Erdung

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Um in meinem tiefgehenden Loslass- und Reinigungsprozess nicht den Boden zu verlieren, brauche ich Erdung. Erdung heißt Verwurzelung. 

Foto: HAPE_GERA (CC BY 2.0)

Foto: HAPE_GERA (CC BY 2.0)

Ich stelle dir hier eine Erdungsübung vor, die ich aus dem Buch “Die zwölf wilden Schwäne” von Starhawk und Valentine (2001) übernommen und zu meiner regelmäßigen Praxis gemacht habe.

Melanie LannerErdung

Tue deiner Leber Gutes!

Melanie Lanner Shiatsu

Reinigung ist auch ein körperlicher Prozess. Viele Organe übernehmen die Rolle der Reinigung in unserem Körper, was deren zentrale Rolle aufzeigt. Eine wichtige reinigende Funktion übernimmt die Leber – und das nicht nur für Alkohol. Die Leber gehört im Shiatsu zum Element „Holz“, das Element des Frühlings. Willst du also jetzt noch schnell am Ende des Frühlings deine Leber unterstützen, findest du hier Ideen und konkrete Vorschläge.

Die Leber meint im Shiatsu (wie alle „Organe“ und Meridiane) nicht nur ihre organische und körperliche Funktion. Vielmehr stehen die Organe in einem Zusammenhang mit Emotionen, physischen, mentalen und seelischen Themen. Willst du mehr über die Leber, das Element „Holz“ und Shiatsu im Frühling wissen, schaue hier.

Gemuese

Die Leber braucht vor allem Bewegung. Die Leberenergie ist eine aktive Kraft, ja eigentlich schon aggressiv (im positiven Sinne). Stelle dir vor, wie ein Samen durch die Erde stößt. Dies ist in etwa die Energie der Leber in unserem Körper: Aggression im Sinne von aktivem Tätigsein. Sie ist dafür zuständig, Entscheidungen zu treffen und Ideen umzusetzen. Jede Form von Bewegung, die dir Freude macht, bringt die Leberenergie zum Fließen.

Leberenergie ist kreative Energie, etwas will sich ausdrücken und durch dich verwirklichen. Jede kreativ-künstlerische Tätigkeit erfüllt deine Leber mit Freude.

Um die Leber in ihrer reinigenden Funktion zu unterstützen, helfen saure Nahrungsmittel (der Geschmacksinn des Frühlings, wenn die meisten Früchte noch nicht ganz reif sind).

Ich habe darüber hinaus sehr gute Erfahrungen mit Löwenzahn gemacht, das sich sogar in der Stadt an jeder Ecke findet. Am besten du erkundigst dich deswegen bei einem Arzt/einer Ärztin oder in der Apotheke.

Grünes Gemüse ist ebenfalls eine Leidenschaft der Leber. Der hohe Anteil an Chlorophyll hilft deinem Körper bei der Entgiftung und der Verdauung. Außerdem wirkt es blutreinigend. Am Markt gibt es Pflücksalat, Rucola, Brokkoli, Spinat, grünen Kohl, grünen Spargel, Gurken sowie in der Natur zum Selbstsammeln u.a. den jungen schmackhaften Löwenzahn, Sauerampfer und Brennnessel – also genug grünes Gemüse für ein köstliches, leberstärkendes Essen.

Die Farbe Grün wird überhaupt der Leber zugeordnet. Ich mache gerne einen Spaziergang im Grünen, bewundere das Wachsen der Natur, die stetige Veränderung, esse hin und wieder ein paar Wildkräuter und baue aus Naturmaterialien kleine Kunstwerke. Das ist meine Art, meiner Leber eine Freude zu machen.

Und: Hast du auch Lust bekommen, deiner Leber etwas Gutes zu tun?!?
Gesund zu leben, kann nämlich auch Spaß machen 🙂

Melanie LannerTue deiner Leber Gutes!

