Selbstwertanker

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Der Spätsommer wird im Shiatsu dem Element „Erde“ zugeordnet. Das Erdelement verkörpert sich in unserer Mitte, unserem Zentrum. Eine der wichtigsten Übungen zur Zentrierung für mich ist mein Selbstwertanker. Mehr…

Beten

Melanie LannerSelbstwertanker

Shiatsu im Spätsommer

Melanie Lanner Shiatsu

Herrlich, ich liebe den Spätsommer oder Altweibersommer, wie er bei uns auch heißt. Die Sonne wärmt tagsüber noch, und die Blätter an den Bäumen werden schon bunt. Mittags kann ich noch draußen sitzen, und nachts ist es schon so kalt, dass ich wieder erholsam schlafen kann. Der Spätsommer ist auch die Zeit der Ernte, und er ist im Shiatsu dem Element „Erde“ zugeordnet, also den Meridianen Magen und Milz-Pankreas, die mit unserer Verdauung zu tun haben. Mehr…

Foto: Isabel Garreau-Egger

Foto: Isabel Garreau-Egger

Melanie LannerShiatsu im Spätsommer

Neue Praxis

Melanie Lanner Shiatsu

Der Sommer hat einige Veränderungen mit sich gebracht – und ich werde ab 01. Oktober meine Shiatsu-Praxis in der Karl-Maria-von-Weber-Gasse (Hausnummer 8) weiterführen. Bis dahin bleibt alles noch wie gehabt, und ich freue mich auf deinen Besuch! Rechtzeitig zum Umzug findest du dann auch die Wegbeschreibung auf meiner Homepage.

Ich lade dich herzlich ein, diese Veränderung mit mir in meiner neuen Praxis mit einem Gläschen Sekt und einem kleinen Buffet zu feiern: und zwar am Samstag, 13. Oktober am frühen Abend. Die Einladung mit genaueren Details folgt dann noch… Ich gebe dir nur schon einmal Bescheid, damit du dir den Abend reservieren kannst.

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Was hast du im Sommer erlebt? Ich lade dich ein, den derzeitigen Übergang in den Herbst bewusst zu begehen. Der Spätsommer ist eine besondere Jahreszeit mit einer ganz eigenen Qualität. Im Shiatsu wird diese Zeit dem Element „Erde“ zugeordnet. Einem ganz zentralen Element, denn es sitzt in unserer Mitte und ist für unsere Nahrung und Ernährung auf allen Ebenen zuständig. Mehr…

Melanie LannerNeue Praxis

Die Kraft der Dunkelheit

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Wir leben in einer Gesellschaft, in der nur die Helligkeit, nicht die Dunkelheit geehrt wird. Die Dunkelheit wird durch permanente Beleuchtung sogar richtiggehend verleugnet. Es sind seltene Momente, in denen es wirklich dunkel ist. Ich habe in meinem Urlaub eine Nacht auf dem höchsten Berg einer kroatischen Insel verbracht, um die Sterne zu beobachten. Zugegebenermaßen ist er nur 400 Meter hoch, doch abseits jeder Stadt – zumal es auf dieser Insel auch nicht wirklich eine Stadt gibt. Dieser Ort wurde als einer mit der wenigsten Lichtverschmutzung dieser Erde beschrieben. Und nicht mal dort war es wirklich dunkel, obwohl ich extra zu Neumond dort war, um zumindest ohne die Helligkeit des Mondes die Sterne bewundern zu können. Ich habe die Milchstraße gesehen – ein seltenes Vergnügen – und eine unzählige Anzahl an Sternen. Auch einige Sternschnuppen waren darunter 🙂 Aber ich wurde auch vom Leuchtturm geblendet und habe Autoscheinwerfer vorbeifahren sehen. Bis zwei Uhr nachts habe ich in der Ferne Straßenlaternen und beleuchtete Häuser am Hafen wahrgenommen und sie als entsetzlich hell wahrgenommen. In der Dunkelheit um mich herum habe ich mich von etwas geblendet gefühlt, das mir sonst nicht einmal auffallen würde.

