“
(C. G. Jung)

Melanie Lanner

Stress lass nach!

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Eigentlich wollte ich den Blogartikel schon viel früher schreiben. Eigentlich wollte ich auch mein Buch längst überarbeitet haben. Eigentlich wollte ich die Vorweihnachtszeit dieses Jahr wirklich genießen und mich nicht von dem allgemeinen und meinem eigenen Stress (zum Jahresende) anstecken lassen. Bei so viel „eigentlich“ zeigt sich schon, dass ich meinen eigenen Wünschen und Ansprüchen nicht entsprochen habe und nicht entspreche. Doch zumindest aus meinem selbstgemachten Stress habe ich einen Ausweg gefunden. Zum Einen habe ich erkannt, dass es eigentlich – und da ist schon wieder dieses Wort :-)um nichts geht, dass es nicht schlimm ist, wenn ich manches nicht schaffe, und dass auch nicht mein ganzes Selbstbild in Frage gestellt werden muss, wenn ich meinen eigenen Ansprüchen nicht genüge.

Zum Anderen habe ich mir bewusst gemacht, was Stress für mich ist. Schnell sagen wir ja „Ich stehe unter Stress“, „Ich bin gestresst“, „es ist gerade eine stressige Zeit“… Aber was bedeutet das eigentlich? Ich habe für mich erkannt, dass ich nicht durch viele Aufgaben gestresst bin, sondern dadurch, dass ich nicht im Moment bleibe, also immer schon drei Schritte vorausdenke. Dann bin ich weder mit meinen Gedanken präsent bei dem, was ich gerade mache, noch präsent in meinem Körper. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass ich meinen Körper vorwärtspeitsche, damit er meinem Geist folgen kann, der eben immer schon drei Schritte weiter weg ist. So treibe ich mich an, verspanne mich im ganzen Körper und kann den Augenblick gar nicht mehr wahrnehmen. Ich fahre meine Sinne herunter, esse nicht in Ruhe, mache einfach gar nichts in Ruhe. Ich ziehe mich „noch schnell“ an, erledige noch „schnell“ etwas zwischendurch, bevor ich gehe. Wenn ich meine Tochter von der Tagesmutter abhole, „habe ich keine Zeit“, dass sie beim Heimkommen zehn Minuten im Garten spielt. Ich „muss“ ja noch fertig kochen. Das vermeintliche „Müssen”, „keine Zeit zu haben“ und immer mit dem Kopf vorauszudenken erzeugen meinen Stress. Das ist (mein) Stress.

Esel

Foto: Jürgen Schiller García (CC BY 2.0)

Als ich das erkannt habe, konnte ich wieder mehr im Augenblick ankommen. Dafür versuche ich, ganz bei dem zu bleiben, was in dem Moment ansteht. Gerade schreibe ich meinen Newsletter. Ich denke nicht daran, dass das Bett noch bezogen werden muss, dass wir in zwanzig Minuten bei unserer Nachbarin eingeladen sind und dass ich eigentlich schon längst eine Email beantworten müsste. Was bringt das auch? Ich kann sowieso nur eines davon machen. Also heißt es, Prioritäten zu setzen und dann bei dem zu bleiben, wofür ich mich entschieden habe.

Auch die Atmung hilft mir, im Moment anzukommen. Vor allem das Ausatmen. Denn wenn ich gestresst bin, atme ich nicht mehr aus. Also bewusst ausatmen! Das Einatmen kommt dann ganz von alleine.

Dann sind noch meine Sinneswahrnehmungen, die mich mit dem gegenwärtigen Augenblick verbinden. Wenn ich jetzt also auf meine Tochter warte, bevor wir gemeinsam mit dem Fahrrad nach Hause fahren, öffne ich meine Sinne für das, was mich umgibt. Ich spüre den Boden unter meinen Füßen, erfreue ich mich an den täglich wechselnden Farben der Mur (dem Fluss durch Graz), höre ich mit den Ohren meiner Tochter die Krähen, die deren Krächzen so gerne imitiert. Auch das Essen schmeckt mir wieder viel besser, wenn ich es nicht einfach nur zur Nahrungszufuhr hinunterschlinge. Und einmal an einem Föhn-Tag habe ich sogar die Wüstenluft gerochen. Was nimmst du gerade in diesem Moment wahr?

