Willkommen auf meinem Blog zu Shiatsu, ganzheitlicher Gesundheit und Selbsterfahrung!

Melanie Lanner Willkommen

Shiatsu, ganzheitliche Gesundheit und Selbsterfahrung sind die Themen, die die letzten Jahre – eigentlich ist es schon mehr als ein Jahrzehnt – mein privates und berufliches Leben wie ein roter Faden durchziehen. Es ist mir ein großes Anliegen, die Erfahrungen, die ich machen durfte, mit dir zu teilen. Außerdem stelle ich dir Wege vor, die sich für mich auf meinem persönlichen Weg und in der Begleitung von Menschen als Shiatsu-Praktikerin als hilfreich erwiesen haben. Mit ganz viel Übungen für dich zuhause!

Der Blog zur Selbsterfahrung und Selbstheilung mit ganz vielen Übungen

“THERE IS A CRACK IN EVERYTHING. THAT’S HOW THE LIGHT GETS IN.” (LEONARD COHEN)

Heilung geht über uns selbst hinaus

Deshalb findest du auf meinem Blog auch gesellschaftskritische Essays und Hinweise zu einem kollektiven Blick auf Heilung. Was braucht (kollektiv) Heilung? Wie kannst du zur Heilung der Welt beitragen? Und was ist überhaupt Heilung in diesem großen Maßstab? 

Hier auf meinem Blog findest du also:

… mit ganz vielen Übungen und Tipps für dich zuhause.

 

Du findest alle Artikel chronologisch auf meinem Blog. Außerdem habe ich die wichtigsten Artikel thematisch in Unterkategorien sortiert. So kannst du die Themen, die dich besonders interessieren, leichter finden.

Ich wünsche dir viele heilsame Erkenntnisse beim Lesen und mit den Übungen!

 

Und hier findest du mein Angebot, dich auf diesem Weg zu begleiten.

Ich freue mich, wenn du dich bei mir meldest, um einen Termin zu vereinbaren,
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der mir schreibst, was du bei deinen Übungen für dich erfahren hast.

Melanie LannerWillkommen auf meinem Blog zu Shiatsu, ganzheitlicher Gesundheit und Selbsterfahrung!

Was ist Heilung in einer kranken Welt?

Melanie Lanner Shiatsu

Mein Artikel ist im Shiatsu-Journal veröffentlicht worden.

Shiatsu-Journal Heilung Shiatsu

Hier kannst du den gesamten Artikel direkt lesen:

Was ist Heilung in einer kranken Welt?

Im Shiatsu heilen wir zwar nicht im herkömmlichen medizinischen Sinn. Dennoch ist Shiatsu im weiten Sinn betrachtet eine Heilkunst. Doch was ist Heilung? Und was bedeutet individuelle Heilung in einer kranken Welt?

Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Also ist auch Heilen – das Begleiten des Heilungsweges wie zum Beispiel im Shiatsu– mehr als Symptombekämpfung. Natürlich geht es in einem ersten Schritt um Symptomlinderung. Durch effektive Shiatsu-Behandlungen und manchmal auch gerade dadurch, dass die Beschwerden in einen größeren (Sinn-)Zusammenhang gestellt werden können. Denn dann können sie angenommen werden – als Ruf, etwas in sich und im eigenen Leben zu verändern.

Manchmal ist nämlich gerade eine Krankheit oder ein Symptom ein Tor zu mehr Gesundheit und in einem umfassenden Sinn zu mehr Heilung. Heilung im Sinne von Ganzwerdung. Heilung im Sinne von Selbsterkenntnis und Bewusstwerdung. Die Krankheit wird zum Aufruf, den eigenen Heilungsweg zu wagen.

Selbsterkenntnis und Bewusstheit führen zu mehr innerem und äußerem Freiraum

Auf diesem Weg der Ganz- und Bewusstwerdung finden wir mehr innere und äußere Freiräume. Denn erst durch Bewusstwerdung habe ich die Wahl, wie ich mich gegenüber äußeren und inneren Gegebenheiten einstelle und wie ich mich bestimmten Situationen gegenüber einstelle.

