Dankbarkeitsmeditation

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Um der Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen, die gerade in mir und aus mir heraus fließt, habe ich eine für mich stimmige Dankbarkeitsmeditation entwickelt, die ich mit dir teilen will. Zuerst gilt es die Frage zu klären, wem oder was du dankbar bist: vielleicht dem Leben, dir selbst, dem Göttlichen? Vielleicht braucht es auch keinen Namen, du bist einfach dankbar. Wie dem auch sei, verleihe deiner Dankbarkeit Ausdruck. Mit einem Gebet, einer Bewegung, einem Lied, einem Tanz, einem Gemälde, einem Gedicht, einem Moment der Stille, mit Worten, die du sprichst… ganz wie es sich für dich richtig anfühlt.

Als tägliche Praxis ist die Dankbarkeitsmeditation eine machtvolle „Übung“ – du nimmst all das Wundervolle und Gute in deinem Leben wahr. – Und das, wohin sich deine Aufmerksamkeit wendet, wird gestärkt und vermehrt sich weiter… So führt Dankbarkeit zu noch mehr Freude und noch mehr Glück 🙂 Das klingt doch wunderbar, oder?!

GenussAlso probiere es gleich aus – entwickle deine eigene Form der Dankbarkeitsmeditation. Fünf Minuten pro Tag als Zeit der Dankbarkeit – und es gibt immer etwas, um dankbar zu sein: das Dach über deinem Kopf, das Essen, das uns die Natur so bereitwillig schenkt, Freunde und Freundinnen und andere geliebte Menschen, die wunderschöne Natur, dein Wohlgefühl in deinem Körper, große und kleine Überraschungen des Lebens… Ehre diese Geschenke – und dir wird vielleicht zum ersten Mal bewusst, wie reich du täglich beschenkt wirst.

Melanie LannerDankbarkeitsmeditation

Über das Wollen

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Zielen und Wünschen liegt die Kraft des Wollens zugrunde. Über diese habe ich vor allem in Thor Heyerdahls Buch “Kon-Tiki. Ein Floß treibt über den Pazifik” gelernt.

Thor Heyerdahl, ein norwegischer Forschungsreisender, Archäologe, Anthropologe, Ethnologe und Umweltaktivist, segelt 1947 mit einer sechsköpfigen Mannschaft auf Balsaholzflößen 7.000 Kilometer von Peru nach Polynesien und beweist so, dass eine Besiedelung der pazifischen Inseln durch Balsaholzflöße von Südamerika aus und damit durch die indigene Bevölkerung Perus vor der Zeit der Inkas möglich ist.* Um sein Ziel zu erreichen, muss er viele Widerstände überwinden und Herausforderungen meistern – und durch seine Geschichte lerne ich etwas über die Kraft des Wollens.

Die Kraft des Wollens

Zum Einen lerne ich, nicht sofort bei (größeren oder auch schon kleineren) Widerständen aufzugeben, sondern zu vertrauen, dass es immer noch andere Wege und Möglichkeiten gibt. Zum Anderen wird mir bewusst, dass diese Widerstände auch Prüfsteine für mein Wollen sind. Will ich das, was ich tue, wirklich? Lohnt sich der Einsatz? Lohnt sich der Preis, der zu zahlen, das Opfer, das zu geben ist? Dadurch habe ich die Möglichkeit, noch einmal über mein Ziel zu reflektieren. Ist es mir den Einsatz wert?

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auf 3.000 m in Nepal – die letzten Meter kriechen wir im Dunkeln auf allen Vieren

Ich kenne dieses Wollen, das bereit ist, innere und äußere Widerstände zu überwinden. Während meiner Studienzeit habe ich mich entwicklungspolitisch engagiert und eine eigene Gruppe “welt:fairrückt” gegründet und über Jahre geleitet. Ich habe meine Angst überwunden und vor 200 Leuten gesprochen. Ich habe es geschafft, finanzielle Ressourcen für unsere Veranstaltungen und Aktionen zu beschaffen, obwohl ich anfangs keine Ahnung hatte, wie das geht. Ich habe an meinem Weg festgehalten, obwohl meine Familie das für Unsinn – weil unbezahlt – gehalten hat. Ich bin inneren und äußeren Widerständen begegnet, weil ich unbedingt etwas zu mehr Gerechtigkeit in der Welt beitragen wollte. Auch die Shiatsu-Ausbildung hat meinen Willen auf mehreren Ebenen herausgefordert. Oft – auch wenn es rational schwer nachvollziehbar ist – hatte ich das Gefühl, wie eine Kuh zur Schlachtbank geführt zu werden, wenn ich mich auf den Weg zur Ausbildung gemacht habe. Trotzdem habe ich die Ausbildung abgeschlossen – weil ich es wollte. Auch jetzt im Mamasein spüre ich wieder diesen grenzüberschreitenden Willen: Ich will das Beste für meine Tochter. Und das heißt oft, meine eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen, jedoch nicht weil ich es muss (auch wenn es sich manchmal so anfühlt), sondern weil ich es will, weil ich will, dass sie es gut hat. Im Umgang mit mir selbst begegnet mir wieder mein Wille: Ich will ehrlich zu mir selbst sein und keine Lügen leben. Das ist manchmal schmerzhaft, weil ich unangenehme Seiten an mir entdecke, die ich lieber nicht sehen würde, weil ich Des-Illusionierungen und Ent-Täuschungen erfahre, danach jedoch klarer sehe, und weil es oft meinen ganzen Mut braucht, um das, was ich erkannt habe, auch umzusetzen. So unterschiedlich der Inhalt des Wollens also ist, ist es doch dieselbe Kraft. – Eine Kraft, die uns antreibt und Widerstände als zu meisternde Herausforderungen zu betrachten vermag.

