Wunsch-Verwirklichung

Hast du Raum geschaffen, dein Ziel gefunden und visualisiert, brauchst du es “nur” noch zu verwirklichen. Hier erfährst du zusammenfassend, wie Wunsch-Verwirklichung gelingt.

Wünsche gehen in Erfüllung – das weiß ich aus Erfahrung. Einfach nur Wünsche ans Universum zu richten und zu warten, dass sie sich von alleine erfüllen, ist jedoch nicht der Weg, wie ich ihn kennen gelernt habe. Das ist nur der Anfang. Zur Wunsch-Verwirklichung braucht es viele Zutaten.

Ballons

Foto: Melanie Lanner

Wunsch-Findung

Die erste ist, den Wunsch wirklich zu kennen. Und damit meine ich nicht „ja, vielleicht möchte ich das“ oder „wenn ich mich schon für etwas entscheiden muss, dann für das…“, sondern einen ganz tiefen Wunsch, ein wirkliches Wollen. Ein Wollen, das tief aus dir selbst herauskommt. (Über die Kraft des Wollens).

Träume, Körperbotschaften und Gefühle wie Sehnsucht, Leidenschaft, Freude und Erfüllung können Hinweise für einen Wunsch sein. Tätigkeiten, bei denen du ganz im Moment aufgehst. Erkenntnisse, die mit einem „aha“ beginnen und aufhören… Ideen, wie du deinen Wünschen begegnen kannst, bietet dir die Seelensprache und eine Übung zur Zielfindung. Auch die ganzheitliche Körperarbeit Berührt! – Mehr als Shiatsu ist ein Zugang zu den in dir schlummernden Wünschen.

Als Einstieg können folgende Fragen dienen:
(Mir hilft es, die Fragen wirklich aufzuschreiben. Sie nur in Gedanken zu beantworten, führt in mir schnell zu einem Gefühl der Überforderung und zu geistiger Verwirrung.)

  • Wenn ich drei Wünsche frei hätte, was würde ich mir wünschen?
  • Will ich diesen Wunsch wirklich?

Für die Wunsch-Verwirklichung ist es gut, wenn der Wunsch so konkret wie möglich ist. Zum Beispiel: Ich wünsche mir einen Praxisraum, in der Größe x, am Ort y und so weiter. Wünschst du dir abstraktere Dinge wie den Weltfrieden oder zu lieben, ist es gut, diese Wünsche runter zu brechen. Dann sind wichtige Fragen: Was kann ich tun, um den Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen? Was kann ich beeinflussen? In diesem Rahmen kannst du einen konkreten Wunsch äußern. Je konkreter, desto leichter umsetzbar. Und wie würde sich eine Verwirklichung des Wunsches konkret in deinem Leben zeigen?

Widerstände und Abwehrmechanismen

Oft wissen wir, was wir uns wünschen, trauen uns aber nicht zu, den Wunsch wirklich zu verwirklichen, manchmal sogar nicht einmal, ihn wirklich zuzulassen und uns von unserem Wunsch erfüllen zu lassen. Vielleicht haben wir schlechte Erfahrungen mit dem Wünschen gemacht. Zum Beispiel sind wir mit unseren Wünschen, die wir an andere Personen gerichtet haben, immer wieder ins Leere gelaufen. Oder wir haben Enttäuschungen erlebt. Jetzt wollen wir uns lieber nichts mehr wünschen, um nicht noch einmal enttäuscht zu werden, denn Enttäuschung tut weh. Oder wir glauben, wir hätten die Erfüllung des Wunsches nicht verdient. Oderoderoder…

Dadurch unterdrücken wir einen Wunsch, bevor er wirklich in uns entstehen und uns ganz erfüllen kann. Wir weichen schon im Vorhinein neuen möglichen Enttäuschungen aus. Unser Wunsch taucht kurz wie ein Lufthauch auf – wir spüren einen kurzen Moment der Freude und Erfüllung – und dann schieben wir ihn schnell wieder weg. Wir lassen uns nicht von unserem Wunsch ergreifen. Dadurch haben wir aber auch nicht die Kraft, Motivation und Energie, ihn zu verwirklichen, weil wir uns von unserer eigenen Lebenskraft abschneiden.

Um unsere Wünsche verwirklichen zu können, müssen wir also auch die Widerstände und Abwehrmechanismen kennen, die unserer Wunsch-Verwirklichung im Weg stehen. Manche Widerstände liegen in uns selbst. Manche Widerstände müssen erst im Außen beseitigt werden. Hierbei können dir folgende Fragen helfen:

  • Welche Erfahrungen habe ich damit zu wünschen? Und was hindert mich daran zu wünschen?
  • Welche Schwierigkeiten könnten sich einstellen, wenn sich mein Wunsch tatsächlich realisieren würde?

In der zweiten Frage begegnen wir vielleicht unseren Ängsten. Ängste legen sich häufig über unsere Wünsche und dadurch über unsere Potentiale. Wollen wir unsere Potentiale entfalten und unsere Wünsche verwirklichen, bleibt uns an dem Punkt nichts anderes übrig, als der Angst zu begegnen und ihr ins Gesicht zu blicken. Nur wenn wir in sie hineingehen, können wir durch sie hindurchgehen.