Und auch in unserem Inneren stellen wir uns lieber unseren hellen als unseren dunklen Seiten. Das ist absolut verständlich, weil diese dunklen Seiten in unserer Gesellschaft nichts zählen. Leisten, funktionieren – und zwar immer auf gleichem Niveau als wären wir Maschinen – und dabei, wenn möglich, auch noch lächeln, ist das Motto unserer Zeit und unseres „westlichen“ Lebens, das sich mehr und mehr als neue Form der Kolonialisierung auf der ganzen Welt ausbreitet. Das ist schade, denn die Dunkelheit, würden wir ihr wirklich begegnen, hütet einen unglaublichen Schatz, den Schatz des Geheimnisses. Wir – nennen wir es mal recht plump „die Menschheit“ – glaubt, alles zu wissen beziehungsweise alles wissen zu müssen. Doch wäre das Leben dann nicht unglaublich langweilig?!? Es gibt ja jetzt kaum noch Abenteuer zu erleben.

Dunkelheit

Foto: Daniel-Stark (CC BY 2.0)

Manchmal würde ich mir wünschen, ich würde in einer Zeit leben, in der es im wahrsten Sinne des Wortes noch weiße Flecken auf der Landkarte gäbe. Diese Zeit ist längst vorbei: Alles ist vermessen und katalogisiert, benannt und eingeordnet. Ich glaube, der blinde Fleck unserer Zeit stellt unserer Inneres, unsere eigene Tiefe, die Tiefe unseres dunklen inneren unbewussten Meeres dar.

Um ehrlich zu sein, fürchte ich mich vor dem Meer – dem äußeren und dem inneren. Es ist so unendlich groß und tief, so geheimnisvoll und mächtig – ja, und eben auch so mächtig! Ich will nicht, dass meine Angst vor dem Unbekannten – eine urmenschliche, „ganz normale“ Angst – mich daran hindert, in meine Tiefe einzutauchen, weil mir dadurch auch unendlich viele Schatztruhen voller Gaben und Potentiale, voller Möglichkeiten und Fähigkeiten entgehen würden. Nein, ich will nach Perlen tauchen, auch wenn ich Angst davor habe. Angst ist ja auch eine Energie, eingebunden in eine ganze Landschaft an Gefühlen (siehe dafür das überaus bemerkenswerte Buch des Ehepaars Baer/Frick-Bauer: Gefühlslandschaft Angst).

Ich glaube, dass unsere tiefen Schätze in der Dunkelheit unseres inneren Meeres verborgen liegen, bis wir sie bergen und ans Licht bringen. Und dafür lohnt sich die Reise in die (eigene) Dunkelheit.

Und ich finde es schön, die Dunkelheit zu ehren. Hierfür bietet sich die Herbsttagundnachtgleiche geradezu an. Sie ist die Zeit zwischen dem 21. und 23. September, in welcher sich Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht die Waage halten. Danach folgt dann die Zeit der Dunkelheit, der Innenschau, des Rückzugs, wenn die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger werden. Stille kehrt wieder ins Leben ein, die Energie wendet sich nach innen. Es folgt eine Zeit der Regeneration, der Ruhe und des Winterschlafs.

Zur Herbsttagundnachtgleiche halten sich Tag und Nacht, Sonne und Mond, Helligkeit und Dunkelheit das Gleichgewicht, nur um diesen Zustand der Harmonie dann im nächsten Moment wieder aufzulösen und sich der Dunkelheit im Außen und im Innen zu öffnen. So vollzieht sich der stetige Wandel des Lebens. Und wir sind eingeladen, der Energie der Natur zu folgen, statt uns zu wehren, etwas Vergangenem nachzulaufen oder etwas, das sowieso nicht mehr zu uns passt, festhalten zu wollen. Ja, laden wir die Dunkelheit in unser Leben ein!

Eine Möglichkeit, die Dunkelheit zu ehren

Was du brauchst: einen dunklen Ort ohne Lichteinfluss, Malsachen, mit denen du gerne malst (ich mag z.B. Ölkreiden/Wachsmalkreisen) und Papier, dein Tagebuch zum Schreiben und, falls du die Dunkelheit mit einem Ritual ehren willst, deine Ritualutensilien (siehe Ritualgestaltung)

Begib dich an einen dunklen Ort. Ganz Mutige können einen Ort außerhalb der Wohnung suchen, aber du kannst das Ritual auch in deiner Wohnung machen. In meiner Wohnung ist der einzig wirklich dunkle Ort nachts unter der Bettdecke. Wichtig ist, dass du mit offenen Augen nur Dunkelheit um dich herum wahrnimmst.

Beginne damit, dass du deine Absicht festlegst, z.B. „Ich feiere heute die Herbsttagundnachtgleiche, den Eintritt in die dunkle Jahreszeit“. Sprich dies am besten laut aus! Lege dir alles zurecht, was du brauchst. (Beginne, wenn du magst, jetzt dein Ritual.)