Was willst du? – Und bist du bereit, den Preis zu zahlen? Das Opfer zur bringen? Deine Kraft wirklich einzusetzen?

Und ich lerne, dass es auch in Ordnung ist, „nein“ zu sagen: Wenn die Widerstände so groß sind, will ich es nicht (mehr). Dann ist es aber auch nicht so wichtig. Und ich kann es abhaken und loslassen – und dadurch weitergehen.

„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“
(Berthold Brecht)

Wenn ich mich den – inneren wie äußeren – Widerständen stelle, kann ich also erkennen, wie sehr ich wirklich etwas will, wie stark mein Wille ist und inwiefern mein Wollen wirklich aus mir selbst heraus kommt. Dies knüpft an eine weitere Frage an:

Woher kommt das Wollen?

Warum tue ich das, was ich tue? Will ich es wirklich? Und wenn ich es will, woher kommt der Wille? Was will ich damit bezwecken? Was ist meine Motivation? Da heißt es manchmal, ganz schön ehrlich mit mir selbst zu sein. Agiere ich aus Angst, Geltungsdrang, weil ich gefallen und geliebt werden will und/oder __________ [bitte einsetzen] oder wirklich aus meinem ureigenen Willen? Denn nur wenn es mein wirklicher Wille ist, entfaltet er seine Kraft – und Widerstände können überwunden werden. Ja, dann kann im Widerstand gegen den Widerstand sogar Kraft geschöpft werden. – Und eine Floßfahrt über den Ozean wird möglich.

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*) Ob die Besiedlung wirklich aus Peru stattgefunden hat, ist fraglich und wissenschaftlich umstritten. Doch diese Diskussion ist hier nicht unser Thema, sondern was ich aus Thor Heyerdahls unterhaltsamer Erzählung seiner Reise gelernt habe.

Literatur: Heyerdahl, Thor (1949): Kon-Tiki. Ein Floß treibt über den Pazifik. Wien: Ullstein.

Melanie LannerÜber das Wollen

Ergänzende Gedanken zur Übung

Melanie Lanner Gemeinwohl

Natürlich gibt es „Sachzwänge“ und reale Gegebenheiten. Natürlich gibt es die Notwendigkeit, mich mit dem Nötigsten zu versorgen und meine Bedürfnisse – auch mit Geld – zu erfüllen. Ich lebe ja in dieser Welt. Alles andere wäre eine Illusion und Weltflucht.

Ich kenne auch die Angst und die Unsicherheit. Ich kenne das Gefühl der Ohnmacht. Ich kenne die Angst, nicht genug Geld zum (Über-)Leben zu verdienen. Ich kenne all dies. – Aber ich kenne auch die Kraft der Hoffnung, des Vertrauens und der Begeisterung. Ich kenne die Kraft, die entsteht, wenn ich meine Aufgabe erfülle. Ich spüre dadurch einen Sinn in meinem Leben. Dieser (Lebens-)Sinn verleiht mir Kraft.

Mich durch die Kraft der Begeisterung und durch das Vertrauens ins große Ganze tragen zu lassen, ist vor allem eine Frage des Fokus: Wohin wende ich meine Aufmerksamkeit? Mit was beschäftige ich mich? Was lade ich in mein Leben ein? Wenn ich mich zu viel mit „dem System“ und zu wenig damit beschäftige, was meine Möglichkeiten, Wünsche und Ziele sind, fühle ich mich ohnmächtig.- Davon hat niemand etwas. Wichtig ist es dann, zu den Fragen zurückzukommen: „Was kann ich tun? Was will ich machen? Worüber habe ich Macht?“ Es ist wichtig zu erkennen, worüber ich Macht habe. Wir alle haben Macht! Wir haben die Macht, unser Leben zu gestalten und unser Feld zu bestellen.

Nutzen wir unsere Möglichkeiten, kommt Macht von Machen.

