Melanie Berner Selbstbegegnung

„Zugleich hängen sie der Illusion an, die Freiheit zu haben,
der Mensch zu sein, der sie sein wollen.
Den größten Teil der Zeit jedoch tun wir nichts anderes
als auf die Wunden zu reagieren,
die unseren Herzen zugefügt worden sind.“
(Thich Nhat Hanh)

 

Melanie Berner

Projekt: Shiatsu als Unterstützung für Pflegepersonal

Melanie Berner Shiatsu

Mit dem Projekt „Die Hände reichen“ unterstützen Shiatsupraktiker*innen das hoch belastete Personal von Intensivstationen. Eine halbe Stunde kann schon helfen, ein bisschen Druck von den Schultern der Pfleger*innen zu nehmen. Mehr im Bericht auf FM4

Shiatsu Behandlung Entspannung Graz

Melanie BernerProjekt: Shiatsu als Unterstützung für Pflegepersonal

Der Dreifache Erwärmer

Melanie Berner Shiatsu

In diesem Jahr mit ständigen Veränderungen, Unsicherheit und gesellschaftlicher Polarisierung ist die Kraft des vierten Feuer-Elements besonders wichtig: der Dreifache Erwärmer.

Der Dreifache Erwärmer oder Homöostase

Der Dreifache Erwärmer ist in der auch in der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) nicht als klassisches Organ verstanden, sondern als ausgleichendes Element im Körper. Er reguliert, in der Sprache der TCM, die drei Bereiche im Oberkörper:

  • Unterer Bereich: Blase, Niere, Dickdarm und Sexualorgane, also Ausscheidung und Fortpflanzung
  • Mittlerer Bereich: Magen, Milz-Pankreas, Dünndarm, Gallenblase und Leber, also unsere Verdauung
  • Oberer Bereich: Herz und Lunge

Der Dreifache Erwärmer sorgt für einen Ausgleich in diesen Bereichen – im Wärme- und Energiehaushalt ebenso wie auf emotionaler und spiritueller Ebene. Wir könnten es also auch so formulieren: Der Dreifache Erwärmer sorgt für Gleichgewicht in unserem Leben – und so auch in unserem Leben.

In der „westlichen“ Medizin wird dies Homöostase genannt: ein komplexes Zusammenspiel aus physiologischen Körperfunktionen, Körpertemperatur, Blutdruck, Hormonen…

Dreifache Erwärmer

Im Gleichgewicht sein

Doch nicht nur auf körperlicher Ebene ist es wichtig, für einen Ausgleich zu sorgen. Das Leben selbst ist ein Wechselspiel aus Gleichgewicht und Ungleichgewicht. Ein Leben nur im Gleichgewicht ist nicht möglich. Vielmehr verlagert sich unser Leben wie beim Gehen von einem Bein auf das andere. Mal tragen wir mehr Gewicht auf der einen, dann wieder auf der anderen Seite.

Diese Form von Ungleichgewicht ist nicht ungesund – im Gegenteil, gerade dieser Ausgleich sorgt für unsere physische und psychische Gesundheit. Aktivität und Nichtstun, Anspannung und Entspannung, Einatmen und Ausatmen, Aufnehmen und Loslassen…

Ungesund wird es dann, wenn wir – bildlich gesprochen – immer nur auf einem Bein stehen. Denn Gehen/Hüpfen auf einem Bein ist anstrengend. Irgendwann kommen wir dann gar nicht mehr voran.

Deshalb ist es wichtig, selbst für einen Ausgleich zu sorgen. Der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt, um dein Leben zu reflektieren: Womit verbringst du deine (Lebens-)Zeit? Was fehlt dir in deinem Leben? Was kommt zu kurz? Und was nimmt zu viel Raum ein? Gibt es etwas, das du im neuen Jahr mehr in dein Leben integrieren möchtest? Etwas, das du loslassen willst? Nimm dir Zeit, all diese Fragen ehrlich zu beantworten.

Denn ein Leben im Gleichgewicht bedeutet vor allem, bewusst und aufmerksam zu sein. Und dich immer wieder neu an die sich verändernden Situationen im Leben anzupassen.