Mache es dir in der Mitte deines Kreises bequem. Entweder legst du dich hin oder findest eine bequeme Sitzposition. Wichtig ist, dass du deinen Körper ganz entspannen kannst. Wenn du dazu neigst, leicht einzuschlafen, wähle lieber eine Position im Sitzen. Strecke und recke dich, bis du dich bequem in deinem Körper eingerichtet hast. Schließe deine Augen, auch wenn es dunkel ist, und achte auf deine Atmung. Nimm wahr, wie du atmest, wie du ein- und ausatmest, anfangs noch, ohne etwas zu verändern.

Dann reguliere deine Atmung zu einem bestimmten Rhythmus. Du zählst beim Ausatmen bis sieben, dann hältst du sieben Takte den Atem, ohne aus- oder einzuatmen. Nimm diesen Moment des Gleichgewichts bewusst wahr. Dann zähle beim Einatmen bis sieben und halte danach wieder sieben Einheiten lang den Atem in diesem Gleichgewichtszustand. Der Rhythmus deiner Atmung ist also 7:7:7:7. Mache diesen ganzen Atem-Rhythmus siebenmal durch. Und wenn deine Gedanken abschweifen, kehre wieder zur Atmung zurück.

Nach dieser Atemübung öffne deine Augen und blicke in die Dunkelheit. Du siehst nichts als Dunkelheit. Heiße die Dunkelheit willkommen, z.B. „Hallo Dunkelheit, du große Unbekannte.“ Wenn du magst, kannst du auch mit ihr sprechen. „Ich habe Angst. Du erscheinst mir so groß und unendlich. Ich dagegen so klein und zerbrechlich.“ Oder du lauscht einfach auf die Geheimnisse der Dunkelheit, auf das, was sie dir sagen will. Wenn du merkst, dass du zurück in den Kopf und in Alltagsgedanken kommst, brich die Begegnung mit der Dunkelheit ab. Du kannst ja jederzeit zurückkommen. Bedanke dich bei ihr. Und komme dann über das Atmen zurück zu dir selbst.

Dann nimm – mit geschlossenen Augen, wenn es nicht ganz dunkel im Raum ist – deine Malsachen und male, ohne weiter darüber nachzudenken. Lasse dich einfach von deinen Fingern leiten – und lasse dich vor allem überraschen. In der Dunkelheit finden wir selten das, was wir erwarten. Dafür manchmal jedoch unerwartete Schätze. Höre auch damit auf, sobald du merkst, dass du wieder in deine Alltagsgedanken verfällst.

Nimm dir noch einen Moment Zeit, dich wieder selbst zu spüren – mit geschlossenen Augen oder ganz in Dunkelheit gehüllt. Mache dann Licht und öffne, wenn du soweit bist, deine Augen. Nimm dir Zeit, dein Bild zu betrachten und frei zu assoziieren, was dir dazu einfällt: “Das sieht doch wie ein Auge aus”. Wenn du magst, kannst du dir dazu auch Notizen in deinem Tagebuch machen. Und auch hier gilt: Höre auf, sobald deine Gedanken abschweifen. Es geht nicht darum, möglichst viel zu erfahren. Manchmal reicht ein Satz oder ein Wort. In der Dunkelheit liegt selten eine Reizüberflutung begraben.

Bedanke dich danach bei der Dunkelheit für deine Erkenntnisse. (Und beende das Ritual, so wie es für dich passend ist, wenn du dich im Rahmen eines Rituals bewegst.)

Danach kannst du das Bild an einem besonderen Platz aufhängen, um dir in der dunklen Jahreszeit Mut zu machen und die Dunkelheit zu ehren.

Erfahre die Schönheit und Kraft der Dunkelheit –
in dir und um dich herum!
Denn nur durch die Integration der Dunkelheit
bist du ganz und kannst das Licht erfahren.
Ohne Dunkelheit kein Licht.

Melanie LannerDie Kraft der Dunkelheit

Sommerleben

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Um ehrlich zu sein, eignet sich der Sommer nicht wirklich zum Arbeiten. Auch altbekannte Strukturen und Gewohnheiten lösen sich auf – und machen Platz für den freien Fluss des Lebens. Spontanität und verrückte Impulse, aus denen sich manchmal völlig neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen. Und dann ist das Leben ganz plötzlich ganz anders… Wow, und wir stehen da und staunen über das Wunder des Lebens. Sommer! Ja, dies ist eine Liebeserklärung an das Leben. Und wie geht es dir?