Melanie LannerErgänzende Gedanken zur Übung

Begeisterung

Melanie Lanner Gemeinwohl

Die Kraft der Begeisterung lässt sich nicht übers Sprechen oder über Gedanken mental begreifen, sie lässt sich nur selbst spüren und erfahren. Ein Experiment dazu: [vielleicht magst du dir dafür eine Kerze anzünden]

Schließe, wenn du magst, für einen Moment die Augen. Oder konzentriere dich auf die Kerzenflamme. Nimm drei kräftige Atemzüge. Nimm wahr, wie du dich gerade fühlst und spürst. Wie nimmst du deine Atmung wahr? Deinen Körper? Wie sitzt du gerade auf? Wie nimmst du deinen Nacken, deine Schultern und deinen Rücken wahr? Wenn du willst, bewege dich, sodass du dich entspannter fühlst. Spüre deinen Oberkörper und deinen Bauch. Deine Arme, Hände, Beine und Füße. Spüre, wie deine Füße den Boden berühren und nimm den Boden unter deinen Füßen wahr. Spüre für einen Moment DICH – ganz in diesem Augenblick. Was für Gefühle und Gedanken bewegen dich gerade? Nimm dies einfach wahr, ohne es zu bewerten! […] Atme noch einmal tief ein und tief aus.

Nimm einen kräftigen Atemzug. Und denke an etwas, das du gerne machst, das dich mit bloßer Freude erfüllt. Etwas, das dich begeistert und dein Herz zum Lachen bringt. Sehe und spüre dich, wie du das tust, was du liebst. Das kann etwas sein, das du täglich machst. Oder etwas, das du schon lange nicht mehr getan hast. Es kann auch etwas sein, das du noch nie zuvor getan hast, wonach du dich aber sehnst. Wichtig ist, dass du es gerne und voller Freude und Begeisterung tust. Oder du tust einfach gar nichts und genießt, zum Beispiel im Urlaub, einfach den Augenblick […].

Wenn du dich gut darin spüren kannst, nimm wieder deine Atmung wahr. Was spürst du in deinem Körper? Wie spürst du deinen Kopf, deinen Oberkörper, deinen Rücken, deinen Nacken, deine Schultern, deinen Bauch, deine Arme und Hände, deine Beine und Füße? Was für Gefühle und Gedanken, Worte oder Erinnerungen tauchen auf? Nimm dies wahr, ohne es zu bewerten. […]

Dann komme wieder zurück. Nimm ein paar kräftige Atemzüge. Öffne deine Augen für einen Moment. Du kannst dich auch strecken und etwas dehnen.

Schließe dann wieder deine Augen. Oder konzentriere dich auf die Kerze. Nimm einen kräftigen Atemzug und lass folgende Worte und Sätze auf dich wirken. Nimm wahr, was sie in dir auslösen. Wie nimmst du deine Atmung wahr? Deinen Körper? Wie spürst du deinen Kopf, deinen Oberkörper, deinen Rücken, deinen Nacken, deine Schultern, deinen Bauch, deine Arme und Hände, deine Beine und Füße? Was für Gefühle und Gedanken bewegen dich gerade? Nimm dies einfach wahr, ohne es zu bewerten! […]

  • Ich muss mich und meine Familie ernähren.
  • Ich habe keine andere Wahl.
  • Ich mag meinen Job zwar nicht, aber was soll ich tun?!?
  • Arbeitslosigkeit
  • Konkurrenzdruck
  • Sachzwänge
  • Der Wirtschaftsstandort Österreich
  • Humankapital
  • Konsum

Lass dies auf dich wirken – und beobachte dich! […] Und dann nimm ein paar kräftige Atemzüge und komme zurück. Öffne deine Augen für einen Moment. Du kannst dich auch strecken und etwas dehnen.

Schließ dann noch einmal deine Augen. Oder konzentriere dich auf die Kerze. Nimm einen kräftigen Atemzug und hole dir noch einmal dein vorheriges Bild der Freude und der Begeisterung zu dir. Hole dir deine Begeisterung zurück. Wenn ein anderes Bild auftaucht, ist es auch gut. Hauptsache, es erfüllt dich mit Freude und Begeisterung. Spüre dich noch einmal in dieser Stimmung. Genieße es! […] Nimm noch ein paar kräftige Atemzüge. Öffne deine Augen, konzentriere dich auf die Kerze.

Das ist die Kraft der Begeisterung, die ich meine. Nimm dir Zeit, die Erfahrung zu verarbeiten. Wenn du magst, mache dir eine paar Notizen.

Es ist deine Entscheidung, mit welcher Haltung du der Welt begegnest.

Ergänzende Gedanken zur Übung

Melanie LannerBegeisterung

Wertschätzung

Melanie Lanner Gemeinwohl

Die Natur wertschätzen…

… heißt, sie nicht nur als Ressourcengeberin, die wir egoistisch für unsere Ziele ausbeuten dürfen, zu betrachten, sondern Dankbarkeit für die Fülle und den Reichtum empfinden, die sie uns schenkt: Nahrung, Kleidung, Unterkunft… alles, was wir brauchen. Wie eine gute Mutter, die für uns alle sorgt. Das ist ein unglaubliches Geschenk! Lieben wir die Natur, schützen wir sie. Wir gehen schonend mit ihren wertvollen Ressourcen um, werfen keinen Müll in die Natur, achten auf unseren ökologischen Fußabdruck undundund – wir leben den Umweltschutz ganz natürlich. Weil wir die Natur lieben, nähren wir sie.