Dieser Freiraum ermöglicht also Wahlmöglichkeiten – bei Entscheidungen und dabei, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalte. Auch im Umgang mit inneren Impulsen (sogenannten Trieben, Komplexen, Archetypen und Begierden) entsteht durch Bewusstwerdung ein innerer Freiraum. Dann bin ich von diesen psychischen Impulsen nicht unbewusst getrieben, sondern kann zu ihnen Stellung beziehen. Ich kann bewusst entscheiden, welchen Impulsen ich (wie) folge und welchen nicht. Heilung bedeutet dann mehr inneren und äußeren Freiraum und mehr Gestaltungsfähigkeit in unserem Leben.

Heilung geht auch über uns selbst hinaus

Durch diesen inneren Freiraum wird es außerdem möglich, unseren eigenen Ich-Standpunkt bewusst zu machen und ihn so zu überwachsen. Dann wird es möglich, den Standpunkt anderer Menschen einzunehmen, Mitgefühl zu entwickeln und sich um andere und um das Allgemeinwohl zu kümmern. Weiter gedacht, ist Heilung also etwas, das unser Ich überschreitet. Denn wirkliche Heilung ist gerade das Aufweichen des eigenen starren Ich-Standpunkts. Als Ich-Standpunkt bezeichne ich einen (inneren) Ort, von dem wir die Welt, unsere Beziehungen, ja alles um uns herum und auch uns selbst aus betrachten.

Mein enger Ich-Standpunkt, der nur meine eigene Perspektive sieht, kann sich durch unseren Heilungsweg weiten. Denn je mehr Heilung ich erfahre, desto weniger muss ich auf meinem statten Ich-Standpunkt verharren. Ja, desto flexibler werde ich in meinem Fühlen, Denken und Handeln. Wenn ich meinen Ich-Standpunkt nicht aus Angst oder Verletzung verteidigen muss, werde ich beweglicher. Ich kann mich flexibler auf die jeweilige Situation einlassen und mich ihr angemessen verhalten. Wenn ich meinen Ich-Standpunkt durch mehr innere Weite nicht zwanghaft verteidigen muss, kann ich mich auch empathisch in andere einfühlen und deren Standpunkt verstehend einnehmen.

Auch Beziehungen können dadurch tiefgehende Heilung erfahren. Und wir sind bereit, andere auf ihrem Heilungsweg zu begleiten.

Befreiung vom eigenen Ich-Standpunkt

Manchmal erfahren wir sogar Momente der Befreiung von unserem Ich-Standpunkt. Dann können wir noch etwas tiefer blickend erkennen, dass es so etwas wie ein getrenntes Ich gar nicht gibt.

Denn je tiefer wir uns selbst erkennen, desto klarer wird, dass es kein vereinzeltes Ich gibt. Was es gibt, ist Verbundensein. Und im Erkennen der Verbundenheit liegt gleichzeitig die tiefste Heilung

Sprechen wir von Shiatsu als Heilkunst, geht Shiatsu also sowohl über Symptomlinderung als auch über die individuelle Person hinaus. An diesem Punkt des Heilungsweges bedeutet Heilung das Eintauchen in eine tiefere Realität als unser Alltagsbewusstsein. In die Realität des Verbundenseins. Denn Verbundenheit ist die Realität, Trennung eine (kollektive) Illusion.

Was bedeutet Heilung in einer kranken Welt?

Wird uns die Verbundenheit als Realität bewusst, stellt sich die Frage nach Heilung noch einmal neu: Was bedeutet individuelle Heilung in einer kranken Welt? Was bedeutet Heilung in einer Welt der Klimakatastrophe? Was heißt individuelle Heilung in einer Welt der globalen ökologischen und sozialen Krise? Wird uns die Verbundenheit als Realität bewusst, dann müssen wir aufwachen und erkennen, dass es keine individuelle Heilung gibt und geben kann.

Unsere Heilkunst kann dann nicht bei einer individuellen Person aufhören. Ja, es geht beim Heilen nicht um das Heilen dieser einen Person. Es geht um die Heilung der Welt.

Wir sind aufgerufen, Heilung von unserer Praxis auch hinaus in die Welt zu tragen!

Trennung ist die Ursache allen Leidens

Heil bedeutet „ganz, vollkommen, vollständig“. Und Heilen heißt, etwas zu verbinden und ganz zu machen. Verbundenheit bedeutet Leben und Trennung Tod. Dort, wo wir verbunden sind, fließt die Energie, ist Leben – im individuellen wie im kollektiven Leben. Die Körperbereiche, die wir von uns abtrennen und deren Themen wir abspalten, sind die, die Schmerzen oder andere Beschwerden verursachen. So ist es auch im kollektiven Leben: Dort, wo die (sozialen) Trennlinien verlaufen, entsteht Leid.