Was hat Putzen mit einem symbolischen Leben zu tun?

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Nachdem ich im vorletzten Blogeintrag erzählt habe, dass ich mit dem Loslassen auf vielen Ebenen beschäftigt bin, bin ich jetzt in die Reinigungsphase übergegangen. Ich habe das Gefühl als würde ich das Nest für das Neue vorbereiten. Und dazu gehört für mich, alles sauber und ordentlich zu machen. Plötzlich stören mich „Putz-Baustellen“ in unserer Wohnung, die mir die letzten Monate nicht einmal aufgefallen sind. Gerade habe ich unsere Glas-Küchentür geputzt. Und mit dem Reinigen und der gewonnenen Durchsicht habe ich auch inneren Durchblick gewonnen: Mir ist „ganz von alleine“ eine Lösung für ein Thema eingefallen, das mich die letzten Tage beschäftigt hat, ohne dass ich mit meinen Überlegungen weitergekommen bin.

Ich finde es immer spannend, wie Innen und Außen zusammengehören und Teil derselben Medaille sind. In der Analytischen Psychologie nach C. G. Jung wird das Leben in einem größeren Zusammenhang als ausschließlich der materiell-greifbaren Welt und all dessen gesehen, was mit unserem Verstand zu erfassen ist. Symbolen wird eine zentrale Rolle in unserem Leben und in unserem Erleben von uns selbst zugeschrieben. Lutz Müller, ebenfalls ein Psychotherapeut nach C. G. Jung nennt dies ein „symbolisches Leben“.

„Es handelt sich dabei nicht um ein blindes Zurückfallen in abergläubische Verhaltens- und Denkweisen, bei denen wir wieder beginnen, an Gespenster zu glauben und Hexenjagden zu veranstalten. Es handelt sich vielmehr darum, unseren rationalen Blick zu ergänzen durch die Möglichkeit des ‚magischen‘ Blickes, der die Welt in einer mehr symbolischen Weise wahrnimmt. […] Die uns umgebenden Gebrauchsgegenstände wären wie beseelt, es schiene, als hätten sie einen eigenen Willen, als könnte man mit ihnen sprechen und auf ihre Antwort warten. Alltägliche Routinehandlungen würden zu Ritualen und Zeremonien, die uns das Gefühl gäben, in einem höheren Ganzen eingebettet zu sein. Wir wüssten von Orten der Macht, von Pflanzen der Kraft und von Tieren, die mit unserer Seele in Verwandtschaft stehen. Im Rauschen des Windes glaubten wir die Stimmen der Windgeister zu hören, im Donnern und Blitzen das Walten mächtiger Dämonen zu sehen und im Murmeln des Baches die Weisheit der Natur zu vernehmen.“ (Müller 1986: 292-293)

Möglichkeiten, einen symbolischen Blick zu üben, sind Raum für Phantasie zu schaffen, die Imagination/Trancereise und die Traumarbeit. Zur Arbeit mit Symbolen schaue hier…

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Foto: Ananth BS (CC BY-SA 2.0)

Für mich bietet der symbolische Zugang eine Möglichkeit, in den ganz normalen Alltagsroutinen einen Sinn und größeren Lebenszusammenhang zu finden. Das erfüllt mich mit Freude und einem inneren Frieden, der sich schwer in Worte fassen lässt. Immer dann wenn ich die größeren Zusammenhänge erkenne und mich mit ihnen verbunden fühle – mich also auch im Fluss des Lebens fühle –, stellt sich eine tiefe innere Ruhe in mir ein. Es geht für mich nämlich auch darum, durch diesen symbolischen Zugang zum Leben meinen Platz im Leben zu erkennen und einzunehmen. Dann fühle ich mich verbunden und nicht mehr so getrennt, eingebunden und nicht mehr verloren. Vielleicht weißt du, was ich meine…?!?

