Das Feuer-Element

Melanie Lanner Shiatsu

Gestern habe ich die erste Marillenmarmelade dieses Jahr eingekocht. Und heute früh haben meine Tochter und ich sie schon verkostet… oh, so guuuut! Es ist also wirklich Sommer! Was schmeckt für dich so richtig nach Sommer? Wie riecht er für dich? Wie spürst du den Sommer, wie hört er sich an? Ach, ich liebe den Sommer. Da bin ich in meinem Element: Dem Feuer-Element. (Mehr zum Feuer-Element und zu Shiatsu im Sommer findest du hier.)

Feuer-Element TCM depressiv

Jeder Mensch trägt alle Fünf Elemente in sich. Doch nicht in der gleichen Zusammensetzung. Das wird in der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) Konstitution genannt. Die Lebenskunst, wie die TCM sie versteht, besteht darin, der eigenen Konstitution entsprechend zu leben. Ist in dir wie in mir zum Beispiel das Feuer-Element sehr stark, brauchst du lebendige Beziehungen zu Menschen, etwas, das dich begeistert und Wege, deine Herzensfreude zu verschenken. Nur so kannst du dich erfüllen und dich erfüllt fühlen.

Doch Feuer gerät auch leicht außer Rand und Band, wenn wir nicht wissen, mit ihm umzugehen. Dann leiden wir zum Beispiel unter Unruhezuständen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Im schlimmsten Fall können wir ausbrennen – ein Ausdruck davon ist das in unserer Zeit rasant zunehmende Burnout-Syndrom. Doch zu wenig Feuer kann auch zu depressiven Verstimmungen und Erschöpfungszuständen führen. Wie immer gilt also in der TCM – und beim Feuer-Element noch mehr als bei den anderen Elementen –, für ein Gleichgewicht zu sorgen.

Umgang mit dem Feuer-Element

Bei einer starken Feuer-Konstitution ist es zum Beispiel wichtig, für ausreichend Ruhe und Regeneration zu sorgen. Etwas, das zum Wasser-Element gehört (siehe Shiatsu im Winter). Wasser kann Feuer bekanntlich löschen – und so kann die Stärkung des Wasser-Elements bei einer starken Feuer-Konstitution für Ausgleich sorgen.

Feuer brennt nicht ohne Brennstoff. Deshalb ist es wichtig, für diesen zu sorgen, z.B. in Form von nährendem Essen und geistiger Nahrung. Feuer will sich in alle Richtungen verteilen. Um selbst nicht zerrissen und zwischen all den verschiedenen Projekten aufgerieben zu werden, ist es daher wichtig, dem Feuer Grenzen zu setzen. Denn wir wollen keinen Flächenbrand, sondern gezielte inspirierte Aktionen. Dafür braucht es die Kraft des Metallelements, das für Struktur und Grenzen sorgt (siehe Shiatsu im Herbst). Im Zusammenspiel aller Elemente können wir langfristig glühen und unsere Wärme verschenken, ohne einer Stichflamme gleich hell emporzulodern und schnell zu vergehen.

Es braucht ein Zusammenspiel aller Elemente, um ein ausgewogenes und damit gesundes und erfülltes Leben zu führen. Und es braucht den Einsatz, das Ausleben unserer Stärken, das Entfalten unseres Potentials. Im Feuer-Element ist die zugehörige Meridian-Energie-Organ-Qualität die des Herzens (und seiner drei BeschützerInnen). Mehr…

Feuer ist ein wunderbares Element, wenn wir wissen, mit ihm umzugehen – bedacht, aber ohne es zu unterdrücken, in Ausgewogenheit mit all den anderen Lebensaspekten Erde, Metall, Wasser und Holz.

Neugierig? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin für eine Shiatsu-Behandlung vereinbarst.