Denn Trennung ist das, was Leiden schafft – kollektiv ebenso wie individuell. Trennung entlang von sozialen Gruppierungen, ausschließenden Gruppenidentitäten und nationalstaatlichen Grenzen. Rassismus, Sexismus und alle anderen Formen von Diskriminierung machen krank. Uns als Betroffene und uns als Gesellschaft. Dass Menschen um ihre bloße Existenz bangen müssen, dass sie Krieg und Gewalt ausgesetzt sind, macht krank. Betroffenen ebenso wie uns als Kollektiv. Mauern, die wir im Inneren und Äußeren gegenüber „den Fremden“ errichten, machen krank. Geflüchtete Menschen und andere soziale AußenseiterInnen ebenso wie unsere Gesellschaft. An dieser Trennung zwischen „Wir“ und „den Anderen“ krankt auch unsere Gesellschaft.

Die Ausbeutung der Natur, der Verlust der Artenvielfalt, der Klimawandel machen krank. Sie zerstören auch unsere eigene Lebensgrundlage. Doch gerade dadurch wird auch deutlich: Alles ist miteinander verbunden. Nichts ist getrennt. Trennung bedeutet Tod, Verbundenheit Heilung.

Unsere Welt ist krank. Und sie braucht Heilung.

Um die Welt zu heilen, braucht es konkrete Taten. Es braucht Menschen, die biologische Landwirtschaft betreiben und die biologisch angebaute Lebensmittel kaufen. Es braucht Menschen, die Bäume pflanzen, Solarenergie nutzen und Humus aufbauen. Zur Heilung der Welt braucht es auch Menschen, die auf die Straße gehen und für eine gerechtere Klimapolitik und gegen den Sozialabbau protestieren. Es braucht Menschen in politischen Entscheidungspositionen, die sich für erneuerbare Energien starkmachen und eine Energiewende herbeiführen. Es braucht politische Entscheidungen, die Flächenversiegelung stoppen, Patente auf Leben verbieten und zur globalen Gerechtigkeit beitragen. Und es braucht all diese konkreten Taten – und noch viele mehr.

Machen auch wir uns dran – mit all unseren Fähigkeiten und Gaben –, die Erde zu unterstützen, sich selbst zu heilen. Bringen wir Heilung auch außerhalb unserer Praxisräume.

Wirken wir in unseren Beziehungen und in all den sozialen Bezügen, in denen wir uns sowieso bewegen (u.a. in unserer Praxisgemeinschaft, in Arbeitsteams, in unserem sozialen Engagement, im Elternbeirat), als Menschen, die Trennung überwinden und Verbindungen schaffen. Verbinden wir in uns bisher getrennte gesellschaftliche Bereiche. Verbinden wir Wissenschaft mit Spiritualität, Wirtschaft mit Heiligung der Natur, Politik mit Selbstentfaltung. Wirken wir aus einem Menschenbild der Verbundenheit. In allem, was wir tun. Darin liegt Heilung.

Über die Autorin:

Melanie Lanner, Diplom-Soziologin und Master in Gender Studies, arbeitet seit 2012 als Shiatsu-Praktikerin und Tanzpädagogin in freier Praxis in Graz. Sie ist Autorin des Buchs Hin zu Fuß, zurück auf Adlerschwingen – „Der Herr der Ringe“ als heldenhafte Selbsterfahrung, das 2018 im Verlag opus magnum erschienen ist, sowie mehrerer Zeitschriftenartikel zu vielfältigen Themen. Besonders interessiert sie sich für die Zusammenhänge von individueller Heilung und der Heilung der Welt.

Melanie LannerWas ist Heilung in einer kranken Welt?

Das Feuer-Element

Melanie Lanner Shiatsu

Gestern habe ich die erste Marillenmarmelade dieses Jahr eingekocht. Und heute früh haben meine Tochter und ich sie schon verkostet… oh, so guuuut! Es ist also wirklich Sommer! Was schmeckt für dich so richtig nach Sommer? Wie riecht er für dich? Wie spürst du den Sommer, wie hört er sich an? Ach, ich liebe den Sommer. Da bin ich in meinem Element: Dem Feuer-Element. (Mehr zum Feuer-Element und zu Shiatsu im Sommer findest du hier.)