Shiatsu und das innere Gleichgewicht

Shiatsu ist auch eine Möglichkeit, für dein inneres Gleichgewicht zu sorgen. Denn im Shiatsu geht es darum wahrzunehmen, wo (im Körper) zu viel Energie ist, sich staut oder blockiert und wo zu wenig Energie hinfließt, wo du dich kalt, leblos oder taub fühlst. Über bestimmte Behandlungstechniken wird dann auf körperlich-energetischer Ebene für einen Ausgleich gesorgt.

Neugierig? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin für eine Shiatsu-Behandlung vereinbarst.

Melanie BernerDer Dreifache Erwärmer

Frohe Weihnachten!

Melanie Berner Texte

Die Botschaft von Weihnachten:
Es gibt keine größere Kraft als die Liebe.
Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis.
(Martin Luther)


In diesem Sinne wünsche ich dir Frohe Weihnachten und erholsame Feiertage!

Melanie BernerFrohe Weihnachten!

FFP2-Masken-Pflicht

Melanie Berner Shiatsu

Ab sofort gilt in der Shiatsu-Praxis wieder FFP2-Masken-Pflicht.

Melanie BernerFFP2-Masken-Pflicht

2G im Shiatsu

Melanie Berner Shiatsu

Ab 08.11.2021 gilt in der Shiatsu-Praxis die 2G-Regelung (geimpft, genesen). Ich bitte um Verständnis.

Melanie Berner2G im Shiatsu

Der Herzbeutel-Meridian

Melanie Berner Shiatsu

Das Herz als Kaiser unseres Körpers hat drei Beschützer: den Dünndarm, den Herzbeutel und den Dreifachen Erwärmer. In diesem Newsletter wenden wir uns dem Herzbeutel zu, der schon in seiner physischen Funktion den Schutz des Herzens in sich trägt. Denn der Herzbeutel ist die organische Hülle um unser Herz.

Der Herzbeutel-Meridian: Lachen als eine Form von Schutz

In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) wird der Herzbeutel als der Hofnarr des Kaisers bezeichnet: der, der den Kaiser zum Lachen bringt.

Denn Lachen ist auch eine Form von Schutz. Durch Humor können wir uns von bedrückenden Umständen distanzieren. Wir identifizieren uns nicht mehr so sehr mit äußeren Umständen, unseren Gedanken und Gefühlen. Wir gewinnen einen anderen Blickpunkt – und dadurch mehr inneren und äußeren Freiraum. Mehr…

Herzbeutel-Meridian

Verschiedene Formen von Schutz

Es gibt verschiedene Formen von Schutz. Zwei haben wir schon kennen gelernt: (1) Etwas aufnehmen und entscheiden, was wir integrieren und was wir wieder loslassen wollen (Dünndarm-Meridian), (2) Lachen und Humor, um Distanz zu gewinnen (Herzbeutel-Meridian). Ein weiterer wird uns im nächsten Newsletter zum Dreifachen Erwärmer beschäftigen: im Gleichgewicht zu sein. Denn da und präsent, zentriert und bei mir zu sein, ist der beste Schutz, den es für mich gibt.

Manchmal braucht es auch eine klare (verbale) Abgrenzung. In Situationen, die uns gar nicht guttun, gilt es auch manchmal zu gehen. Abstand zu gewinnen, ist auch eine Form von (Selbst-)Schutz.

Mit einer Energiewucht umgehen lernen

Gerade bin ich dabei, auf einer anderen Ebene zu lernen, mit den Energien von anderen Menschen in gesunder Weise umzugehen. In meinem nahen Umfeld sind nämlich einige Personen, die ihre Standpunkte sehr energisch und oftmals starr vertreten. Da ist es für mich schwierig, da zu bleiben und mich nicht überfahren zu lassen. Ich fühle mich in solchen Situationen von einer gewaltigen Energiewelle überrollt und bin unfähig zu handeln oder auch nur etwas zu sagen. Ich ziehe mich komplett in mich selbst zurück, baue energetische Mauern, also Spannung in meinem Körper auf, und bin eigentlich gar nicht mehr da.