Empathie entwickeln

Wenn wir für die Menschen, mit denen wir gemeinsam den Planeten teilen, und die zukünftigen Generationen Empathie entwickeln und ihre Würde als Mensch erkennen, beuten wir sie nicht aus, missbrauchen und benutzen sie nicht als Mittel für unsere Zwecke. Wir gehen wertschätzend, achtsam und respektvoll miteinander um. Wir hinterlassen einen Boden, auf dem die zukünftigen Generationen leben können.

Mir fällt es schwer, für „die Gesellschaft“ und „das System“ Empathie zu entwickeln. Ich spüre dann eher Abgrenzung, Abspaltung und manchmal ungezähmten Hass in mir: Wie können wir nur?! Wie können „sie“ nur so eine Gesellschaft gestalten?!? Ich gerate ganz außer mir. – Das Einzige, das dann hilft, ist zu mir selbst zurückzukommen. Die Welt ist, wie sie ist. Ich komme zu mir selbst zurück: Meine Werte sind Liebe, Leben und Authentizität. Im Umgang miteinander und der Natur sind mir Respekt, Achtsamkeit und Wertschätzung wichtig.

Wie fülle ich diese Werte mit Leben und bringe sie damit in die Gesellschaft, das Kollektive ein? Ich bestelle mein Feld. Ich richte meinen Fokus zurück zu mir und auf meinen Gestaltungsraum, mein Umfeld.

Gut, ich kann zwar für „die Gesellschaft“, in der wir leben, keine Empathie entwickeln, aber ich kann das große Ganze – ich nenne es Mutter Erde – und mein Leben als wunderbares Geschenk lieben. Ich kann die Menschen in meinem Umfeld als ganze Mensch sehen. Ich kann damit beginnen, für das, was mich umgibt, Empathie zu entwickeln: meine Familie, meine FreundInnen, die alte Frau, die gegenüber wohnt, die Nachbarskinder, den Kollegen, der mir jeden Morgen den Kaffee bringt, die Menschen und die Natur direkt vor meiner Haustür. Ich tue mir am leichtesten, Empathie für die die Menschen zu entwickeln, die auf meiner Shiatsu-Matte liegen. Nach höchstens zehn Minuten öffnet sich mein Herz: weil ich mich in ihnen erkenne und sehe, dass wir einfach alle Menschen sind – mehr oder weniger verletzte Menschen auf unserem Lebensweg mit je eigenen Herausforderungen und Lebensumständen, dass wir aber doch im Endeffekt einfach alle geliebt werden und uns nicht alleine fühlen wollen. Das macht das Menschsein aus. Für das Menschsein in Menschen kann ich Empathie entwickeln. Dann ist der andere ein Mensch wie ich: Unvollkommen, einzigartig und wundervoll. 🙂

Wenn ich Menschen als ganze Menschen sehe, entwickle ich Empathie.

Empathie heißt Herzöffnung.

Mein Herz für andere Menschen zu öffnen, gelingt mir am leichtesten, wenn ich mich stabil in mir und durch andere (die anders sind als ich und/oder anders denken und handeln als ich) nicht bedroht fühle. Innere Stabilität entwickle ich, indem ich mich erkenne. Mit was identifiziere ich mich? Und warum? Sei offen für das, was dir im Alltag begegnet. Was spricht dich an? Womit identifizierst du dich? Schreibe dies auf – und frage dich “warum”. Finde mindestens fünf Antworten! So erkennst du dich mehr und mehr selbst.

Wenn du dich selbst kennst und dich in dir selbst sicher und stabil fühlst, kannst du dein Herz für andere öffnen. Dann fühlst du dich durch andere Standpunkte nicht mehr bedroht. Auch ein stabiler Selbstwertanker ist dafür ein guter Startpunkt.

Öffnest du dein Herz, schaffst du einen Raum, in dem auch andere ihr Herz öffnen können.

Stelle dir eine solche Welt einmal vor! – Also mein Herz lacht 🙂

Melanie LannerWertschätzung

Dein Beitrag zählt!

Melanie Lanner Gemeinwohl

Reicht das? Reicht mein winzig kleiner Beitrag? Ist das nicht zu wenig? Sollte ich nicht mehr, immer noch mehr…? – Gleich vorweg: Ich kenne diese Fragen, diese Unsicherheit. Auch mich verfolgen diese Fragen. Wieder und wieder. Doch ganz pragmatisch: Ist der kleine Beitrag nicht besser als gar keiner?

Dein Beitrag

Jeder Weg besteht aus kleinen Schritten.

Ich sehe oft (bei mir und anderen Menschen, mit denen ich ins Gespräch komme), dass das „viele Schlechte in der Welt“ so lähmend ist, dass wir uns ohnmächtig fühlen und glauben, gar nichts tun zu können. Natürlich kann ich als einzelner Mensch nicht die Welt ändern. Das wäre auch schlimm. Dann wäre ich eine Tyrannin. Das wäre für niemanden gut.