Durch das Ankommen im Augenblick hat mein Stress merklich nachgelassen. Und zu meiner Verwunderung schaffe ich es, genauso viele Aufgabe zu bewältigen, wie zuvor. Nur habe ich jetzt das Gefühl, die Welle zu reiten, und nicht mehr von ihr davongespült zu werden. Meine Verspannungen haben merklich nachgelassen und die Migräne, die mich zum Umdenken und Andershandeln aufgefordert hat, ist auch wieder verschwunden.

Jetzt kann ich also hoffentlich doch noch die letzte Woche vor Weihnachten genießen und besinnlich(er) begehen!

Und das wünsche ich auch dir: Eine besinnliche, genussvolle, stressfreie Vorweihnachtszeit, erholsame Feiertage und einen Jahreswechsel, der dich an all das erinnert, was für dich wirklich wesentlich ist.

Melanie LannerStress lass nach!

Der Sinn von Beschwerden

Melanie Lanner Shiatsu

„Ein Problem, eine Krankheit sind immer um ein vielfaches kleiner
als die Kraft und die Schönheit eines Menschen.“
(Wilfried Rappenecker)

Im letzten Blogartikel habe ich mich damit beschäftigt, wie im Taoismus und Zen-Buddhismus (die dem Shiatsu theoretisch zugrundeliegen) Krankheit und Leid verstanden werden. In diese Thematik möchte ich jetzt noch etwas tiefer einsteigen und mich dem „Sinn“ von Krankheiten und Beschwerden annähern.

Wenn ich meine Tochter betrachte, wird mir klar, dass Krankheiten zu ihrer Entwicklung dazugehören. Zum Einen stärken sie ganz direkt ihr Immunsystem. Zum Anderen werden ihre Entwicklungsschritte durch Krankheiten begleitet. Bevor sie zum Beispiel vom Krabbeln zum Laufen übergangen ist, war sie drei Tage krank und sehr bedürftig. Ich nehme diese Phasen als Kokon-Zeit wahr, in welcher sie innerlich (z.B. vom Krabbelkind zum Geh-Kind) reift. Auch wenn ich meinen Prozess selbst betrachte, merke ich, dass Krankheiten oftmals mit Wachstumsschüben einhergehen. Das letzte Fieber, das mich geplagt hat, hat im wahrsten Sinne des Wortes etwas aus mir heraus gebrannt, was bereit war zu gehen. Meist fordern uns Krankheiten auf, Ruhe zu geben, uns aus der äußeren Welt in uns selbst zurückzuziehen und so wieder mehr mit uns selbst in Kontakt zu kommen. Das alleine kann schon viel bewegen, vor allem wenn wir ansonsten viel beschäftigt sind – oft auch zu beschäftigt, um unseren Körper wahrzunehmen. Außerdem schaffen (körperliche und emotionale) Beschwerden Fokus. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf ein Thema, mit dem uns ansonsten vielleicht nicht beschäftigen würden.

Deshalb spricht Wilfried Rappenecker (ein deutscher Arzt und Shiatsu-Lehrer) von Krankheiten als Begleitung von Entwicklungsprozessen. Er betrachtet Krankheit nicht als Gegenteil von Gesundheit, sondern als einen „wesentlichen und integralen Teil von Gesundheit“. Denn Gesundheit ist ein Prozess, kein statischer Zustand. Gesundheit bedeutet in diesem Sinn, dem Wachstums- und Veränderungsprozess zu folgen, auf welchen uns die Krankheit oder die Beschwerden hindeuten.

Baumringe

Die stärkste Ursache von Leid sieht Rappenecker im Widerstand, Ablehnen und Nicht-Wissen-Wollen der Krankheit und der Beschwerden sowie im allgemeinen Raubbau an unserem Körper und im (familiär) übernommenen Leiden.