Das macht mich traurig, weil ich ja in Verbindung bleiben will, besonders mit den mir nahestehenden Personen. Also will ich lernen, mit ihrer Energiewucht umzugehen. Gerade bin ich dabei, bewusst wahrzunehmen, was mit/in mir passiert: Ich ziehe mich hinter Mauern in mich selbst zurück. Ich werde körperlich ganz starr und verspannt. In einem nächsten Schritt löse ich die körperliche Reaktion auf. Das habe ich in all den Jahren Körperarbeit schon gelernt. Ich atme und bewege mich, mache mich wieder von meiner (körperlichen) Reaktion frei. Und jetzt experimentiere ich gerade damit, präsent und auf meinem Platz zu bleiben und mich nicht in die Ecke drängen zu lassen bzw. mich in mich selbst zurückzuziehen, wenn die Energiewelle heranrollt. Mal sehen, wie gut mir das gelingt…

Was für Strategien kennst du und wendest du an, um dich zu schützen?

Auch Shiatsu kann dich dabei unterstützen, zu lernen, dich selbst zu schützen. Weil du über das Spüren deiner Körpergrenzen in der Berührung lernst, deine Grenzen wahrzunehmen. Weil dich Shiatsu gut in deinem Körper verankert und damit handlungsfähig macht. Und weil du durch eine bewusste Körperwahrnehmung die Möglichkeit gewinnst, bewusst in Situationen zu agieren (und nicht unbewusst in deinen Mustern zu reagieren). Interesse? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin für eine Shiatsu-Behandlung vereinbarst.

Melanie BernerDer Herzbeutel-Meridian

Der Dünndarm-Meridian

Melanie Berner Shiatsu

Dass das Herz der Kaiser unseres Körpers ist, hat uns in unserem letzten Blogartikel schon beschäftigt. Und weil das Herz eine solch zentrale Rolle einnimmt, werden ihm in der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) drei Helfer zur Verfügung gestellt: der Dünndarm, der Herzbeutel und der Dreifache Erwärmer. In diesem Newsletter werden wir uns mit dem Dünndarm-Meridian beschäftigen.

Der Dünndarm-Meridian

Wenn das Herz der Kaiser ist, ist der Dünndarm seine Chefsekretärin. Denn der Dünndarm ist der Meridian, der entscheidet, was assimiliert und was ausgeschieden wird. Er trennt das Helle vom Trüben, heißt es dazu in der Sprache der TCM.

Was integrieren wir? Und was lassen wir lieber los?

Der Dünndarm ist also der Lebensaspekt in uns, der entscheidet, welche äußeren Einflüsse wir aufnehmen und integrieren bzw. welche wir lieber wieder loslassen und (über die Ausscheidungsorgane) abgeben. Diese Funktion ist eine sehr wichtige, da wir keine in uns geschlossenen Entitäten sind, sondern im Austausch mit unserer Umwelt stehen. Sowohl mit äußeren klimatischen Einflüssen (wie Wind, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Trockenheit), die in der TCM eine zentrale Rolle spielen, als auch mit der Nahrung, die wir uns zuführen. Deshalb ist auch die Ernährungslehre ein wichtiger Eckpfeiler in der Traditionell Chinesischen Medizin.

Doch Nahrung geht über die Nährstoffe, die wir uns durch unsere Ernährung zuführen, weit hinaus. Denn wir sind den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt: den Stimmungen anderer Menschen, der Atmosphäre von Orten, den Inhalten dessen, was wir lesen, hören und anschauen,… also den vielfältigsten äußeren (energetischen) Einflüssen.

Dünndarm-Meridian

Abgrenzen oder eine bewusste Entscheidung treffen?

Eine Strategie mit diesen äußeren Einflüssen umzugehen, ist die Abgrenzung, sich also selbst dadurch zu schützen, dass möglichst wenig von diesen Einflüssen an uns herankommen.