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Foto: Melanie Lanner

Für mich ist der Sommer auch die Zeit, um aufmerksam durchs Leben zu streifen, auf neuen Pfaden Neues und Altbekanntes neu zu entdecken, die Schönheit des Augenblicks und der kleinen Details zu entdecken. Ich lade auch dich ein, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und dankbar zu sein, für die wunderbare Schönheit, die sich vor dir öffnet. Wenn du magst, kannst du dich auch mit einer speziellen Frage auf den Weg machen. Und dann gehe nach draußen. Oder du stellst eine Frage, die dich beschäftigt, auf dem Weg in deine Arbeit. Quasi das Motto des Spaziergangs oder des Weges. Und dann brauchst du nur offen sein, um dich blicken und die Antwort wird sich dir offenbaren. Manchmal ganz überraschend. Und manchmal auch unangenehm. Was beschäftigt dich gerade? Nimm die Hilfe und Unterstützung, die ständig um dich herum ist, an! Du musst nur deine Augen öffnen, alle Antworten liegen direkt vor deiner Nase oder deinen Augen oder deinen Ohren… auf jeden Fall direkt da, wo du gerade bist! Und meistens ist die Antwort ganz einfach – für meinen Geschmack oft zu einfach 😉 Mehr zur Synchronizität…

Ich freue mich, wenn du deine Erkenntnisse in die nächste Shiatsu-Behandlung mitbringst, damit wir von dem Thema, das dich gerade beschäftigt, ausgehen können. Denn die Weisheit des Lebens findet sich nicht nur in der Natur, sondern auch in deinem Körper. Und irgendwie, habe ich langsam das Gefühl, ist das eh alles eins: ein großer, alles umfassender, wunderschöner Organismus, von dem wir alle auch ein kleiner Teil sind.

Melanie LannerSommerleben

Was kannst du ernten?

Melanie Lanner Uncategorized

Zu Lammas, der Erntefeier am 2. August feiern wir die Ernte der Früchte, die wir gesät und in ihrem Wachstum unterstützt haben. Anfang August beginnt die Erntezeit. Die Pflanzen tragen Früchte, das Getreide wird geschnitten. Wir beginnen, Vorräte für den Winter anzulegen, kochen ein, machen Gemüse und Obst haltbar und verarbeiten die Schätze der Natur.

ErnteWir tragen das Wissen in uns, dass am Höhepunkt des Sommers, der Hitze und Wärme bereits der Wendepunkt liegt: die ersten Rufe der dunkleren Jahreszeit, der inneren wie äußeren Sammlung. Am Zeitpunkt der größten Fülle ernten wir, bereiten uns auf die Wintermonate vor und legen Vorräte an. Lammas, die Erntefeier, ist ein Fest der Fülle und des Überflusses, des äußeren und inneren Reichtums.

Eine Möglichkeit, den inneren und äußeren Reichtum zu ernten

Was du brauchst: bequeme Kleidung und gute Schuhe (denn wir gehen nach draußen), dein Tagebuch zum Schreiben und, willst du dich im Rahmen eines Rituals bewegen, deine Ritualutensilien (siehe Ritualgestaltung)

Beginne damit, dass du deine Absicht festlegst, z.B. „Ich feiere heute Lammas, das Erntefest, das Fest des Reichtums und der Fülle“. Sprich dies am besten laut aus! Lege dir alles zurecht, was du brauchst. (Wenn du magst, beginne jetzt dein Ritual.)

Dann gehe nach draußen. Bei diesem Spaziergang geht es darum, dich auf den Weg zu deinen Gaben, deiner inneren wie äußeren Fülle und dem Reichtums in dir und um dich herum zu machen. Stelle dir die Frage am besten laut: “Was ist meine Gabe?” oder “Welche Früchte kann ich jetzt ernten?” oder “Welcher Reichtum in mir wartet darauf, seinen Ausdruck zu finden?“ Finde deine eigenen Worte für eine Frage, die dich gerade beschäftigt.

Atme ein paar Mal tief ein und aus und lasse deine Aufmerksamkeit tief in deinen Körper hinein sinken. Spüre speziell deinen Bauch, deine Körpermitte. Immer wenn du während deines Spaziergangs merkst, dass du den Kontakt zu dir selbst verloren hast und deine Gedanken kreisen, komme wieder zurück zur Atmung und verbinde dich erneut mit deiner Atmung und deinem Bauch. Du kannst dir auch vorstellen, wie du deine Aufmerksamkeit durch deinen Atem von deinem Kopf in deinen Bauch hinab sinken lässt.