Wenn wir dem ins Auge blicken, was durch die Wunsch-Verwirklichung in unserem Leben entstehen könnte, stellen wir uns noch einmal die Frage:

  • Will ich diesen Wunsch wirklich?
  • Und wenn ein Preis zu zahlen ist: Bin ich bereit, diesen Preis freiwillig zu zahlen?

Manchmal bedeutet nämlich die Wunsch-Verwirklichung, dass wir wachsen und unsere Komfortzone verlassen müssen. Wir haben keine Ausrede mehr, sondern „müssen“ weitergehen. Manchmal bedeutet es auch, unsere Ideen „an der Realität zu messen“ und eventuell zu scheitern. Vielleicht haben wir Angst, die Kontrolle zu verlieren. Vielleicht haben wir Angst, die Anerkennung von außen, unser Selbstwertgefühl, Geld… zu verlieren. Ja, es ist immer ein Preis zu zahlen… Die Frage ist, ob du bereit bist, ihn für deine Wunsch-Verwirklichung zu zahlen. Wenn nicht, ist das auch in Ordnung. Doch dann hilft auch kein Jammern mehr!

Innere Freiräume schaffen

Manchmal braucht es, wie gesagt, auch erst Veränderungen im Außen, vor allem dann, wenn wir uns von zu vielen Aufgaben und Ideen überfordert fühlen. Dann heißt es, eines nach dem anderen anzugehen und Schritt für Schritt in der Wunsch-Verwirklichung voranzugehen.

Weite

Foto: Isabel Egger

Wir können uns folgende Fragen stellen:

  • Hält mich jetzt noch etwas auf, diesen Wunsch anzugehen? Muss ich davor noch etwas anderes abschließen?
  • Habe ich überhaupt den (zeitlichen, gedanklichen…) Freiraum, den Wunsch zu verwirklichen? Wie kann ich ihn mir schaffen?

Auch hier hilft Ehrlichkeit sich selbst gegenüber… Ehrlichkeit, aber kein Jammern. Und manchmal ein bisschen Geduld.

Manchmal müssen auch konkret Freiräume geschaffen werden, bevor wir uns auf neue Ideen, Projekte und Themen einlassen können (siehe Raumschaffen).

An wen richtet sich der Wunsch?

Bevor wir unseren Wunsch realisieren können, ist es auch noch wichtig zu wissen, an wen sich der Wunsch richtet. Brauchen wir dafür jemand anderen? Oder richtet sich der Wunsch ans Leben, an uns selbst, ans Große Ganze? Wer ist alles an der Wunsch-Verwirklichung beteiligt?

  • Was kann ich tun, damit sich der Wunsch erfüllt?
  • Was können andere tun, damit sich der Wunsch erfüllt?

Unterstützung

Für manche Wünsche brauchen wir zur Verwirklichung die Unterstützung von anderen. Das kann sowohl eine konkrete Unterstützung (z.B. Aufgaben, die abgegeben werden können) als auch mentalen und emotionalen Zuspruch beinhalten. Ich brauche zum Beispiel auf meinem Weg Rückendeckung und das Gefühl, dass das, was ich vorhabe, kein totaler Blödsinn ist. Also:

  • Gibt es jemanden, der/die mich in der Wunschverwirklichung unterstützen kann? (FreundInnen, Familie, professionelle Begleitung)

Offen sein und Empfangen

Wenn wir unsere Wünsche konkretisiert und die Rahmenbedingungen zur Wunsch-Verwirklichung geschaffen haben, halten wir Augen und Ohren für alle Möglichkeiten offen, die das Leben uns schenken mag. Das ist keine passive Abwarte-Haltung – im Gegenteil. Wie ein Falke kreisen wir in der Luft – leicht schwebend, von den Lüften getragen – und warten auf die „Beute“. – Und dann schlagen wir blitzschnell zu. Zumindest ist das mein Bild. Was ist deines?

Wenn uns das Leben eine Möglichkeit anbietet, hilft nur noch eines:

TUN! Raus aus der Komfortzone – rein ins Leben!

Manchmal braucht es hierfür konkrete Handlungen von uns, zum Beispiel Praxisraum-Angebote zu durchsuchen, mit Menschen zu sprechen, Spaziergänge im ausgewählten Viertel zu machen, um leerstehende Lokale kennenzulernen, Besichtigung von möglichen Räumen, Telefonate und so weiter…

Besonders wenn das Handeln mit Angst verbunden ist, ist jetzt die Zeit, wirklich ins Handeln umzugehen. Gerade wegen der Angst, durch die Angst hindurch… Angst ist nämlich wie eine Membran. Einmal durch diese Schicht der Angst hindurch, kommen wir auf die andere Seite… Eine Seite ohne Angst, eine Seite voller Lebendigkeit, Freude und neuen Möglichkeiten.

Also: Wünsch dir was!
Und lasse deine Wünsche Wirklichkeit werden!

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