Melanie LannerDas Feuer-Element

Erleuchtung ist Verliebtsein ins Leben

Melanie Lanner Shiatsu

„Verliebtsein hat viel mit Erleuchtung zu tun.
Es ist eine Art Ekstase, in der Sie sich öffnen und mit anderen verbinden.
Verliebte genießen das Leben.
Sie sehen nicht nur die Vorzüge des oder der Angebeteten,
sondern auch die Vorzüge ihrer Umwelt.
Sie hören Vögel zwitschern, sehen das Schilf, das sich im Wind wiegt,
freuen sich über knospende Blüten
und mögen plötzlich sogar ihre brummige Nachbarin.
Sie lassen anderen im Straßenverkehrt großzügig die Vorfahrt,
eilen als Erste zu Hilfe, wenn ein Kind vom Fahrrad fällt,
und es stört sie nicht im Geringsten, dass der Mensch,
der all diese wundervollen Gefühle ausgelöst hat,
langsam kahl wird oder aus dem Mund riecht.
Fast jeder Mensch war einmal verliebt; darum wissen Sie genau, wovon ich rede.
Hätte ich Ihnen etwas über Erleuchtung erzählt,
könnten Sie ‚Das kapiere ich nicht!‘ rufen.
Aber wenn Sie sich noch vage daran erinnern, wie Sie sich fühlten,
als Sie zum letzten Mal verliebt waren, ist Ihnen völlig klar, worauf ich hinaus will.“
(Ton van Gelder)

verliebt Erleuchtung

Verbunden mit unserem Feuer spüren wir die Verbundenheit mit allem, was ist. Wir können uns als integralen Teil des Großen Ganzen fühlen. Genauso wie wenn wir verliebt sind.

Wir können es auch so formulieren: Erleuchtung ist Verliebtsein ins Leben, in die Welt, ins Sein…

Melanie LannerErleuchtung ist Verliebtsein ins Leben

Shiatsu im Sommer

Melanie Lanner Shiatsu

Langsam werden die Kirschen in unserem Garten reif. Und obwohl es dieses Jahr in Graz erstaunlich windig und dadurch kühler ist, ist es jetzt einfach nicht mehr zu übersehen: Es wird Sommer. In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) wird der Sommer dem Element „Feuer“ zugeordnet. Feuer, das wärmend und lebenspendend ist, wie der Sommer und die Sonne.

TCM Sommer Feuer

Feuer ist ambivalent wie die Hitze im Sommer: Zum Einen brauchen wir die Wärme – physisch und auch im übertragenen Sinn. Denn niemand kann ohne die Herzenswärme von Mitmenschen und ohne die belebende Kraft des eigenen Herzensfeuers leben.

Zum Anderen ist das Feuer eine zerstörerische Kraft, die alles niederbrennt, wenn wir nicht wissen, mit ihr umzugehen. Mehr…

Melanie LannerShiatsu im Sommer

Wir sind Natur

Melanie Lanner Shiatsu

„Shiatsu ist keine Methode, sondern ein Weg.
Sein Ursprung ist der Ursprung des Lebens.
Sein Wirken das Wirken der Natur.
Seine Lehre ist die Lehre vom Spiel der Lebenskräfte.“
(Achim Schrievers)

Für mich war es in der Corona-Zeit und all ihrer Verunsicherung immer wieder heilsam und stabilisierend zu sehen und zu spüren, dass die Natur ihren Gang geht – ungeachtet von all dem, was uns Menschen in dieser Zeit beschäftigt hat. Ja, in manchen Fällen hat die Natur sogar von den Corona-Maßnahmen profitiert: weniger Abgase und weniger Umweltverschmutzung generell, sodass es sogar messbar weniger CO2-Ausstoß gab, die Luftverschmutzung prinzipiell zurückgegangen ist und die Fische in den Canal Grande zurückgekehrt sind.

Natur Eingebundensein

Da gibt es also etwas, das größer ist als wir Menschen. Etwas, von dem wir Teil sind. Etwas, das auch wir sind: Natur. Dies zu erinnern und dem auch in der Medizin Rechnung zu tragen, hat sich die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) zur Aufgabe gemacht. Und das finde ich wunderschön!

Melanie LannerWir sind Natur

Der Freude folgen

Melanie Lanner Selbstbegegnung

In dem Wissen um das Eingebundensein liegt tiefe Freude, tiefes Vertrauen und Dankbarkeit. Freude, die Emotion des Feuer-Elements, sorgt für den Fluss der Energien in unserem Körper. Folgen wir der Freude, schließen wir uns dem Lebensfluss an.

