Weltentstehung

Magnolie_01

Am Anfang war das Eine.
Und in dem Einen war auch das Andere.

Vor dem Einen war das Nichts.
Und in dem Nichts war auch das Alles.

Was vor dem Nichts war, das wissen wir nicht.
Und in dem Nicht-Wissen ist auch das Wissen.

Wir wissen nur: Als das Nichts das Eine geboren hatte, wollte das Eine spielen und hat das All erschaffen. Doch das Andere wollte nicht nur ein All, und so sind aus dem All verschiedene Sterne und Planeten entsprungen. So ist auch der Planet entstanden, der später „Erde“ genannt wurde, denn das Spiel vom Einen und vom Anderen hat das LEBEN erschaffen.

Als das Spiel vom Einen und Anderen das LEBEN erschaffen hatte, wollte das LEBEN sich erfahren und hat das Chaos geschaffen – und im Chaos haben sich die ersten lebenden Verbindungen gebildet. Und aus diesen Verbindungen sind immer komplexere Lebewesen gewachsen – von Einzellern über Mehrzeller zu Pflanzen, Tiere und Menschen, wie sie später genannt wurden.

Und deshalb finden wir, wenn wir in uns hineinblicken, das Chaos. Und wenn wir etwas tiefer blicken, entdecken wir das LEBEN und dann das ganze Universum. Und wenn wir noch tiefer blicken, sehen wir das Eine. Und im Einen erkennen wir das Nichts und im Nichts das Nicht-Wissen. Dann wissen wir: Wir sind zuhause.

(Melanie Lanner, 2016)

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