Doch ich weiß nicht, wie es dir geht… Ich jedenfalls kann das nicht. Und um ehrlich zu sein: Ich will das auch gar nicht. Wenn ich mich in dieser Form abgrenzen würde, könnte ich meine Arbeit als Shiatsu-Praktikerin nicht mehr ausüben. Ich würde einfach nichts mehr spüren. Und das nicht nur im Shiatsu.

Wie also mit all den äußeren Einflüssen umgehen? Für mich bietet der Lebensaspekt des Dünndarms einen wichtigen Hinweis: Erst einmal wahrnehmen. Mich nicht verschließen. Mich vielmehr öffnen, um das wahrzunehmen, was ist. Und dann – in einem zweiten Schritt! – zu entscheiden: Tut mir das gut? Oder nicht? Passt das zu mir? Oder lasse ich es wieder los? Will ich es aufnehmen und integrieren? Oder gebe ich es lieber wieder ab?

Ist die Dünndarm-Energie in uns kraftvoll und ausgeglichen, können wir diese Entscheidungen in gesunder Weise für uns treffen. Dann nehmen wir so viel in uns auf, dass es unserer (Weiter-)Entwicklung dient. Und geben so viel wieder ab, dass wir in unserer Mitte und wir selbst bleiben (können).

Ist der Dünndarm-Meridian jedoch aus dem Gleichgewicht geraten, plagen uns zum Beispiel Verdauungsbeschwerden, insbesondere ein Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, oder Lernschwierigkeiten, weil wir das, was wir aufnehmen, nicht verarbeiten können.

Dann tut Shiatsu gut, um die Dünndarm-Energie in uns wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Oder du trinkst heißes Wasser – das wichtige Wundermittel für unseren Dünndarm. Die Wahl liegt ganz bei dir 🙂 Ich freue mich auf jeden Fall, wenn du einen Termin für eine Shiatsu-Behandlung vereinbarst.

Melanie BernerDer Dünndarm-Meridian

Hochsensibilität braucht einen starken Dünndarm

Melanie Berner Shiatsu

Bist du hochsensibel? Dann ist die Kraft des Dünndarms für dich von besonderer Bedeutung: Denn wer viel wahrnimmt, muss auch mit Vielem umgehen. Als hochsensible Person muss ich wissen, was mir – auch auf der subtilen, energetischen Ebene – guttut und was nicht. Ich muss bewusst die Entscheidung treffen, was von all den Einflüssen ich integriere und was ich wieder loslasse – weil es nicht zu mir gehört, weil es mir nicht guttut, weil es nicht zu mir passt: Seien es Meinungen und Konzepte anderer Menschen, seien es ihre Energien oder die Atmosphäre von Orten…

hochsensibel

Manchmal ist es auch gar nicht so leicht zu unterscheiden, wann ein äußerer Einfluss persönlich mir gilt und wann es „einfach nur“ das ist, was ich wahrnehme, weil es im Raum ist, weil es die andere Person als Thema mitbringt, weil es gerade unserer kollektiven Zeit entspricht…

Doch diese Unterscheidung ist wichtig. Ansonsten verlieren wir uns selbst und wissen nicht mehr, wo wir beginnen und wo wir aufhören. Dann verwechseln wir beispielsweise „schlechte äußere Energien“ mit dem Gefühl, selbst etwas falsch gemacht zu haben und deshalb diese „Reaktion“ der anderen Person zu ernten. Dann ordnen wir die Reaktionen anderer Menschen falsch ein, weil wir glauben, sie würden in ihren (Re)aktionen uns persönlich meinen. Daran kann so manche Beziehung scheitern.

Es ist also wichtig unterscheiden zu lernen: Was gehört zu mir? Was nehme ich „nur“ wahr? Und was tue ich mit dem, was ich wahrnehme? Wichtig für uns selbst. Und für unsere Beziehungen.

Suchst du Unterstützung auf diesem Weg? Dann freue ich mich, wenn du einen Termin für eine Shiatsu-Behandlung vereinbarst.
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Literatur: Elaine N. Aron (2013): Sind Sie hochsensibel? Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen. 9. Auflage. München: MVG.

Melanie BernerHochsensibilität braucht einen starken Dünndarm