Ich kann meinen Beitrag leisten und dem großen Ganzen vertrauen – das sicher mehr weiß als du oder ich 🙂 Kein einzelner Mensch weiß – oder muss es wissen-, was für alle oder das große Ganze das Beste ist. Das weiß niemand, denn das macht das Menschsein aus: nicht(s) zu wissen. Deshalb kann ich nur das tun, was ich für richtig halte. Ich treffe eine Entscheidung – dann noch eine… Ich stehe zu meinen Handlungen und trage die Konsequenzen. Ich übernehme Verantwortung. So einfach ist das menschliche Leben – eigentlich 😉

Den eigenen Beitrag wertzuschätzen, ist ein wichtiger Anfang! Das wertschätzen, was du schon tust. Das vergessen wir oft und verfallen in ein immer-mehr und es-ist-nie-genug. Außerdem vergessen wir darüber, wie viel Macht wir eigentlich haben und sowieso schon nutzen. Den eigenen Beitrag wertzuschätzen, hilft dir also auch, wenn du dich gerade ohnmächtig fühlst.

Es zählen die kleinen Schritte. Immer. Auf jedem Weg.

Sich mit dem eigenen „kleinen“ Platz in dieser Welt zufriedenzugeben, heißt, Demut zu entwickeln. Ich bin ein Teil vom großen Ganzen – wenn man so will, nur ein Teil. Darin bin ich wertvoll. Ja, genau darin bin ich gefragt, gewollt, geliebt, wertvoll! Wie die einzelnen Organe in deinem Körper. Sie erfüllen ihre Aufgabe, nicht alle Aufgaben, die anstehen. Ähnlich einem Organ des großen, ganzen Organismus erfüllst auch du deine Aufgabe und bist nicht verantwortlich, alle zu erfüllen. Dies zu glauben, ist im schlimmsten Fall pathologischer Narzissmus oder kindlicher Größenwahn.

Fühlst du dich davon angesprochen, beginne mit der Frage, was dich motiviert zu handeln. Vielleicht kommst du wie ich drauf, dass ein tief verborgener Minderwertigkeitskomplex hinter deinem aufopfernden Verhalten liegt (mehr…). Sich für alles verantwortlich zu fühlen, ist nichts anderes als Aufopferung. Das Auflösen dieses Traumas ging für mich über die Psychotherapie.

Liegen deine Themen nicht ganz so tief vergraben, kannst du dich an dieser Stelle mit deinem Größenselbst auseinandersetzen. Es ist gut, die eigenen Schwachstellen zu kennen und einen Selbstwertanker zu entwickeln, der dich daran erinnert, dass du alleine dadurch, dass du geboren bist, wertvoll bist – und zwar so, wie du bist! Mehr…

Und jetzt stelle dir kurz eine Welt vor, in der die Menschen in ihrem Selbstwert ankern.
Wäre das nicht eine andere Welt?!? 🙂

Melanie LannerDein Beitrag zählt!

Was ist Wirtschaften?

Melanie Lanner Gemeinwohl

Auf dem Podium zum Gemeinwohl-Ökonomie-Kongress saßen VertreterInnen der Zivilgesellschaft (Mag. Christian Felber), der Politik (Bürgermeister Siegfried Nagl) und der Wirtschaft – das war ich 😉 Warum diese drei VertreterInnen?

Zivilgesellschaft – Politik – Wirtschaft

Die Zivilgesellschaft bereitet meines Erachtens den gedanklichen Überbau. Sie hinterfragt bestehende Strukturen und Herrschaftsverhältnisse und bietet alternative (Denk-)Modelle an. Es geht um die Fragen, was das Gemeinwohl ist und wie es umgesetzt werden kann. Wenn du dich dafür interessierst, empfehle ich dir wärmstens das Buch „Gemeinwohl-Ökonomie“ von Christian Felber.

Die Politik schafft die Rahmenbedingungen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, damit auch der Gemeinwohl-Ökonomie. Gesetze können so gestaltet sein, dass sie Anreize schaffen, nach dem Gemeinwohl zu wirtschaften – oder eben nicht.

„Die Wirtschaft“ sind für mich die Menschen, die Ideen umsetzen, tätig sind und machen. Sie verleihen der Gemeinwohl-Ökonomie im Konkreten Leben.

Was ist wirtschaften?

Wirtschaften dient der Erfüllung der kollektiven und individuellen Bedürfnisse – was gesellschaftlich natürlich schwierig ist, wenn wir uns und damit unsere wahren Bedürfnisse nicht spüren. Hier sehe ich einen wichtigen Ansatzpunkt für die Gemeinwohlökonomie-Bewegung, also wieder das Spüren zu lernen. Ein Weg ist die Körperarbeit 😉

Wirtschaften heißt, sinnvolles Tätigsein und Ideen umzusetzen. Wirtschaften ist für mich Selbstverwirklichung und die Erfüllung der eigenen Aufgabe im großen Ganzen. Im Sinne des Gemeinwohls zu wirtschaften, bedeutet für mich, die eigene Lebensaufgabe zu erfüllen.