Feuer-Element TCM depressiv

Jeder Mensch trägt alle Fünf Elemente in sich. Doch nicht in der gleichen Zusammensetzung. Das wird in der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) Konstitution genannt. Die Lebenskunst, wie die TCM sie versteht, besteht darin, der eigenen Konstitution entsprechend zu leben. Ist in dir wie in mir zum Beispiel das Feuer-Element sehr stark, brauchst du lebendige Beziehungen zu Menschen, etwas, das dich begeistert und Wege, deine Herzensfreude zu verschenken. Nur so kannst du dich erfüllen und dich erfüllt fühlen.

Doch Feuer gerät auch leicht außer Rand und Band, wenn wir nicht wissen, mit ihm umzugehen. Dann leiden wir zum Beispiel unter Unruhezuständen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Im schlimmsten Fall können wir ausbrennen – ein Ausdruck davon ist das in unserer Zeit rasant zunehmende Burnout-Syndrom. Doch zu wenig Feuer kann auch zu depressiven Verstimmungen und Erschöpfungszuständen führen. Wie immer gilt also in der TCM – und beim Feuer-Element noch mehr als bei den anderen Elementen –, für ein Gleichgewicht zu sorgen.

Umgang mit dem Feuer-Element

Bei einer starken Feuer-Konstitution ist es zum Beispiel wichtig, für ausreichend Ruhe und Regeneration zu sorgen. Etwas, das zum Wasser-Element gehört (siehe Shiatsu im Winter). Wasser kann Feuer bekanntlich löschen – und so kann die Stärkung des Wasser-Elements bei einer starken Feuer-Konstitution für Ausgleich sorgen.

Feuer brennt nicht ohne Brennstoff. Deshalb ist es wichtig, für diesen zu sorgen, z.B. in Form von nährendem Essen und geistiger Nahrung. Feuer will sich in alle Richtungen verteilen. Um selbst nicht zerrissen und zwischen all den verschiedenen Projekten aufgerieben zu werden, ist es daher wichtig, dem Feuer Grenzen zu setzen. Denn wir wollen keinen Flächenbrand, sondern gezielte inspirierte Aktionen. Dafür braucht es die Kraft des Metallelements, das für Struktur und Grenzen sorgt (siehe Shiatsu im Herbst). Im Zusammenspiel aller Elemente können wir langfristig glühen und unsere Wärme verschenken, ohne einer Stichflamme gleich hell emporzulodern und schnell zu vergehen.

Es braucht ein Zusammenspiel aller Elemente, um ein ausgewogenes und damit gesundes und erfülltes Leben zu führen. Und es braucht den Einsatz, das Ausleben unserer Stärken, das Entfalten unseres Potentials. Im Feuer-Element ist die zugehörige Meridian-Energie-Organ-Qualität die des Herzens (und seiner drei BeschützerInnen). Mehr…

Feuer ist ein wunderbares Element, wenn wir wissen, mit ihm umzugehen – bedacht, aber ohne es zu unterdrücken, in Ausgewogenheit mit all den anderen Lebensaspekten Erde, Metall, Wasser und Holz.

Neugierig? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin für eine Shiatsu-Behandlung vereinbarst.

Melanie LannerDas Feuer-Element

Erleuchtung ist Verliebtsein ins Leben

Melanie Lanner Shiatsu

„Verliebtsein hat viel mit Erleuchtung zu tun.
Es ist eine Art Ekstase, in der Sie sich öffnen und mit anderen verbinden.
Verliebte genießen das Leben.
Sie sehen nicht nur die Vorzüge des oder der Angebeteten,
sondern auch die Vorzüge ihrer Umwelt.
Sie hören Vögel zwitschern, sehen das Schilf, das sich im Wind wiegt,
freuen sich über knospende Blüten
und mögen plötzlich sogar ihre brummige Nachbarin.
Sie lassen anderen im Straßenverkehrt großzügig die Vorfahrt,
eilen als Erste zu Hilfe, wenn ein Kind vom Fahrrad fällt,
und es stört sie nicht im Geringsten, dass der Mensch,
der all diese wundervollen Gefühle ausgelöst hat,
langsam kahl wird oder aus dem Mund riecht.
Fast jeder Mensch war einmal verliebt; darum wissen Sie genau, wovon ich rede.
Hätte ich Ihnen etwas über Erleuchtung erzählt,
könnten Sie ‚Das kapiere ich nicht!‘ rufen.
Aber wenn Sie sich noch vage daran erinnern, wie Sie sich fühlten,
als Sie zum letzten Mal verliebt waren, ist Ihnen völlig klar, worauf ich hinaus will.“
(Ton van Gelder)

verliebt Erleuchtung

Verbunden mit unserem Feuer spüren wir die Verbundenheit mit allem, was ist. Wir können uns als integralen Teil des Großen Ganzen fühlen. Genauso wie wenn wir verliebt sind.