Und dann gehe hinaus, ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben. Lases dich einfach treiben, von deinem inneren Gefühl her leiten und folge deiner Intuition. Gehe mit offenen Augen und dem Wissen in die Welt, dass sie die Antwort auf deine Frage bereits bereithält. Sie ist die Fülle, der Reichtum, der Überfluss. Du musst nur zuhören, wahrnehmen und mit offenem Herz durch die Welt gehen.

Irgendwann wirst du die Antwort, z.B. in Form eines Blattes, auf einer Plakatwand oder in der Begegnung mit einem Tier erkennen. Lasse dir Zeit – und lasse dich überraschen 🙂 Die Antwort ist vielleicht erstaunlich klar und eindeutig oder auch überraschend neu. Vielleicht “wusstest du es eh schon immer”, vielleicht siehst du dich selbst aber auch zum ersten Mal aus dieser Perspektive. Wie dem auch sei, sei dankbar für diese Erkenntnis – und bewerte sie nicht.

Wenn du ein Zeichen für die innere und äußere Fülle geschenkt bekommen hast, kannst du es auch, falls es nicht zu einem anderen Menschen, zu fremdem Eigentum oder zu einer geschützten oder seltenen Spezies gehört, mitnehmen und an einem besonderen Ort zuhause aufbewahren, um dich immer wieder an deine Gabe, an den Reichtum des Lebens und die Fülle in dir und um dich herum zu erinnern.

Hast du deine Antwort gefunden, wird es Zeit, ohne Hast und Eile nach Hause zurückzukehren. Versuche auch jetzt, ganz in der Wahrnehmung des Augenblicks zu bleiben und nicht allzu viel über die Erkenntnis nachzudenken oder sie zu interpretieren.

Wenn du magst, kannst du dann deine Erfahrungen auch noch in deinem Tagebuch festhalten. Und schaue dann, ob es noch etwas zu tun oder erledigen gibt. Finde dann für dich einen stimmigen Abschluss. (Beende das Ritual, falls du es als Rahmen bewählt hast.)

Ich wünsche dir eine erkenntnisvolle Reise ins Reich der Fülle und des Reichtums!

Melanie LannerWas kannst du ernten?

Sommerfreude

Melanie Lanner Selbstbegegnung

So jetzt ist der Sommer da! Meinen ersten kleinen Sonnenbrand habe ich ebenso schon hinter mir wie den ersten Insektenstich. Ist Sommer nicht herrlich? Sommer sind für mich die lauen Nächte und die langen Tage voller Freude, Leichtigkeit und Ausgelassenheit. Selbst so party-phobe Menschen wie ich tanzen von Feier zu Feier. Das Feuer der Sonne glüht zu der Jahreszeit auch in unserem Inneren. Die Leidenschaft und Lust, am Leben zu sein. Wenn du wissen willst, was das alles mit Shiatsu zu tun hat, dann schaue hier…

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Foto: Melanie Lanner

Der Sommer ist die Zeit der Freude. Und wenn das Leben für dich scheinbar gerade keine Geschenke bereithält, dann mache sie dir selbst! Vielleicht möchtest du dir selbst Blumen schenken. Oder eine Fußmassage mit einem duftenden Öl. Vielleicht magst du dir eine Stunde Zeit nehmen und in der Natur spazieren gehen. Oder du triffst dich abends mit lieben Menschen – und genießt das Beisammensein. Was bereitet dir Freude?

Lade die Freude ein, bei dir zu Gast zu sein!
… Und alles, was sich reimt, ist gut…

Melanie LannerSommerfreude

Als ich mich zu lieben begann

Melanie Lanner Texte

Wer schon einmal bei mir auf der Toilette war, wird wissen, was bzw. wer mich zu diesem Text inspiriert hat 🙂 Doch die Geschichte ist etwas länger und die ursprüngliche Idee nicht von mir, sondern von meiner Freundin Isabel Egger. Sie hat für ihr Kunstprojekt mehrere Menschen gebeten, einen Text oder Satz zum Thema „Als ich mich zu lieben begann“ zu schreiben und diesen Text dann in einer gemeinsamen Foto-Session umzusetzen. Meinen Text will ich mit dir teilen – einfach weil der Selbstliebe nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet werden kann:

Als ich mich zu lieben begann,
wurde ich mit meinen tiefsten Ängsten und
meinen Schuldgefühlen konfrontiert.
Ich bin meinen dunklen Schatten begegnet.
Ich begann meine Reise in die Unterwelt.