Wirtschaften ist mehr als Geldwirtschaft

Wirtschaften sehe ich über die Geldwirtschaft hinausreichend als sinnvolles Tätigsein. Dies umfasst auch die reproduktive Arbeit (wie u.a. Kindererziehung, Haushaltsführung, Pflege von Angehörigen) und schöpferische Tätigkeiten wie kreatives Gestalten und das Bepflanzen von Gärten. Sprechen wir über eine Gemeinwohl-Ökonomie, müssen diese (oft unsichtbaren) Bereiche (gedanklich) integriert werden.

Wirtschaften als ganzer Mensch

Wirtschaften findet nicht abseits von meinem Leben statt. Leben und Wirtschaften lassen sich nicht voneinander trennen, denn ich bin Wirtschaftstreibende und Unternehmerin als ganzer Mensch. Ich lasse „die Shiatsu-Praktikerin Melanie Lanner“ nicht in der Praxis, wenn ich abends nach Hause gehe. Sie ist Teil meiner Identität. „Melanie Lanner privat“ nehme ich mit in die Praxis. Das ist für mich der Weg des Authentischseins – auch oder gerade im Beruf. Dies führt auch zu mehr Verantwortungsbewusstsein, das wir gesellschaftlich so dringend speziell in der Wirtschaft brauchen, denn dann habe ich keine abgespaltene Persönlichkeit in mir zur Verfügung, die „in der Arbeit“ andere ausbeuten kann, während ich „doch ein netter Mensch“ bin. Wieso sollte „die Wirtschaft“ abseits vom Leben stattfinden?!? Wirtschaften ist Teil vom Leben – individuell und gesellschaftlich.

Melanie LannerWas ist Wirtschaften?

Was ist das Gemeinwohl?

Melanie Lanner Gemeinwohl

Was braucht es, um im Sinne des Gemeinwohls zu wirtschaften?

Die stärkste Motivation im Sinne des Gemeinwohls zu wirtschaften, ist meines Erachtens die intrinsische – d.h. die aus mir selbst heraus geborene – Motivation als Unternehmerin oder Unternehmer. (Gedanken, was die Wirtschaft für mich ist, findest du hier…)

Wie komme ich zur Motivation, im Sinne des Gemeinwohls zu wirtschaften?

Aus meiner Erfahrung heraus ist die Frage nach der eigenen Motivation ein tiefer, umfassender Selbstreflexionsprozess, den mir niemand abnehmen kann. Der Prozess kann mit der Frage beginnen: Aus welcher Motivation tue ich etwas, zum Beispiel wirtschaften und/oder mich politisch engagieren? Glaube ich für die ganze Welt verantwortlich zu sein, die Welt retten und mich dafür selbst aufopfern zu müssen? Oder handle ich aus Freude und Begeisterung? (Eine Übung, um die Kraft der Begeisterung zu entdecken, findest du hier…) Vorsicht! – Diese Fragen können unangenehme Antworten aufwerfen!

Ich bin draufgekommen, dass mein unbewusstes Schuldgefühl, geboren worden zu sein, viele Jahre – nein, Jahrzehnte! – dazu geführt hat, dass ich immer „die Gute“ sein und alles richtig machen wollte, um überhaupt existieren zu dürfen. Außerdem habe ich mich als Retterin meiner ganzen Familie, später der ganzen Welt, berufen gefühlt. Mein zivilgesellschaftliches Engagement hatte diese Selbstaufopferung zur Basis. Erst in einer beginnenden Burn-out-Spirale habe ich die Notbremse gezogen und mich aus der zivilgesellschaftlichen Bewegung zurückgezogen. In dieser Auszeit habe ich mich auf mich selbst (zurück)besonnen und angefangen, mich zu spüren, abseits meiner Kindheitsverletzungen. Ich habe erkannt, dass ich ein Recht zu leben habe, einfach weil ich geboren bin. Ja, es ist gut, dass ich geboren bin. Ich habe Selbstliebe und ein Gefühl für meinen Wert entwickelt. Jetzt weiß ich: Ich muss niemanden retten, geschweige denn die ganze Welt. Es ging für mich um die Frage, was ICH wirklich in meinem Leben will. Die Antwort auf der beruflichen Ebene war und ist Shiatsu, ist die ganzheitliche Körperarbeit „Berührt!“.

Ein weiterer Schritt war die Frage nach meinen Werten: Wofür kann ich mich wirklich begeistern? Was ist mir wirklich wichtig? Die zwei für mich wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit meinen Werten sind: Was ist mir so wichtig und wertvoll, dass ich nicht möchte, dass es beeinträchtigt oder gefährdet wird? Wofür wäre ich bereit, einzutreten und etwas zu riskieren? (Mehr…) Meine Antwort leitet meinen Weg.