Und vielleicht hilft es ja „nur“, deine Hausarbeit mit mehr Leichtigkeit zu erledigen?!? 😉

Jetzt gehe ich dann auf jeden Fall den riesen Spiegel in unserem Schlafzimmer an. Vielleicht verschafft mir der saubere Spiegel ja ein Stück mehr Klarheit und Selbsterkenntnis*…

Literatur:
Jung, C. G. u.a. (1981): Der Mensch und seine Symbole. 13. Auflage. Olten/Freiburg i. Breisgau: Walter.

Müller, Lutz (1986): Suche nach dem Zauberwort. Identität und schöpferisches Leben. Stuttgart: Kreuz.

Walker, Barbara G. (1996): Das geheime Wissen der Frauen. Ein Lexikon. 3. Auflage. München: dtv.
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*) Spiegelbilder (früher in Form von Reflexionen über Wasser) werden seit der Antike als Symbole der Seele betrachtet. Deshalb haben Vampire, Werwölfe und Dämonen auch kein Spiegelbild, woran sie der Legende entsprechend erkannt werden können (Walker 1996: 1032-1034).

Melanie LannerWas hat Putzen mit einem symbolischen Leben zu tun?

Das Lachen einer Närrin

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Archetypen sind für mich wichtige BegleiterInnen auf einem Weg, bei dem viel Gewohntes und für sicher Gehaltenes geht (siehe Frühjahrsputz). Sie bieten mir eine Form von Orientierung, die über das Suchen von Sicherheiten im Außen – die sowieso alle flüchtig sind – hinausgehen. Ich spüre, wie etwas in meinem Inneren angesprochen wird, wenn ich mich mit Symbolen beschäftige. (Mehr zu Symbolen findest du hier…)

Archetypen sind kollektive Symbole, die von C. G. Jung in die Psychotherapie eingebracht wurden. Er bezeichnet sie als „archaische Überreste“, die aus dem kollektiven Unbewussten stammen und die Essenz aller Religionen, Mythologien, Legenden und Märchen bilden. (Mehr…) Im individuellen Bewusstsein machen sie sich als Träume und Visionen bemerkbar. Hier will ich mich nicht mit Definitionen von Archetypen beschäftigen. Was ich mit dir teilen will, ist ein Archetyp, der gerade für mich ganz wichtig ist: die Närrin, der Narr.

Lachen

Foto: BlackJack0919 (CC BY-SA 3.0)

Vielleicht ist die Närrin gerade ein wichtiger Gegenpol zu tiefgehenden Veränderungen. Im Auflösen von alten Identifizierungen kann ich so ein Lachen (wieder)finden: Ich muss nichts wissen, ich muss nichts können, ich muss nicht einmal etwas (daraus) gelernt haben oder lernen…

Auch im Umgang mit unserer kollektiv-gesellschaftlichen Welt hilft mir die Närrin. Dazu habe ich einen Artikel geschrieben, der im WEGE-Magazin veröffentlicht wurde. Hier findest du ihn als pdf.

Melanie LannerDas Lachen einer Närrin

Frühjahrsputz

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Gerade bin ich mitten in einem Reinigungs- und Loslassprozess. Ich verstehe jetzt, was mit „Frühjahrsputz“ gemeint ist. Begonnen hat alles damit, dass ich das Gefühl hatte, das irgendwas nicht mehr ganz passt, nicht mehr rund ist und Erneuerung ansteht. Ich habe mich gefragt, was sich Neues zeigen und ausdrücken will, was meine nächsten Schritte sind und wo es hingeht. Ich habe keine Antwort bekommen, obwohl ich tiefer und tiefer gebohrt habe und all meine Möglichkeiten ausgeschöpft habe, z.B. auch die Traumarbeit, Imaginationen, das kreative Gestalten und Gespräche mit vertrauensvollen Menschen.