Als ich mich zu lieben begann,
watete ich lange durch die Sümpfe meiner Vergangenheit,
bis ich mich in das tiefe dunkle Meer sinken ließ.
Ich sank tiefer und tiefer – bis an den Grund.
Und dort lernte ich das Loslassen. Und das Vertrauen.

Als ich mich zu lieben begann,
wurde ich hin- und hergerissen
ja, fast innerlich zerrissen.
Das Alte zerbrach – und das Neue war noch nicht geboren.
Ich erkannte, das Leben ist JETZT.

Als ich mich zu lieben begann,
machte ich zaghafte, vorsichtige Schritte.
Ich traute diesem Gefühl noch nicht.
Und oft war ich am Boden zerstört.
Und dann stand ich immer wieder auf.

Als ich mich zu lieben begann,
erkannte ich, dass auch meine Liebe zu anderen
auf Projektionen beruhte.
Ich schaute den Projektionen ins Gesicht –
und erkannte MICH.

Als ich mich zu lieben begann
erkannte ich, dass Selbstliebe die Freiheit bedeutet,
die zu sein, die ich bin –
mit meinen Schwächen und Schatten
und mit meinen Stärken und Potentialen.

[Melanie Lanner, 25.04.2012]

Danach haben wir den Text gemeinsam in Fotos umgesetzt – sie war die Fotografin, ich das Modell. Und das sind die Fotos:

Melanie LannerAls ich mich zu lieben begann

Wie fängst du Licht ein?

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Gestern war Sommersonnenwende, der längste Tag des Jahres, die Feier des Lichts. Ich habe den Abend mit einem kleinen Ritual eingeleitet. Beim Spaziergang am Sonntag auf dem Kulm bei Weiz habe ich von den Bäumen etwas über das Licht gelernt: Sie haben viele kleine Blätter, um das Licht einzufangen. Es geht nicht nur um die großen Dinge, die unser Licht zum Leuchten bringen, sondern um die vielen kleinen… Und ich habe mich in meinem Ritual gefragt, was meine Blätter sind, die das Licht einfangen. Und es zählen dann auch die kleinen Blätter. Ich habe erkannt: Ich muss nicht ständig Wunder vollbringen, um das Licht in mir zum Leuchten zu bringen. Ich muss nicht immer noch mehr tun. Immer etwas noch Größeres schaffen. Immer noch mehr leisten. Oft sind es die kleinen Dinge, die das Licht einfangen. Schau mal, so sieht das aus:

Sommersonnenwende

Foto: Melanie Lanner

Die Blätter sind alle beschriftet und mit magischen Worten des Lichts beschrieben. Was darauf steht, ist natürlich geheim… Die Magie wird nicht gerne ans Licht gezehrt – auch nicht die Magie des Lichts 🙂 Ach, ich liebe das Paradoxe! Und ich werde aus der magischen Box (ich liebe Boxen und kleine Schachteln! Mal nur so nebenbei…) immer dann ein Blatt ziehen, wenn ich das Licht in mein Leben einladen will.

So habe ich gestern am Licht-Tag einen wundervollen Schatz für mich selbst geschaffen… Hast du auch Lust dazu?

Melanie LannerWie fängst du Licht ein?

Sinn:lichkeits-Übung

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Der Sommer ist ein Fest der Sinne. Und weil das Feuer-Element mit dem Geschmacksinn (insbesondere der Zunge) verknüpft ist, hier eine wunderbare, ganz einfache Übung: Richte dir einige Speisen in den verschiedenen Geschmacksrichtungen zusammen: sauer, süß, scharf, salzig … und auch das Bittere bitte nicht vergessen. Das ist nämlich DIE Geschmacksrichtung des Feuers. Dann verbinde dir deine Augen, denn mit geschlossenen Augen nimmst du den Geschmack noch deutlicher auf. Und dann lasse die vielseitigen Geschmäcker auf deiner Zunge explodieren! Das Erleben der Welt über die Zunge… viel Freude auf deiner Reise! Und nicht vergessen: Die Sinne sind der Web-Stoff der Magie des LebensUnd was belebt deine Sinne (noch)?

Foto: MichaelMaggs(CC BY-SA 3.0)

Foto: MichaelMaggs(CC BY-SA 3.0)

Melanie LannerSinn:lichkeits-Übung