Freude Lebensfluss

Stelle doch einmal bei einer (wichtigen) Entscheidung die Frage nach der Freude. Was macht dir Freude? Stelle deine analytisch-rationalen Betrachtungen eine Zeitlang zur Seite und frage dich: Was macht mir mehr Freude, wenn ich den Weg nach links oder nach rechts wähle? Worin liegt wirklich Freude?

„Indem man seiner Freude folgt, bringt man sich gewissermaßen auf eine Spur,
die immer schon da war und auf einen wartete,
und das Leben, dass man führen sollte,
ist genau das Leben, das man führt.“
(Joseph Campbell)

Freude meint nicht (permanenten) Spaß, Freude meint einen tiefen Lebensinn. Also: Was würde die Freude wählen?

(Mehr zur Freude findest du hier…)

Melanie LannerDer Freude folgen

Schutz-Maßnahmen für meine Shiatsu-Praxis

Melanie Lanner Shiatsu

Meine Shiatsu-Praxis darf ab 01.05.2020 laut der COVID-19-Lockerungsverordnung der Bundesregierung wieder öffnen.

Zusätzlich zu den sowieso hohen Hygienestandards im Shiatsu müssen in meiner Praxis zur Eindämmung von Covid-19/Corona folgende zusätzlichen Schutz-Maßnahmen eingehalten werden:

  • Bitte trage schon beim Hereinkommen in die Praxis und auch in der Shiatsu-Behandlung einen Mund-Nasen-Schutz (ich trage natürlich ebenso einen).
  • Wasche oder desinfiziere dir bitte beim Hereinkommen zuerst die Hände.
  • Und halte bitte im Wartebereich, sollte noch jemand anderes dort sein, mindestens einen Meter Abstand.

Darüber hinaus sorge ich für regelmäßige Desinfektion und Durchlüftung der Räumlichkeiten. Die Leintücher werden selbstverständlich nach jeder Behandlung gewaschen. Ich achte auf den 1-Meter-Abstand im Vor- und Nachgespräch. Außerdem lege ich die Termine so, dass zwischen den Terminen eine Pause ist, sodass es zu möglichst wenigen Begegnungen zwischen KlientInnen kommt.

!! Bei Krankheitssymptomen, insbesondere Fieber, Husten und Atemnot, Geschmacks- und Geruchsstörungen, darfst du die Praxis nicht betreten! Sage deinen Termin, solltest du krank werden, bitte auch sofort ab. !!

Hast du Fragen zu den Maßnahmen und den hygienischen Bedingungen für eine Shiatsu-Behandlung, bitte melde dich telefonisch oder per E-Mail bei mir.

Genauere Informationen der Wirtschaftskammer inklusive des zugrunde liegenden Gesetzesblattes findest du hier.

Melanie LannerSchutz-Maßnahmen für meine Shiatsu-Praxis

Wiedereröffnung ab 1. Mai

Melanie Lanner Shiatsu

Jetzt darf ich doch früher als geplant wieder arbeiten: Ab 1.5. darf ich offiziell meine Shiatsu-Praxis wieder öffnen. Noch ist unklar, unter welchen Schutzmaßnahmen. Doch das Datum steht fest. Und obwohl es in gewisser Weise eine „Rückkehr ins Alte und Gewohnte“ für mich ist, will ich doch diese Zwischen-Zeit nutzen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen und die Zeit der Corona-Maßnahmen und meiner beruflichen Einschränkungen zu reflektieren.

Ein großes Danke!

Werfe ich noch einen Blick zurück auf die Zeit der Corona-Maßnahmen, kommen mir vor allem zwei Dinge sofort in den Blick. Wie dankbar ich bin, in einer Wohnung mit prächtigem Garten zu leben. Mit großartigen Freundinnen und Freunden, die ich zwar in der Zeit natürlich nicht gesehen habe. Trotzdem standen und stehen wir im regen Austausch miteinander – und uns gegenseitig bei. Und dass ich die besten KlientInnen der Welt habe, war vorher auch schon klar und hat sich jetzt einmal mehr bestätigt 🙂 DANKE für all eure lieben Worte und Hilfsangebote!