Irgendwann – und dabei waren mir die Motten in unserer Wohnung ein Zeichen – habe ich erkannt, dass es jetzt darum geht, loszulassen und erst einmal Raum zu schaffen. Was sich dann zeigen will, wird sich zeigen. Doch ich kann diesen Weg nicht abkürzen, indem ich zuerst etwas Neues aufbauen will – zumindest Klarheit und dadurch (Pseudo-)Sicherheit erwarte –, wenn ich nicht bereit bin, erst einmal loszulassen.

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Foto: Isabel Egger

Dieser Prozess vollzieht sich auf drei Ebenen: (Ich beschreibe dir hier meinen eigenen Prozess, wie ich ihn erlebt habe und lade dich ein, ihn selbst auszuprobieren, wenn es für dich stimmig ist, und alles Andere so zu gestalten, wie es für dich passt).

Reflektierendes Schreiben

Ich schreibe und schreibe und schreibe – was ich loslasse, was nicht mehr für mich passt, was ich nicht mehr will, womit es mir nicht gut geht, worüber ich enttäuscht bin, worüber ich trauere (auch ein Zeichen des Loslassens). Es gibt viel „nein“ und „Stopp“ und „Das will ich nicht (mehr)“. Das hat mich anfangs frustriert, weil ich eigentlich nach etwas suche, zu dem ich „ja“ sagen kann, das mir freudvolle, inspirierende und begeisterte Gefühle vermittelt. Doch dafür ist jetzt (noch) nicht die Zeit. Zumindest das habe ich durch das Schreiben annehmen können.

Der konkrete Frühjahrsputz

Dann habe ich begonnen, konkret auszusortieren. Begonnen habe ich mit Dingen, die in unserer Wohnung lagern, die wir aber eigentlich nicht mehr wirklich brauchen. Das war noch einfach. Diese Dinge sind für mich sowieso nur eine Belastung nach dem Motto „Was du hast, hat auch dich“.

Dann kamen die Dinge, die mir früher wichtig waren, jetzt aber nicht mehr zu mir passen: Bücher zu Themen, die sich verabschiedet und/oder vollendet haben; Kleidung, die nicht mehr zu mir passt und in der ich mich nicht wohlfühlen kann; Möbel und Wohnaccessoires, mit denen ich mich schon lange nicht mehr wohlfühle, die mir aber einmal etwas bedeutet haben. Auch meine Computerdateien habe ich neu organisiert. Das hat in mir viel Klarheit und Ordnung geschaffen. Denn eigentlich hatte ich innerlich schon gespürt, dass diese Zeit vorbei ist. Jetzt ist es konkret – greifbar, spürbar, gestaltbar.

Dann habe ich Erinnerungsstücke durchforstet. Da merke ich, wird es emotional schwierig für mich. Für Erinnerungsstücke von anderen fühle ich mich verantwortlich. Wie gehe ich damit um?  Ich merke, dass es mir hilft, die Erfahrung, die Beziehung, die Begegnung, die Freude, die mit der Erinnerung verbunden ist, zu ehren und dann das konkrete Ding loszulassen. So kann ich das Geschenk, das in der Erinnerung liegt, annehmen, ohne das Erinnerungsstück ewig mit mir herumzutragen.

Fotos habe ich schon vor meiner Hochzeit sortiert. Bin ich froh, dass der Prozess schon durch ist! Das war auch sehr intensiv… viel Aufarbeitungsarbeit!

