Der Lebensfluss und unsere Träume

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Wenn alles stetig fließt, gibt es nichts, was wir festhalten oder auch nur festschreiben können, also auch weder eine konstante, unveränderliche Identität noch einen unwandelbaren, gleichbleibenden Körper. Wollen wir dem Lebensfluss folgen und dadurch unser Leid (auf welcher Ebene auch immer) lindern*, heißt dies ebenfalls, mit den Wandlungen des Lebens mitzugehen und uns nicht dagegen zu wehren, indem wir zum Beispiel krampfhaft versuchen, alles unter Kontrolle – heißt auch alles beim Alten zu belassen – zu halten. Dies meint im Kern auch Wu wei, die Lebenskunst des Dao, mit der ich mich im letzten Blogartikel beschäftigt habe.

Mystik

Foto: Hartwig HKD (CC BY-ND 2.0)

Eine Möglichkeit herauszufinden, wohin der Lebensfluss fließen will, sind unsere Träume – insbesondere das letzte Traumbild, das kurz vor dem Aufwachen (meist etwas vage und diffus) aufflackert. Während der gesamte Traum das zugrundeliegende Thema in symbolischer Weise darstellt, beschäftigt sich das letzte Traumbild damit, wohin sich unsere Lebensenergie als nächstes wenden will. Es ist also spannend, im Besonderen auf dieses Traumbild zu achten und es als bildhaften Wegweiser zu wählen. Probiere es doch einfach einmal aus!

Du kannst das Traumbild auch gerne in deine nächste Shiatsu-Behandlung mitbringen. Dann können wir es im Körper erfahren und verankern! Neugierig? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin vereinbarst!

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(*) Die Ursache von Leid wird im Daoismus und im Zen-Buddhismus im Widerstand gegen die Wirklichkeit, also gegen das, was ist, gesehen.

Melanie LannerDer Lebensfluss und unsere Träume