Ich bin außerdem unendlich dankbar in einem europäischen Land mit funktionierendem Sozialstaat und öffentlichen Gesundheitssystem zu leben. Man kann ja sagen und bemängeln, was man will (und vieles hat natürlich auch Berechtigung). Doch sind wir alle kollektiv unglaublich gesegnet, überhaupt ein soziales gesellschaftliches Netz zu haben, das uns in einer Krise (mehr oder weniger) auffängt. Anders in Indien, in vielen Ländern des südlichen Afrikas, ja auch in den „westlichen“ USA. Dort geht es oftmals ums nackte Überleben. DANKE also für diesen (Geburts-)Segen!

Dankbarkeit

Corona schenkt Klarheit

Dankbarkeit ist das Eine. Das Andere, was Corona bringt, ist Klarheit. Klarheit in meinem individuellen Leben: was funktioniert und was nicht, was trägt (auch in einer Krise) und was nicht, was ist wesentlich und was nicht.

Und auch gesellschaftlich rücken Themen in den Fokus, die zwar nicht neu sind, aber meistens doch nur unter der Oberfläche vor sich hin gären: Das starke Lohn- und Vermögensgefälle, die Niedriglohnsparten speziell die der „HeldInnen des Alltags“, die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf (speziell für Frauen), die Gewalt in den Familien, die Not, die es in Österreich trotz des großen Wohlstands gibt, z.B. von Obdachlosen oder von Kindern aus armutsgefährdeten Familien, die keinen Zugang zu Computern und/oder Internet haben, um überhaupt Zugang zum Distant Learning zu haben.

Sichtbarwerden als Chance

In diesem Sichtbarwerden sehe ich eine Chance – im individuellen und im kollektiven Leben. Denn Bewusstwerdung ist der erste Schritt. Es ist die Basis für Hoffnung auf Veränderung. Keine passive Hoffnung, dass sich alleine dadurch, dass die Corona-Krise ist, etwas verändert. Und schon gar nicht zum Besseren. Sondern eine Hoffnung, die gerade in der Sichtbarwerdung gründet. Denn zurzeit können wir nicht mehr so gut wegschauen. Daraus lässt sich eine aktive Hoffnung bauen: Hoffnung durch Handeln, wie es Joanna Macy nennt. Eine Hoffnung, die darauf beruht, dass wir eine neue Welt mitgestalten: eine gerechtere, gleichere, freiere Welt als jetzt. Für uns persönlich und kollektiv.

Wie erlebst du die Zeit der Corona-Maßnahmen?
Was hast du für dich aus der Corona-Krise gelernt?
Was ist dir klarer geworden?

Ich freue mich schon auf dich! Zur Terminvereinbarung…

Melanie LannerWiedereröffnung ab 1. Mai

Tyrannei der Intimität

Melanie Lanner Gesellschaft

Schon einen Tag, nachdem mein Mann wieder mit dem Arbeiten begonnen hat, fühle ich mich in die Tyrannei der Intimität versetzt. Und ich erinnere mich an das Buch von Richard Sennett mit dem gleichnamigen Titel, das ich letztes Jahr gelesen habe. Etwas, das nach Corona-Krise und der Einschränkung des öffentlichen Lebens klingt, liegt viel tiefer in unserer Geschichte begründet: im Verlust des Öffentlichen. Und diesem Verlust und der damit verbundenen Tyrannei der Intimität geht Sennett schon 1977 auf die Spur. Was ist Öffentlichkeit und wie hat sie sich historisch entwickelt, sind für ihn die Leitfragen in seinem Buch.

Was ist Öffentlichkeit

Öffentlichkeit als Begegnungsraum mit „dem Fremden“

Der öffentliche Raum wurde bei den Römern res publica genannt. Ein Raum, der durch Beziehungen und wechselseitige Verpflichtungen zwischen Menschen bestimmt war, die nicht durch familiäre oder andere persönliche Bande miteinander verknüpft waren. Vielmehr war dieser öffentliche Raum auch der Raum, „den Fremden“ zu begegnen und mit ihnen im Austausch zu stehen. Die Öffentlichkeit bezeichnet also das, was ein Gemeinwesen verbindet – manchmal auch „Masse“ oder „Volk“ genannt –, im Unterschied zu Familien- und Freundschaftsbeziehungen.