Wir können es auch so formulieren: Erleuchtung ist Verliebtsein ins Leben, in die Welt, ins Sein…

Melanie LannerErleuchtung ist Verliebtsein ins Leben

Shiatsu im Sommer

Melanie Lanner Shiatsu

Langsam werden die Kirschen in unserem Garten reif. Und obwohl es dieses Jahr in Graz erstaunlich windig und dadurch kühler ist, ist es jetzt einfach nicht mehr zu übersehen: Es wird Sommer. In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) wird der Sommer dem Element „Feuer“ zugeordnet. Feuer, das wärmend und lebenspendend ist, wie der Sommer und die Sonne.

TCM Sommer Feuer

Feuer ist ambivalent wie die Hitze im Sommer: Zum Einen brauchen wir die Wärme – physisch und auch im übertragenen Sinn. Denn niemand kann ohne die Herzenswärme von Mitmenschen und ohne die belebende Kraft des eigenen Herzensfeuers leben.

Zum Anderen ist das Feuer eine zerstörerische Kraft, die alles niederbrennt, wenn wir nicht wissen, mit ihr umzugehen. Mehr…

Melanie LannerShiatsu im Sommer

Wir sind Natur

Melanie Lanner Shiatsu

„Shiatsu ist keine Methode, sondern ein Weg.
Sein Ursprung ist der Ursprung des Lebens.
Sein Wirken das Wirken der Natur.
Seine Lehre ist die Lehre vom Spiel der Lebenskräfte.“
(Achim Schrievers)

Für mich war es in der Corona-Zeit und all ihrer Verunsicherung immer wieder heilsam und stabilisierend zu sehen und zu spüren, dass die Natur ihren Gang geht – ungeachtet von all dem, was uns Menschen in dieser Zeit beschäftigt hat. Ja, in manchen Fällen hat die Natur sogar von den Corona-Maßnahmen profitiert: weniger Abgase und weniger Umweltverschmutzung generell, sodass es sogar messbar weniger CO2-Ausstoß gab, die Luftverschmutzung prinzipiell zurückgegangen ist und die Fische in den Canal Grande zurückgekehrt sind.

Natur Eingebundensein

Da gibt es also etwas, das größer ist als wir Menschen. Etwas, von dem wir Teil sind. Etwas, das auch wir sind: Natur. Dies zu erinnern und dem auch in der Medizin Rechnung zu tragen, hat sich die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) zur Aufgabe gemacht. Und das finde ich wunderschön!

Melanie LannerWir sind Natur

Der Freude folgen

Melanie Lanner Selbstbegegnung

In dem Wissen um das Eingebundensein liegt tiefe Freude, tiefes Vertrauen und Dankbarkeit. Freude, die Emotion des Feuer-Elements, sorgt für den Fluss der Energien in unserem Körper. Folgen wir der Freude, schließen wir uns dem Lebensfluss an.

Freude Lebensfluss

Stelle doch einmal bei einer (wichtigen) Entscheidung die Frage nach der Freude. Was macht dir Freude? Stelle deine analytisch-rationalen Betrachtungen eine Zeitlang zur Seite und frage dich: Was macht mir mehr Freude, wenn ich den Weg nach links oder nach rechts wähle? Worin liegt wirklich Freude?

„Indem man seiner Freude folgt, bringt man sich gewissermaßen auf eine Spur,
die immer schon da war und auf einen wartete,
und das Leben, dass man führen sollte,
ist genau das Leben, das man führt.“
(Joseph Campbell)

Freude meint nicht (permanenten) Spaß, Freude meint einen tiefen Lebensinn. Also: Was würde die Freude wählen?

(Mehr zur Freude findest du hier…)

Melanie LannerDer Freude folgen

Schutz-Maßnahmen für meine Shiatsu-Praxis

Melanie Lanner Shiatsu

Meine Shiatsu-Praxis darf ab 01.05.2020 laut der COVID-19-Lockerungsverordnung der Bundesregierung wieder öffnen.