Das heißt, „dass es überhaupt nicht darum geht, gegen einen Schmerz, eine Krise, eine Krankheit anzugehen, sie zu beseitigen. Es geht darum, den Menschen in diesem Geschehen zu begleiten, ihm Mut zu machen und darin zu unterstützen, den Weg weiter zu gehen und neue Lösungen zu finden. […] Nichts müssen wir bekämpfen, nichts beseitigen! […] Die Kraft [der Krankheit] zu erkennen, ihre Schönheit zu ahnen ist wirkungsvoller für die Lösung des Knotens als alles Anrennen und alle Beseitigungs-Tricks.“ (Wilfried Rappenecker)

Auch die Ursache von (körperlichem und emotionalem) Schmerz sieht Rappenecker im Abtrennen und Nicht-Zulassen. Können wir also Krankheit, Beschwerden und Schmerz als vorübergehende Krisen begreifen und annehmen, wird schon viel Leid gelindert.*

Auch Joachim Schrievers (ein deutscher Shiatsu-Praktiker, Taiji- und Qigong-Lehrer) geht davon aus, dass wunde Punkte oft die sind, von denen Veränderungen ausgehen. Denn viele Beschwerden resultieren aus den Abwehr- und Schutzmechanismen, die wir entwickelt haben, um die wunden Punkte nicht zu spüren und nicht an ihnen berührt zu werden. Wenden wir uns unseren wunden Punkten zu und stellen sie in einen größeren Zusammenhang, können sie zu einem erfüllteren Leben beitragen.

Ein erfüllteres Leben zu leben, bedeutet Gesundung in einem größeren Zusammenhang.

Im Shiatsu geht es also neben unterstützenden Techniken zur Erleichterung von Beschwerden darum, in achtsamer Weise wunde Punkte zu berühren, um deren festgehaltene Kraft ins Fließen zu bringen. Es geht um Zuwendung, vor allem den Teilen gegenüber, die uns Angst machen. Berührung dort, wo wir uns eng machen und wo unsere Abwehrmechanismen greifen. Im geschützten Rahmen einer Shiatsu-Behandlung kannst du lernen, (körperlichen und emotionalen) Schmerz zuzulassen und ihn als vorübergehenden Zustand anzunehmen. Denn durch die Körpererfahrung wird dir bewusst, dass Schmerz ein Prozess ist, eine Krise mit einem Anfang, einem Höhepunkt und einem Ende. Du lernst, diesem Prozess zu vertrauen und den Schmerz zuzulassen.

Denn nur durch das Zulassen kann er befreit werden – und so zu einem Tor in deinem Entwicklungsprozess werden.

Du wünschst dir Unterstützung in diesem Prozess? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin vereinbarst.

Foto: CC0 1.0

Foto: (CC0 1.0)

Umgang mit Schmerz

Eine andere Möglichkeit, dich dem Schmerz zuzuwenden, ist das reflektierende Schreiben. Nimm dir eine halbe Stunde ungestörte Zeit. Hole Stift und Papier hervor und beschäftige dich mit folgenden Fragen:

  • Welchen Schmerz spürst du immer wieder?
  • Wie oft tritt er auf?
  • Aus welchen Situationen im Alltag kennst du den Schmerz? Wann tritt er auf? Was lindert ihn? Was verstärkt ihn? Zu welcher Tageszeit ist er am stärksten, wann am wenigsten stark?
  • Wo sitzt er genau im Körper? Wo sitzt sein Zentrum?
  • Und wie fühlt er sich an?
  • Bis wohin strahlt er aus? Welchen Bereich im Körper umfasst er? Wo sind seine Grenzen? Welche Form hätte der Schmerz, wenn du ihn malen würdest?
  • Hat er eine bestimmte Farbe oder einen Klang?
  • Wenn du in ihn hinein spürst (du kannst hierfür auch deine Hand auf den Bereich legen), tauchen dann irgendwelche Gedanken, Bilder, Erinnerungen, Gefühle, Assoziationen auf?
  • Wenn der Schmerz selbst sprechen könnte, was würde er sagen?
  • Was braucht er, um heilen zu können?
  • Welche Weisheit liegt in ihm verborgen?