Es geht auch darum zu erkennen, warum ich wirtschafte: Ich bin Unternehmerin, weil ich mich selbst verwirklichen und meine Werte mit Leben füllen will. Meine Werte – besonders die Liebe und das Leben als heiliges Geschenk zu betrachten – sind verbunden mit einem spirituellen Zugang zur Welt, was für mich vor allem bedeutet, mich eingebunden zu sehen in alles, was ist, was war und was sein wird. In diesem großen Ganzen habe ich meinen Platz und erfülle darin meine Lebensaufgabe – und zwar meine, nicht alle! Da ich ein Teil des Ganzen bin, muss ich nicht alle Aufgaben erfüllen, nur meine.

Ich handle aus Liebe und Dankbarkeit für die Fülle, den Reichtum des Lebens und der Natur und für das Geschenk meines Lebens – nicht aus einer falsch verstandenen Verantwortung für alles und jeden, aus Verpflichtungs- und Schuldgefühlen. Dem großen Ganzen zu dienen, bedeutet nicht, sich aufzuopfern!

Das Gemeinwohl zu leben und im Sinne des Gemeinwohls zu wirtschaften bedeutet,
die eigene Aufgabe im großen Ganzen zu erfüllen.

Für mich ist dies ein großer, ganzer lebendiger Organismus, den ich Mutter Erde nenne. Ich kann dies auch als menschliche Gemeinschaft, als unsere Gesellschaft betrachten. Oder als Generationenfluss, in den wir alle eingebunden sind. Oder wirtschaftlich gesehen als vernetzte Globalisierung. Kurz zusammengefasst: Wir sind alle miteinander verbunden.

Meine Aufgabe im großen Ganzen zu erfüllen, bedeutet, mein eigenes Feld zu bestellen, da das Gemeinwohl durch einzelne Menschen und unsere individuellen kleineren oder größeren Beiträge gestaltet wird. Gemeinwohl ist ein Prozess. Es ist kein Ziel, das wie auf einer To-do-Liste ein für allemal abgehakt werden kann, indem ich z.B. als Unternehmerin nur eine Gemeinwohl-Bilanz erstelle. Das Gemeinwohl wird stets aufs Neue gestaltet.

Wir gestalten die Welt durch unseren Beitrag.
Mehr können wir nicht tun –
mehr brauchen wir aber auch nicht zu tun!

Das eigene Feld zu bestellen, bedeutet, das eigene Um-Feld nach den eigenen Werten zu bewirtschaften, d.h. ich stelle mir die Frage „Was bedeutet es (in meinem Beispiel) unter dem Prinzip, unter meinen Werten – Liebe, Leben, Authentischsein – Shiatsu zu machen?“ Also: Was bedeutet das, was wir sowieso tagtäglich tun, unter dem Prinzip [hier den eigenen Wert einsetzen, z.B. das Gemeinwohl] zu tun?Und das dann zu tun!

Tun wir das alle, haben wir eine andere Welt. (Wenn dir das zu wenig erscheint, schau hier…)

Ein guter Anfang, im Sinne des Gemeinwohls zu leben und zu wirtschaften, ist es, Empathie füreinander zu entwickeln und mit anderen und der Natur achtsam, respektvoll und wertschätzend umzugehen. Dann ist das Gemeinwohl und die Gemeinwohlökonomie kein leeres Konzept, sondern gelebte Realität. (Zur Kraft der Wertschätzung und Empathie schau hier…)

Ein erster Schritt in diese Richtung ist, einander wieder als ganze Menschen zu begegnen, nicht nur als Funktionen, z.B. Menschen als „die Wirtschaft“, „die Politik“, „die Zivilgesellschaft“ oder „das System“ zu betrachten. Denn wir leben und wirtschaften immer als ganzer Mensch. Die „Menschheit“ hat das System geschaffen, wie es ist, doch in diesem System sind wir alle Menschen mit einem Herz, einer Seele und einer Lebensaufgabe. Das dürfen wir nie vergessen! Blicken wir einander an, dann schauen wir in ein anderes Herz, eine Seele, die sich verwirklichen will. Dann siehst du – im Spiegel des Anderen – DICH.

Melanie LannerWas ist das Gemeinwohl?

Mein Zugang zum Gemeinwohl

Melanie Lanner Gemeinwohl

Das Gemeinwohl zu leben und im Sinne des Gemeinwohls zu wirtschaften bedeutet, die eigene Aufgabe im großen Ganzen zu erfüllen. Das Gemeinwohl hat also viel mit der eigenen Lebensaufgabe zu tun. In der Begegnung mit Menschen im Shiatsu erfülle ich meine Lebensaufgabe. Dafür bin ich sehr dankbar! Wenn du wissen willst, wie auch du deine Lebensaufgabe erfüllen kannst und/oder wenn du dich mehr für das Gemeinwohl interessierst, schaue hier. Und wenn du deiner Lebensaufgabe näherkommen willst, findest du hier eine hilfreiche Übung.