Dieses Mal sind die Tagebücher dran. Ich habe für mich erkannt, dass ich mein Leben jetzt – nach vier Jahren Psychotherapie – nicht mehr an meiner Vergangenheit orientieren will und die Fragen, die sich mir stellen, nicht mehr aus der Vergangenheit heraus beantworten kann und will. Deshalb bin ich jetzt bereit, die Tagebücher loszulassen. Ich habe sie noch einmal durchgeblättert, manche Schätze entdeckt und geborgen, und den Rest weggegeben. Ich habe mir fast einen Bruch gehoben, als ich sie weggebracht habe. So schwer wiegt die Vergangenheit… Seitdem vibriert mein Energiefeld in einer Mischung aus Angst, Panik, Befreiung und Aufregung. Mal sehen, wo das noch hinführt…

Innen und Außen – eine wechselseitige Verbindung

An dem Reinigungsprozess zeigt sich für mich ganz konkret, wie Innen und Außen miteinander in Beziehung stehen, denn das Aussortieren im Außen hat wiederum zum Hinterfragen innerer Themen, Muster, Glaubenssätze und Gedanken geführt. Was sind eigentlich „nur“ Standpunkte, die ich in der Vergangenheit gelernt habe, die jedoch nicht mehr mit der jetzigen Realität zu tun haben? Bin ich bereit, sie loszulassen? Welche Muster verfolgen mich noch immer, obwohl sich meine Lebenssituation komplett verwandelt hat? Manchmal taucht an den Punkten viel Schmerz auf. Dann hilft es mir, mich dem Schmerz hinzugeben, ihn wirklich zu fühlen, um ihn schlussendlich loslassen zu können.

Ich weiß, das Ganze klingt nicht sonderlich attraktiv, zumal es mit Schmerz und vielen konfusen Gefühlen verbunden ist, doch meines Erachtens lohnt sich so ein innerer und äußerer Frühjahrsputz. Wie soll ich die Erfahrung in Worten zusammenfassen?!? Ich fühle mich jetzt einfach (wieder) mehr bei mir, klarer und ja präsenter in diesem Moment, da, ganz da, geordnet und gesammelt… Und erst durch das Loslassen von Altem schaffe ich Raum für Neues.

… Und at the end of the day, zeigt sich ganz oft ein Lachen… das Lachen einer Närrin, die nicht unterscheidet, nicht urteilt, nicht alles rationalisiert. Denn, was ich zum Zeitpunkt meines Frühjahrsputz noch nicht wusste: Ich war bereits schwanger, als das Raumschaffen begonnen hat. – Und jetzt hat sich das Neue manifestiert.

Viel Spaß bei deinem Frühjahrsputz! 😉

Melanie LannerFrühjahrsputz

Frühlingserwachen

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Der Frühling ist da. Die Vögel singen vom Neubeginn, die warme Luft verheißt einen neuen lichtvollen, warmen Naturzyklus. Das Aufblühen der Blumen und Bäume tut mir richtig gut. Auch ich merke, dass gerade viel in mir aufblüht…

Foto: Futurilla (CC BY 2.0)

Alte Verhaltensweisen können sich verabschieden und machen neuen Experimenten Platz: Was passiert, wenn ich es einmal anders versuche? Wenn ich nicht reagiere „wie immer“? Ich lasse mich auf neue Erfahrungen ein. Das passiert gerade ganz von alleine. So kann ich mich selbst überraschen. Und manchmal ergeben sich daraus neue Möglichkeiten und Sichtweisen aufs Leben, auf Situationen, auf Beziehungen, auf das, was passiert…

Ich lade auch dich ein, Neues auszuprobieren, dich selbst dadurch neu zu erfahren und so einen neuen Blick auf dein Leben zu erhaschen.

„Meide die Routine, und versuche das Neue, Spektakuläre.
Mag dies auch noch so unscheinbar sein,
es kann dir die Tür zu einem ebenso großen menschlichen wie spirituellen Abenteuer öffnen.“
(Paulo Coelho)

Nein, dieses Mal reagiere ich nicht mit „Oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott“, in Panik und Angst. Ich erkenne das Muster – und ändere es. Ich verlasse alte Standpunkte, wie die Welt, wie mein Leben sein muss. Ich nehme die alte Brille, die Welt und mein Leben zu betrachten, ab. Und staune, was auch noch möglich ist. Ich probiere Neues aus. Ich gebe mir Zeit. Ich tue Dinge in meinem Rhythmus. Ich lasse los. Ich versuche nicht alles zu kontrollieren. So vollzieht sich von Moment zu Moment ein neuer Frühling in meinem Leben.