Diese Fragen helfen dir, deinem Schmerz Aufmerksamkeit zu schenken. Dieser Zugang hilft vor allem bei Schmerzen, die keine physische Ursache haben, also zum Beispiel bei Rückenschmerzen, denen kein Bandscheibenvorfall zugrunde liegt. Auch emotionale Schmerzen können so betrachtet werden – außer es handelt sich um Traumata. Dann ist professionelle Begleitung, z.B. von einem Psychotherapeuten oder einen Psychotherapeutin, erforderlich, um nicht noch tiefer in die Traumatisierung zu rutschen.
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(*) Dies betrifft keine chronischen Erkrankungen und Schmerzen, auf die ich hier nicht eingehe, da zum Einen Shiatsu in diesen Fällen nur als unterstützende Maßnahme zur medizinischen und ggf. psychotherapeutischen Begleitung angewandt werden kann und individuell abgestimmt werden muss. Zum Anderen liegt darin nicht mein Schwerpunkt und Fachbereich, weswegen ich dazu keine Informationen weitergeben kann und will.
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Literatur: Rappenecker, Wilfried: Was ist eigentlich Gesundheit – und was Krankheit? (pdf)

Schrievers, Joachim (2004): Durch Berührung wachsen. Shiatsu und Qigong als Tor zu energetischer Körperarbeit. Bern: Hans Huber.

Melanie LannerDer Sinn von Beschwerden

Krankheit im Taoismus und Zen-Buddhismus

Melanie Lanner Shiatsu

„Shiatsu ist keine Methode, sondern ein Weg.
Sein Ursprung ist der Ursprung des Lebens.
Sein Wirken das Wirken der Natur.
Seine Lehre ist die Lehre vom Spiel der Lebenskräfte.“
(Schrievers 2004: 313)

Vor dem Sommer habe ich mich in meinen Blogartikeln mit der theoretischen Basis vom Shiatsu beschäftigt: mit dem Taoismus/Daoismus und dem Zen-Buddhismus. Hier beschäftige ich mich damit, wie diese Traditionen Erkrankungen und körperlichen Beschwerden erklären. Beide Traditionen gehen davon aus, dass Krankheiten sowohl innere als auch äußere Ursachen haben. Im Taoismus und in der auf ihm beruhenden Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) werden als äußere Ursachen klimatische Bedingungen, Lebensumstände und Ernährungsgewohnheiten betrachtet und deren krankheitsfördernden Auswirkungen auf den Körper durch Akupunktur, Moxa-Therapie (Erwärmung der Akupunkturpunkte), Ernährungsberatung, Kräuter-, Bewegungs- und manuelle Therapien (u.a. Shiatsu) gemildert.

Als innere Faktoren zählen vor allem Emotionen. Hierbei werden Emotionen nicht als etwas vom Körper Getrenntes angesehen. Vielmehr spiegeln Emotionen den Zustand des Körpers wider und umgekehrt. Das kennen wir sicher auch aus unserem eigenen Leben: Sind wir körperlich geschwächt, sind wir auch psychisch schneller niedergeschlagen. Und sind wir gerade psychisch angeschlagen, werden wir auch schneller krank. Emotionen sind in dieser Sichtweise nicht per se krankheitsfördernd, können jedoch – im Übermaß erlebt oder verdrängt – zu einem inneren Ungleichgewicht und in weiterer Folge zu Krankheiten führen. Das richtige Maß zu halten, ist somit – wie immer in der TCM – auch der gesunde Weg im Umgang mit den Emotionen. Sie also weder zu verdrängen noch länger an ihnen anzuhaften.

In der Sichtweise des (Zen-)Buddhismus gehen den äußeren Ursachen von Erkrankungen die inneren voraus. Das lässt sich daran erkennen, dass wir, nur wenn wir selbst die innere Bereitschaft haben und zum Beispiel unser Immunsystem geschwächt ist, erkranken und nicht alle Viren und Bakterien, die ständig um uns herum sind, zu einer Erkrankung führen. Krankheiten haben darüber hinaus im Buddhismus auch eine spirituelle Dimension. Sich selbst als getrenntes, isoliertes Ich zu betrachten, das nicht mit allem bzw. einem großen Ganzen verbunden ist, wird als Ursprung allen Leides und somit auch von körperlichen Erkrankungen betrachtet.

„Die Disharmonie im Menschen, die der Ausgangspunkt von Krankheit und Leid ist, hat ihren Ursprung im Entstehen eines begrenzten und persönlichen Bewusstseins, eines Ich-Bewusstseins, dass [sic!] sich getrennt von Shen [dem göttlichen, unsterblichen Teil in der Tiefe unseres Seins] und vom Universum erlebt“ (Schrievers 2004: S. 206).

Heilung bedeutet daher aus buddhistischer Sicht, diese Illusion der Trennung zu durchleuchten und das Verbundensein und damit das eigene wahre Selbst zu erkennen.

