Frühlingstagundnachtgleiche

Tag und Nacht halten sich zur Frühlingstagundnachtgleiche am 21. März die Waage. Ein kurzer Moment der Balance, des Gleichgewichts, der inneren wie äußeren Harmonie. Ich lade dich ein, in diesen Gleichgewichtszustand, der dich umgibt, einzutauchen und daran mitzuwirken. Wann fühlst du dich im Gleichgewicht? Was stört dein Gleichgewicht? Was brauchst du, um dich im Gleichgewicht zu fühlen?

Die Frühlingstagundnachtgleiche ist auch ein Fest der Initiation, des Übergangs, ein Wendepunkt. Nimm diesen kurzen Moment der harmonischen Stille, den Moment zwischen dem Einatmen und Ausatmen wahr – und dann setze bewusst deinen nächsten Schritt, einen ersten Schritt über die Schwelle. Du lässt das Alte hinter dir und bringst das, was du in der Dunkelheit des Winters und der Nacht an Ideen und Visionen gefunden hast, ans Licht. Du setzt neue Samen deiner Ziele und Projekte in die Erde. Durch die Kraft der zunehmenden Sonne keimen diese und wachsen und wachsen und wachsen… in ein neues lichtvolles Leben. Du bist jetzt bereit, dich auch im Außen zu zeigen, dich gleich einer Blüte zu öffnen und in deiner Schönheit zu entfalten.

FrühlingstagnundnachtgleicheDie Initiation zur Frühlingstagsundnachtgleiche ist der erste Schritt auf dem Weg zur Entfaltung und zum Erblühen, wer du bist.

Ritualidee zur Frühlingstagundnachtgleiche

Was du brauchst: eine Pflanzen-Knolle, z.B. eine Nelke, einen Topf mit Erde, einen Stift (um auf dem Topf zu schreiben), dein Tagebuch zum Schreiben sowie deine magischen Ritualutensilien zum Kreisziehen und um unterstützende Wesenheiten zu rufen

Beginne das Ritual damit, dass du deine Absicht festlegst, z.B. „Ich feiere heute die Frühlingstagundnachtgleiche, den Gleichgewichtszustand von Tag und Nacht und mache den ersten Schritt, das, was ich zum Erblühen bringen will, im Wachstum zu unterstützen“. Sprich dies am besten laut aus! Lege dir alles zurecht, was du brauchst.

Reinige und erde dich (zur Ritualgestaltung und zum Kreisziehen findest du hier Informationen). Ziehe auf deine Weise einen Kreis und öffne dadurch einen Heiligen Raum, einen Raum zwischen den Welten, einen Raum abseits deines Alltags und Alltagsbewusstseins. Rufe unterstützende Wesenheiten, die sich für dich hier und heute stimmig anfühlen. Du kannst sie mit Worten rufen oder mit der Stille, mit deinem Körper, durch Tanz und Bewegung, durch Singen oder Tönen. Einfach so, wie du dich wohlfühlst. Denn wenn du dich wohlfühlst, Wohlgefühl ausstrahlst, Wohlgefühl bist, ziehst du wohlwollende Wesen an.

Komme in die Mitte deines Kreises. Verwurzle und erde dich (wie oben: Ritualgestaltung). Spüre, wie deine Wurzeln bis tief in die Erde reichen und dich mit Nahrung und Energie versorgen. Strecke deine Arme in den Himmel und spüre, wie du dich in deiner vollen Größe entfaltest und zeigst. Atme in dieser Position mehrmals tief ein und aus – und spüre der Frage nach: Was von dir willst du zeigen? Was in dir will dem Licht entgegenwachsen? Du kannst auch eine Blume visualisieren, wie sie sich entfaltet und in ihrer ganzen Pracht erblüht. Du bist diese Blume. Was in dir will erblühen?

Wenn du deine Antwort gefunden hast, schreibe auf den Topf, was du genau zum Erblühen bringen willst. Nimm deine Pflanzen-Knolle und setze sie in den Topf mit Erde. So pflanzt du das, was du in dir zum Erblühen bringen willst, symbolisch ein. Nimm dir Zeit, die Knolle zu betrachten, die Erde in deinen Fingern zu spüren. Spüre, wie du das, was du zeigen und ans Licht bringen willst, jetzt in die Erde setzt, damit es gedeihen und erblühen kann. Nimm das Pflanzen deiner inneren “Knolle” mit all deinen Sinnen wahr. Betrachte deinen Pflanzentopf, in dem die Knolle – unter der Erde bedeckt – darauf wartet, emporzuschießen und sich ganz zu öffnen.

Nimm dir Zeit, all dies noch nachwirken zu lassen. Wenn du magst, kannst du dir Notizen zu deinen Eindrücken und Erfahrungen in deinem Tagebuch machen. Schau, ob es noch etwas zu tun oder erledigen gibt. Und finde dann für dich einen stimmigen Abschluss.

Wenn du merkst, dass du in deinen Kopf und in Alltagsgedanken kommst, danke der Pflanze und der Erde und kehre in dein Alltagsbewusstsein zurück, indem du zum Beispiel mehrmals kräftig ein- und ausatmest oder dich bewegst, streckst und dehnst.

Beende das Ritual, so wie es für dich stimmig ist: Bedanke dich bei den Wesenheiten für die Unterstützung im Ritual. Schließe den Heiligen Raum auf deine Weise. Und kehre in dein Alltagsbewusstsein zurück (siehe Ritualgestaltung).

Jetzt geht es in den nächsten Wochen darum, das Pflänzchen zu hegen und zu pflegen, im Wachstum zu unterstützen, und das heißt auch auf das richtige Gleichgewicht von Wasser, Wärme, Sonnenlicht, Dünger und so weiter zu achten. So wirkst du Tag für Tag die Magie der Frühlingstagundnachtgleiche, damit das, was du in dir zum Erblühen bringen willst, wirklich in einer wunderschönen Blume erblüht und sich in voller Pracht und Schönheit entfaltet.

Gemeinsam bilden wir eine wunderschöne Blumenwiese :-)

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Melanie LannerFrühlingstagundnachtgleiche