Melanie LannerFrühlingserwachen

It is T:Time in Graz

Melanie Lanner Veranstaltung

Das Teehaus meines Mannes Thomas und einer Freundin Debs hat offen und freut sich auf deinen Besuch!

t-time

Club zur Verzögerung der Zeit

Innehalten – Philosophieren – Genießen

  • Selektion von Teesorten aus der ganzen Welt im T:Time liebevoll serviert
    (Bio – Fairtrade – Wildsammlung)
  • Selbstgemachtes Teegebäck
  • Kleine, aber feine Bibliothek
  • Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden

TTime-Collage

Wurmbrandgasse 2, 8010 Graz (Verbindung von Schmied- und Raubergasse, neben Amtshaus)

Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 16-20 Uhr, Mi 17-20 Uhr, Sa 10-14

Mehr Informationen unter der Facebook-Seite des T:Time und den Flyer als jpg findest du hier.

 

 

Melanie LannerIt is T:Time in Graz

Shiatsu – ein Leben in Polaritäten

Melanie Lanner Shiatsu

Shiatsu ist für mich mehr als eine wirkungsvolle Körperarbeit. Shiatsu ist ein Lebensweg und eine Weltsicht, die auf der polaren Vorstellung von YIN und YANG beruht. Was das für dein Leben bedeutet, erfährst du hier…

Foto: Hartwig HKD (CC BY-NC-SA 2.0)

Foto: Hartwig HKD (CC BY-NC-SA 2.0)

Um gesund zu bleiben und und wohlzufühlen,
brauchen wir beide Qualitäten in unserem Leben.

Melanie LannerShiatsu – ein Leben in Polaritäten

Dankbarkeit

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Als ich heute mit einem Freund, der auch selbständig arbeitet, Kaffee trinken war und es wieder einmal darum ging, wie schwer es doch als Selbständige ist, wie viel Unsicherheit auszuhalten ist und wie viel Einsatz es die ganze Zeit braucht und wie anstrengend dies auf Dauer ist, hat sich am Nebentisch eine alte Dame mit einem Rollkoffer hingesetzt. Sie war, wie sie der Kellnerin erzählt hat, gerade einkaufen. Ihr Fuß hat sie so geschmerzt, dass sie den Heimweg nicht ganz geschafft und deshalb einen Zwischenhalt im Cafe eingelegt hat, um die zweite Hälfte der Straße zu schaffen.

Und da war er wieder:
der Moment der Gnade, der Schönheit des Lebens und der unendlichen Dankbarkeit.

Die Dame hat nicht gejammert; nein, sie hat nur erzählt, wie es ist und war dankbar dafür, überhaupt noch so rüstig zu sein. Und ich wurde wieder erinnert, wie wunderschön das Alter ist, wenn es zurück zum Wesentlichen geht, wenn schon das Einkaufen um die Ecke eine Herausforderung ist. Was ist beruflicher Erfolg schon außer vergänglich? Was bedeutet Geldverdienen schon im Vergleich zu den Herausforderungen des Alters, wenn eine Straße schon zu weit wird? Der Horizont wird enger, aber die Konzentration auf Wesentliche auch einfacher.

Ich muss nicht erst alt werden, um dies zu leben. Bummm, diese Erkenntnis schießt von einem Moment auf den anderen in mein ganzes Sein. Ich bin ganz davon erfüllt. Und mein Leben erscheint mir wieder leicht und sinnerfüllt und freudvoll und glücklich. Life is beautiful.

So ist dies wohl mit Gnade: Sie ist radikal. Und sie wartet manchmal sogar am Nebentisch…

Melanie LannerDankbarkeit