Zusätzlich zu den sowieso hohen Hygienestandards im Shiatsu müssen in meiner Praxis zur Eindämmung von Covid-19/Corona folgende zusätzlichen Schutz-Maßnahmen eingehalten werden:

  • Bitte trage schon beim Hereinkommen in die Praxis und auch in der Shiatsu-Behandlung einen Mund-Nasen-Schutz (ich trage natürlich ebenso einen).
  • Wasche oder desinfiziere dir bitte beim Hereinkommen zuerst die Hände.
  • Und halte bitte im Wartebereich, sollte noch jemand anderes dort sein, mindestens einen Meter Abstand.

Darüber hinaus sorge ich für regelmäßige Desinfektion und Durchlüftung der Räumlichkeiten. Ich achte auf den 1-Meter-Abstand im Vor- und Nachgespräch. Außerdem lege ich die Termine so, dass zwischen den Terminen eine Pause ist, sodass es zu möglichst wenigen Begegnungen zwischen KlientInnen kommt.

!! Bei Krankheitssymptomen, insbesondere Fieber, Husten und Atemnot, Geschmacks- und Geruchsstörungen, darfst du die Praxis nicht betreten! Sage deinen Termin, solltest du krank werden, bitte auch sofort ab. !!

Hast du Fragen zu den Maßnahmen und den hygienischen Bedingungen für eine Shiatsu-Behandlung, bitte melde dich telefonisch oder per E-Mail bei mir.

Genauere Informationen der Wirtschaftskammer inklusive des zugrunde liegenden Gesetzesblattes findest du hier.

Melanie LannerSchutz-Maßnahmen für meine Shiatsu-Praxis

Wiedereröffnung ab 1. Mai

Melanie Lanner Shiatsu

Jetzt darf ich doch früher als geplant wieder arbeiten: Ab 1.5. darf ich offiziell meine Shiatsu-Praxis wieder öffnen. Noch ist unklar, unter welchen Schutzmaßnahmen. Doch das Datum steht fest. Und obwohl es in gewisser Weise eine „Rückkehr ins Alte und Gewohnte“ für mich ist, will ich doch diese Zwischen-Zeit nutzen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen und die Zeit der Corona-Maßnahmen und meiner beruflichen Einschränkungen zu reflektieren.

Ein großes Danke!

Werfe ich noch einen Blick zurück auf die Zeit der Corona-Maßnahmen, kommen mir vor allem zwei Dinge sofort in den Blick. Wie dankbar ich bin, in einer Wohnung mit prächtigem Garten zu leben. Mit großartigen Freundinnen und Freunden, die ich zwar in der Zeit natürlich nicht gesehen habe. Trotzdem standen und stehen wir im regen Austausch miteinander – und uns gegenseitig bei. Und dass ich die besten KlientInnen der Welt habe, war vorher auch schon klar und hat sich jetzt einmal mehr bestätigt 🙂 DANKE für all eure lieben Worte und Hilfsangebote!

Ich bin außerdem unendlich dankbar in einem europäischen Land mit funktionierendem Sozialstaat und öffentlichen Gesundheitssystem zu leben. Man kann ja sagen und bemängeln, was man will (und vieles hat natürlich auch Berechtigung). Doch sind wir alle kollektiv unglaublich gesegnet, überhaupt ein soziales gesellschaftliches Netz zu haben, das uns in einer Krise (mehr oder weniger) auffängt. Anders in Indien, in vielen Ländern des südlichen Afrikas, ja auch in den „westlichen“ USA. Dort geht es oftmals ums nackte Überleben. DANKE also für diesen (Geburts-)Segen!

Dankbarkeit

Corona schenkt Klarheit

Dankbarkeit ist das Eine. Das Andere, was Corona bringt, ist Klarheit. Klarheit in meinem individuellen Leben: was funktioniert und was nicht, was trägt (auch in einer Krise) und was nicht, was ist wesentlich und was nicht.

Und auch gesellschaftlich rücken Themen in den Fokus, die zwar nicht neu sind, aber meistens doch nur unter der Oberfläche vor sich hin gären: Das starke Lohn- und Vermögensgefälle, die Niedriglohnsparten speziell die der „HeldInnen des Alltags“, die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf (speziell für Frauen), die Gewalt in den Familien, die Not, die es in Österreich trotz des großen Wohlstands gibt, z.B. von Obdachlosen oder von Kindern aus armutsgefährdeten Familien, die keinen Zugang zu Computern und/oder Internet haben, um überhaupt Zugang zum Distant Learning zu haben.

