Geschichten

Geschichten sind “Vorlagen für eine Heilung der Seele,
überliefert von Europas weisen Ahnfrauen und Heilerinnen.
Als die alten erdverbundenen Kulturen Europas zerstört wurden,
blieben diese Geschichten erhalten.”
(Starhawk und Hilary Valentine: Die zwölf wilden Schwäne)

Geschichten “arbeiten” ähnlich wie Träume mit Symbolen. Sie drücken bildhaft das aus, was uns beschäftigt und können uns so mit unserer inneren Weisheit – unserer Seelensprache – verbinden. Geschichten berühren unseren tiefen Kern, können uns wachrütteln und Möglichkeiten anbieten, “der Welt da draußen” zu begegnen.

Nymphenburg

Foto: Melanie Lanner

Geschichten erzählen deine Lebensgeschichte…

Spannend finde ich es auch, Filme unter dem Gesichtspunkt der Identifizierung anzuschauen. Dafür eignen sich besonders Filme, die ein Märchen verfilmen, wie z.B. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, einen märchenhaften Charakter haben, wie z.B. der Film „Stardust“ (nach einem Buch von Neil Gaiman), oder selbst eine mythische Welt erschaffen wie z.B. „Der Herr der Ringe“. Auch Filme oder Fernsehserien, die eine Figuren-Entwicklung beinhalten, finde ich spannend, z.B. „Star Wars“ als Heldenreise zu betrachten. Wie entwickelt sich Luke Skywalker von einem „einfachen Bauernjungen“ zum mächtigen Jedi? Was sind die Aufgaben, denen er sich auf seinem Weg stellen muss und an denen er reift? Diese Herausforderungen lassen den Held einer Heldengeschichte zum Held werden. Und wir erfahren, wie wir selbst zu HeldInnen reifen können.

Achte beim nächsten Film, den du schaust, oder bei nächsten Buch, das du  liest, darauf, mit wem oder was du dich identifizierst. Wer oder was erzeugt in dir die größte Resonanz? Das können Personen, einzelne Verhaltensweisen, Stimmungen oder Gegenstände sein. Welche Stelle im Film/Buch berührt dich am meisten? Was fühlst du? Welche Aspekte sind dir vertraut? Welche fremd? Welche machen dich neugierig? Welche machen dir Angst? Wen magst du besonders und in welcher Szene? Und wen lehnst du ab? Was macht diese Figur, wenn du sie ablehnst? Was verkörpert sie? …

Diese Auseinandersetzung kann ganz spielerisch sein und eröffnet neue Horizonte. Ich bin zum Beispiel drauf gekommen, dass ich Frauenfiguren mag, die stark und verletzlich sind, wie Éowyn in “Der Herr der Ringe”. Interessant finde ich die Auseinandersetzung mit der dunklen Seite der Macht und dem Umgang damit, z.B. bei Star Wars. Macht ist nicht per se schlecht, sondern es geht darum, wie wir sie einsetzen. Ich lerne, dass es um meine Motivation geht und um einen verantwortungsvollen Umgang. Ich lerne dadurch, mein Handeln zu hinterfragen und mein Verhalten zu reflektieren. Ich liebe Geschichten, in denen Helden und Heldinnen wachsen und sich entwickeln. Das macht mir Mut und Hoffnung. Undundund… Geschichten, ob in Filmen oder Büchern, bieten eine spannende Entdeckungsreise ins eigene Innere. Sie sprechen unsere Seelensprache, wenn wir uns von ihnen anmuten lassen.

Spannend finde ich es auch, mich mit anderen Menschen darüber auszutauschen, z.B. mit meinem Mann, Freunden und Freundinnen. Du kannst deine Erkenntnisse auch in deinem Tagebuch festhalten.

Gerne kannst du eine Geschichte, die dich gerade berührt, in die nächste Shiatsu-Behandlung mitbringen. Dann erfährst du sie in deinem Körper. Geschichten lassen dich eintauchen in andere Rollen, eröffnen dir neue Sichtweisen und neue Handlungsmöglichkeiten erschließen sich. Durch Berührung, Druck und Bewegung und deine Körperwahrnehmung verankern sich deine neu gewonnenen Erkenntnisse in deinem Körper. Du erfährst und spürst die Geschichte in deinem Körper, und denkst und analysierst nicht nur. Du gewinnst durch die Geschichte und die Körpererfahrung mehr Klarheit, neue Perspektiven, eine Orientierung und Anregungen für deinen Lebensweg.

Neugierig? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin vereinbarst.

Und hier findest du Erkenntnisse, die ich selbst aus Geschichten gewonnen habe, die mich berühren.

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