Seit dem Tod von Augustus erleben die Römer das öffentliche Leben jedoch nur noch als lästige, formale Pflicht. Es zieht sie kollektiv nach innen – und damit auch ins Christentum und dessen religiöse Verinnerlichung. Der Umgang mit „den Fremden“, der Fremde selbst wird als bedrohlich erlebt. Dadurch verliert die res publica mehr und mehr an Bedeutung. Das Christentum fördert diese Hinwendung nach innen – in der Suche nach dem eigenen Seelenheil.

Öffentlicher Raum in der Aufklärung

So entwickelt sich dann auch erst im 18. Jahrhundert wieder ein öffentlicher Raum, der die Begegnung unter Fremden möglich macht. Zu dieser Zeit wachsen die Städte durch Zuwanderung vom Land, und es entstehen neue Räume des öffentlichen Lebens. Es ist die Zeit der Kaffeehäuser, der öffentlichen Parks sowie der Theater- und Opernhäuser. Um mit Fremden im öffentlichen Raum angemessen umgehen zu können, deren familiären Stand man nicht mehr nachvollziehen konnte, und eine soziale Ordnung in der städtischen Situation herzustellen, haben sich neue Kleidungs- und Sprachvorschriften gebildet. Diese haben auch den öffentlichen Raum so strukturiert, dass eine Begegnung zwischen Unbekannten möglich, ja als lustvoll erlebt wurde. Ein anschauliches Bild für diese Zeit liefert zum Beispiel Jane Austen in ihren Romanen. Mehr…

Melanie LannerTyrannei der Intimität

Der Geist des Kapitalismus

Melanie Lanner Gesellschaft

Schon im Soziologie-Studium ist mir Max Webers Werk „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“, ein Standartwerk der Soziologie, untergekommen. Und endlich konnte ich mich aufraffen, das Buch ganz zu lesen. Denn auch mich beschäftigt schon lange die Fragen: Wie ist der Kapitalismus entstanden? Welche Geisteshaltung liegt ihm zugrunde? Wie konnte er gesellschaftlich zum wichtigsten Paradigma werden? Fragen, mit denen sich Max Weber in seinem Buch auseinandersetzt.

Geist des Kapitalismus Max Weber

Und dabei wählt er eine interessante Perspektive: Ihn beschäftigen weniger die gesellschaftlich-ökonomischen Voraussetzungen des Kapitalismus. Vielmehr geht es ihm um die Entwicklung des kapitalistischen Geistes. Und diesen sieht er, wie der Name seines Werkes schon verrät, im Zusammenhang mit der rationalen Ethik des asketischen Protestantismus.

Neugierig? Dann findest du hier meinen gesamten Artikel.

Melanie LannerDer Geist des Kapitalismus

Sakura auch in unserem Garten

Melanie Lanner Texte

Sakura Kirschblüte

„Der Geist des Yamato ist kein gezähmtes, zartes Pflänzchen,
sondern eine Wildblume, wild hier im Sinn von natürlich. […] Feinheit und Anmut ihrer Schönheit wirken auf unser Gespür für Ästhetik in einer Weise,
wie es keine andere Blume vermag.
Wir können die Bewunderung der Europäer für ihre Rosen nicht teilen,
denen die Einfachheit unserer Blume fehlt.
Auch die Dornen, die unter der Sanftheit der Rose verborgen sind;
die Zähigkeit, mit der sie am Leben festhält, als wäre der Tod ihr verhasst,
als machte es Angst, sodass sie es vorzieht, am Stamm zu verrotten,
statt vor der Zeit zu Boden zu fallen,
auch ihre protzigen Farben, ihr schwerer Duft –
all dies Eigenschaften, die sie von der Kirschblüte stark unterscheiden,
die unter dem Mantel der Schönheit weder Dolch noch Gift trägt,
die immer bereit ist, ihr Leben zu lassen, sobald die Natur sie ruft,
deren Farben nie prunkvoll sind und deren zarter Duft niemals ekelt.“
(Nitobe Inazō 1899, Hervorhebung im Original)

Melanie LannerSakura auch in unserem Garten