Sichtbarwerden als Chance

In diesem Sichtbarwerden sehe ich eine Chance – im individuellen und im kollektiven Leben. Denn Bewusstwerdung ist der erste Schritt. Es ist die Basis für Hoffnung auf Veränderung. Keine passive Hoffnung, dass sich alleine dadurch, dass die Corona-Krise ist, etwas verändert. Und schon gar nicht zum Besseren. Sondern eine Hoffnung, die gerade in der Sichtbarwerdung gründet. Denn zurzeit können wir nicht mehr so gut wegschauen. Daraus lässt sich eine aktive Hoffnung bauen: Hoffnung durch Handeln, wie es Joanna Macy nennt. Eine Hoffnung, die darauf beruht, dass wir eine neue Welt mitgestalten: eine gerechtere, gleichere, freiere Welt als jetzt. Für uns persönlich und kollektiv.

Wie erlebst du die Zeit der Corona-Maßnahmen?
Was hast du für dich aus der Corona-Krise gelernt?
Was ist dir klarer geworden?

Ich freue mich schon auf dich! Zur Terminvereinbarung…

Melanie LannerWiedereröffnung ab 1. Mai

Tyrannei der Intimität

Melanie Lanner Gesellschaft

Schon einen Tag, nachdem mein Mann wieder mit dem Arbeiten begonnen hat, fühle ich mich in die Tyrannei der Intimität versetzt. Und ich erinnere mich an das Buch von Richard Sennett mit dem gleichnamigen Titel, das ich letztes Jahr gelesen habe. Etwas, das nach Corona-Krise und der Einschränkung des öffentlichen Lebens klingt, liegt viel tiefer in unserer Geschichte begründet: im Verlust des Öffentlichen. Und diesem Verlust und der damit verbundenen Tyrannei der Intimität geht Sennett schon 1977 auf die Spur. Was ist Öffentlichkeit und wie hat sie sich historisch entwickelt, sind für ihn die Leitfragen in seinem Buch.

Was ist Öffentlichkeit

Öffentlichkeit als Begegnungsraum mit „dem Fremden“

Der öffentliche Raum wurde bei den Römern res publica genannt. Ein Raum, der durch Beziehungen und wechselseitige Verpflichtungen zwischen Menschen bestimmt war, die nicht durch familiäre oder andere persönliche Bande miteinander verknüpft waren. Vielmehr war dieser öffentliche Raum auch der Raum, „den Fremden“ zu begegnen und mit ihnen im Austausch zu stehen. Die Öffentlichkeit bezeichnet also das, was ein Gemeinwesen verbindet – manchmal auch „Masse“ oder „Volk“ genannt –, im Unterschied zu Familien- und Freundschaftsbeziehungen.

Seit dem Tod von Augustus erleben die Römer das öffentliche Leben jedoch nur noch als lästige, formale Pflicht. Es zieht sie kollektiv nach innen – und damit auch ins Christentum und dessen religiöse Verinnerlichung. Der Umgang mit „den Fremden“, der Fremde selbst wird als bedrohlich erlebt. Dadurch verliert die res publica mehr und mehr an Bedeutung. Das Christentum fördert diese Hinwendung nach innen – in der Suche nach dem eigenen Seelenheil.

Öffentlicher Raum in der Aufklärung

So entwickelt sich dann auch erst im 18. Jahrhundert wieder ein öffentlicher Raum, der die Begegnung unter Fremden möglich macht. Zu dieser Zeit wachsen die Städte durch Zuwanderung vom Land, und es entstehen neue Räume des öffentlichen Lebens. Es ist die Zeit der Kaffeehäuser, der öffentlichen Parks sowie der Theater- und Opernhäuser. Um mit Fremden im öffentlichen Raum angemessen umgehen zu können, deren familiären Stand man nicht mehr nachvollziehen konnte, und eine soziale Ordnung in der städtischen Situation herzustellen, haben sich neue Kleidungs- und Sprachvorschriften gebildet. Diese haben auch den öffentlichen Raum so strukturiert, dass eine Begegnung zwischen Unbekannten möglich, ja als lustvoll erlebt wurde. Ein anschauliches Bild für diese Zeit liefert zum Beispiel Jane Austen in ihren Romanen. Mehr…

Melanie LannerTyrannei der Intimität