Melanie LannerMein Zugang zum Gemeinwohl

Das eigene Feld bestellen

Melanie Lanner Gemeinwohl, Selbstbegegnung

In mir dreht sich gerade – aus aktuellem Anlass – alles um das Gemeinwohl bzw. die Gemeinwohl-Ökonomie. Ich habe diesen Samstag auf dem Kongress zur Gemeinwohlökonomie in Graz auf dem Podium gemeinsam mit Herrn Bürgermeister Nagl und Christian Felber zum Thema diskutiert. Das war auf mehreren Ebenen ein ganz spannendes Erlebnis für mich 🙂

GWOE-KongressMein Part auf dem Podium war, immer wieder auf das Tun zu verweisen: machen, tun und handeln, das eigene Leben gestalten, die eigene Handlungs- und Gestaltungsmacht nutzen. Durch die Fragen des Plenums ist mir noch einmal bewusst geworden, wie machtlos wir uns oft aufgrund von „Systemzwängen“ fühlen. „Das System“ erscheint so übermächtig. Was kann ich als Einzelner, als Einzelne schon tun?!

Macht-Ohnmacht ist mehr als ein Gefühl. Oftmals sind es real erlebte Erfahrungen, wenn Menschen zum Beispiel für das, wer sie sind, oder für ihre Meinungen, Religion, Sexualität etc. verfolgt werden. Auch Kinder sind den Eltern und anderen Bezugspersonen machtlos ausgeliefert. Macht-Ohnmacht hat also eine gesellschaftliche und eine Beziehungskomponente. Doch dies sind nicht die Aspekte, mit denen ich mich hier befassen will, sondern mit einem Gefühl von Ohnmacht, das mir in vielen Gesprächen mit Menschen – so auch auf dem Podium des Gemeinwohlökonomie-Kongresses – und in meiner Praxis begegnet: „Ich kann doch nichts an meinem Leben ändern!”, “Was kann ich denn tun?!” und “Es ist halt so.“ Auch ich kenne dieses Ohnmachtsgefühl. Ich glaube auch, dass dies ein systemisch und strukturell erzeugtes Gefühl ist. Ich glaube nur einfach nicht, dass wir alle wirklich machtlos sind! Über manche Dinge und Situationen haben wir Macht, über andere nicht. Darauf, dass und wann wir sterben, haben wir zum Beispiel keinen Einfluss. Doch in unserem Leben haben wir oftmals mehr Gestaltungsmacht, als wir selbst glauben. Nämlich dann, wenn wir das, was wir in unserem Leben sowieso tun, gestalten. Dann ist es möglich, an einer neuen Welt zu bauen: der individuellen und der kollektiven.

Das eigene Feld bestellen

Du nutzt deine Macht, wenn du dein Leben und dein Umfeld gestaltest und das, was du sowieso tust, mit dem bewirtschaftest, was dir wichtig ist. Für mich sind dies die Werte der Gerechtigkeit, des Respekts, des Mitgefühls, der Empathie und der Freiheit. Ich stelle mir immer wieder die Frage: „Was bedeutet es, unter den für mich wichtigen Prinzipien Shiatsu zu machen, Mutter zu sein, einzukaufen etc.?“ – Und dann tue ich es auch.

Beispiele, das eigene Feld zu bestellen, gibt es viele: Eine Freundin von mir ist Kindergartenpädagogin und arbeitet in einer Kinderkrippe. Ihr ist es besonders wichtig, die Kinder in ihrer Würde zu stärken. Es geht viel um die Art der Kommunikation, darum, dass Kinder ihre Grenzen äußern können und deren Bedürfnisse gehört werden. So gestaltet sie ihr Feld nach den Werten, die ihr wichtig sind. Eine andere Freundin von mir ist Mutter, Mediatorin und hat den Gemeinwohl-Kongress mit organisiert. Das sind alleine drei Felder, die sie nach ihren Werten bewirtschaftet: Was ist mir in der Erziehung unseres Kindes wichtig? Was für ein Setting von Kommunikation schaffe ich als Mutter, Mediatorin, Partnerin – immer und überall? Sie nutzt ihre Handlungsmacht auch, um mit anderen Menschen gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, was ihr wichtig ist.

GestaltenAlso: Wenn ich mein Feld bestelle, wenn ich etwas bewusst mache und mein Leben nach meinen Vorstellungen gestalte, spüre ich meine Macht. 

Daran knüpft sich auch die Frage, worüber du Macht haben willst. Das heißt auch: Was willst du wirklich?Erinnere dich an die “Unendliche Geschichte” von Michael Ende, deren Motto „Tu, was du willst“ ist. Klingt leicht, oder?! Ist es aber nicht. Zu wissen, was ich wirklich will, ist oftmals der schwierigere Part als das, was ich will, dann zu tun. Die Zugänge zum eigenen Inneren über die Selbst-Gespräche, die ich dir auf meinem Blog vorstelle, sind Möglichkeiten herauszufinden, was du wirklich willst.

Veränderungen vollziehen sich Schritt für Schritt – die eigenen und die gesellschaftlichen. Du musst nur losgehen. Ist der erste Schritt getan, verfliegt das Gefühl von Ohnmacht meist wie von selbst.

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