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Foto: Isabel Garreau-Egger

Im Shiatsu werden beide theoretischen Zugänge in die Praxis integriert. Zum Einen werden manuelle Techniken angewandt, um das innere Gleichgewicht, das sowohl durch physische als auch durch psychische Ursachen gestört sein kann, wiederherzustellen. Ich merke zum Beispiel gerade als Kleinkindmama, wie sich – wie wir es so schön nennen – eine Leber-Ki-Stagnation aufbaut, da ich mich in meiner Selbstbestimmtheit eingesperrt und in meiner Kreativität blockiert fühle. Emotional äußert sich dies in Unbeherrschtheit, Ungeduld und häufigeren Zornausbrüchen. Shiatsu hilft mir konkret, den Energiestau zu lösen – und wirkt somit gleichzeitig auf meine Emotionen. Ich fühle mich nach der Behandlung viel gelassener, obwohl sich in den äußeren Umständen nichts verändert hat. Ich habe wieder mehr inneren Freiraum gewonnen, mit dem, wie mein Leben gerade nun einmal ist, umzugehen. Das ist gut für mich – und für meine Familie :-)

Zum Anderen liegt Shiatsu eine prozesshafte Weltsicht zugrunde. Weder das Leben noch das Ich – und somit auch der Körper – werden als statisch angenommen. Alles fließt, alles ist in ständiger Veränderung (siehe Shiatsu – ein Leben in Polaritäten). Der Mensch wird als Ganzes betrachtet, auch in seiner spirituellen Natur.

„Erst wenn wir uns tiefer einlassen, merken wir allmählich, dass es nicht in uns fließt, sondern wir selbst fließen, das heißt wir erfahren, dass das, was wir bis dahin ‚Ich‘ genannt haben, sich in einem ständigen Veränderungsprozess befindet“ (Schrievers 2004: S. 195).

Diese prozessorientierte Sichtweise hilft auch, die Illusion eines starren Ichs loszulassen. Verbundenheit kann somit erfahren werden. Durch die körperliche Berührung wird diese Erfahrung verstärkt. Das ist die spirituelle Dimension von Shiatsu – Shiatsu, das über die konkrete Behandlungssituation hinausreicht und zu einem Lebensweg wird.

Neugierig? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin vereinbarst.

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Literatur:

Ploberger, Florian (2006): Psychologische Aspekte in der Traditionell Chinesischen Medizin. Schiedlberg: Bacopa.

Schrievers, Joachim (2004): Durch Berührung wachsen. Shiatsu und Qigong als Tor zu energetischer Körperarbeit. Bern: Hans Huber.

Tripp, Eduard: Gesundheit und Heilung aus buddhistischer Sicht. (pdf)

Tripp, Eduard: Spirituelle Dimensionen von Krankheit und Heilung. (pdf)

Melanie LannerKrankheit im Taoismus und Zen-Buddhismus

Einladung zum Tag der Offenen Tür

Melanie Lanner Veranstaltung

Ich lade dich herzlich zum Tag der Offenen Tür in unsere Praxis ein.

Freitag, 15.09.2017 14-20 Uhr
Praxisgemeinschaft Octopus, Laimburggasse 19, 8010 Graz

Tag der Offenen Tür_2017

Neben der Möglichkeit, meine netten Kolleginnen und Kollegen sowie ihre Behandlungsmethoden kennenzulernen, erwarten dich Speis und Trank sowie Kinderprogramm. Bei Schönwetter feiern wir in unserem wunderschönen Garten.

Ich freue mich auf dich!

Melanie LannerEinladung zum Tag der Offenen Tür

Ein Motto wählen

Melanie Lanner Selbstbegegnung

„Wenn du jeden Tag eine Sache machst, die du so noch nie vorher ausprobiert hast, verändert sich deine Perspektive aufs Leben – und du fühlst dich frischer. Iss ein Gericht, das du noch nicht kennst, hebe Müll von der Straße auf, singe mit deiner Großmutter, laufe barfuß auf der Straße… Die Möglichkeiten für Experimente sind unendlich.“ (Karen Pine, britische Psychologin)

Mir hilft es auch, mir ein Motto für die nächste Lebensphase zu wählen, das mich in all dem Alltagsstrudel an das erinnert, was für mich wesentlich ist. Meines heißt: Spontanen Impulsen folgen – Neues erleben – Unterwegs sein – die Närrin leben.

Und deines?

Melanie LannerEin Motto wählen

Zurück aus dem Urlaub

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Frisch zurück aus unserem wunderbaren, entspannenden und erkenntnisreichen Urlaub fällt es mir noch etwas schwer, wieder in meinem Alltag in Graz anzukommen. Alles läuft nicht mehr ganz so geschmiert, rund und routiniert wie vor dem Urlaub. Ich brauche für die Alltagsgestaltung viel länger als zuvor. Gleichzeitig schafft mir der Abstand die Möglichkeit, meinen Alltag mit geklärtem Blick zu betrachten. Ich erkenne so manche Gewohnheiten, die mir, gerade weil sie zur Gewohnheit geworden sind, leicht von der Hand gehen, die jedoch eigentlich nicht (mehr) zu mir passen. Dann heißt es, meinen Alltag anders zu gestalten. Ich habe zum Beispiel erkannt, dass ich, seitdem ich Mama bin, Süßes esse, wenn ich mich eigentlich ausruhen müsste. Das will ich ändern!

Auf „meiner“ Trauminsel habe ich mich auch wieder in Aspekten erfahren können, die in meinem Alltag oft zu kurz kommen. Ich habe mich ziellos treiben lassen und spontanen Impulsen folgen können. Ich habe beim Wandern Wege beschritten, die ich noch nicht kenne (obwohl ich schon viermal jeweils mehrere Wochen dort war) und es genossen, nicht zu wissen, wohin mich der Weg führen wird. Wir waren sowieso den ganzen Tag draußen und haben das Meer, den Wind, die brennende Sonne, Steine, Kies, Sand, verdorrtes Gras wirklich gespürt. Meine Sinne waren offen, weit und frei. Noch immer spüre ich, wie das sanfte, türkisfarbene Wasser der Bucht in Zaglav meinen Körper umhüllt. Ich spüre, wie der Wind mit meinen Haaren spielt. Endlich kann ich wieder mal richtig durchatmen, muss meine Sinne nicht aufgrund von Überforderung unterdrücken, kann ganz im Hier und Jetzt ankommen. Ich höre die Zikaden in ihrem ununterbrochenen Liebeslied. Es versetzt mich in Trance, und ich träume. Von Träumen in einer Nussschale. Ich schmecke die Meerluft – immer und überall. Und frische Feigen. Trauben, überall Trauben. Und selbstgemachten Rotwein unserer Vermieter. Ich habe mich so lebendig wie schon lange nicht mehr gefühlt. Das hat wohl ganz viel mit dem sinn-haften Erleben der Welt zu tun. Ich brauche den direkten Kontakt zu Natur. Das ist mir im Urlaub (noch einmal) so richtig klar geworden.

barfuss

Hast du dir im Sommer auch eine kleine oder größere Auszeit nehmen können? Bist du verreist? Wohin? Was hast du erlebt, was hast du erfahren, was für Erkenntnisse hast du gewonnen? Was von deinem Urlaubsfeeling willst du in deinen Alltag integrieren? Wie kann es gelingen? Und was brauchst du dafür?

„Wir können nicht allein mit Willenskraft unser Verhalten ändern. Eher sollten wir unsere Umgebung so gestalten, dass wir automatisch öfter das tun, was wir gern machen. Gehört Lesen dazu, könnten wir etwa überall im Haus Bücher herumliegen lassen, um eher mal zu einem zu greifen.“ (Paul Dolan)

Wie kannst du dein Umfeld (deine Wohnung, deinen Arbeitsplatz etc.) gestalten, um das zu tun, was du tun willst?

Ich habe mir zum Beispiel vorgenommen, regelmäßig (!) in die Natur zu gehen – in den direkten Kontakt und sie nicht nur über Zäune und Mauern hinweg zu beobachten, sondern sie zu spüren und mit allen Sinnen zu erfahren. Das brauche ich – um abzuschalten, um mich aufzuladen, um ganz in meinem Körper und verbunden mit meinen Sinnen zu sein, ja, um zu LEBEN.

Was brauchst du?

Melanie LannerZurück aus dem Urlaub