Selbstbilder

Melanie Lanner Selbstbegegnung, Shiatsu

Derzeit bin ich damit beschäftigt, meine eigene Identität zu finden… eine Identität unabhängig davon, wie ich glaube sein zu sollen, zu müssen… einfach ICH! Das ist natürlich eine ganz kleine Frage, die sich in aller Schnelle beantworten lässt 🙂 Und doch habe ich das Gefühl, ich bin einen Schritt weiter… Meine Erkenntnisse und Bilder will ich mit dir teilen, um dir Mut zu machen, auch dieser Frage nach der Identität nachzugehen, gerade dann, wenn du keine Antwort hast. Denn mein erstes Bild kam in einem Traum: ein leeres Haus. Und dann die Frage, mit was will ich es füllen? Gut, mit positiven Selbstbildern.

Hier mein erstes Selbst-Bild, also ein Vor-Bild, wie ich als Frau sein will:

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Und wie du vielleicht auch siehst, passen der Oberkörper und die Beine nicht wirklich zusammen, eine klare Trennung, eine Spaltung, ein Bruch. Auch eine Bruchstelle, an der ich leicht zu zerrütten bin, weswegen ich schnell durch einen Windstoß von außen aus der Bahn geworfen und umgehauen werden kann. Dann stehe ich zwar wieder auf, aber das ist doch mühsam und anstrengend auf Dauer.

Diese Bruchstelle zu heilen, war mein zweiter Auftrag an mich. Dafür habe ich dieses Bild gestern zerschnitten und werde es verbrennen, sobald mich das Feuer lässt… Ich habe schon zehn Streichhölzer verbraucht, aber bisher hat keines das Feuer entfachen können 🙂 Die Schnipsel sind nur ein bissi angekokelt. Ich übe mich also in Geduld! Und probiere es immer wieder.

Selbstbild_zerschnitten

Dennoch war das Zerschneiden befreiend! Und jetzt ist ein (leerer) Raum entstanden für ein neues Bild, das ich auch mit dir teilen will, sobald es fertig ist. Es sind nämlich auch nach drei Versuchen noch Änderungen vorzunehmen… derzeit an den Schultern… nur so als kleiner Vorgeschmack! …

Nach mehrmaliger Überarbeitung ist mein Selbst-Bild fertig – schau:

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Besonders spannend finde ich den Prozess der Veränderung – im Bild, jedoch auch in meinem inneren Gefühl mir selbst gegenüber. Ich will gar nicht zu viel verraten, sonst stehle ich dir quasi die Selbst-Erkenntnis und die Neugierde aufs Ausprobieren.

Ich lade dich ein, ebenfalls ein Vor-Bild von dir zu malen. Wie willst du sein? Wie sieht dein Vor-Bild aus? Wie ist dein Vor-Bild im Frausein/Mannsein? Es geht nicht darum, ein gutes Bild zu malen – ich bin auch keine Malerin und habe mich vor dem Malen wahrscheinlich ebenso gefürchtet wie du 🙂 sondern darum das, was du dir wünschst, wie du sein willst, auszudrücken, zu materialisieren, damit du Schritt für Schritt zu dem werden kannst, wer du wirklich bist. Wenn wir neue Wege beschreiten, ist es nicht sinnvoll, an alten Bildern festzuhalten oder ausgetretene Pfade zu beschreiten. Dann ist es wichtig ein neues Bewusstsein zu entwickeln, auch für sich selbst: Wer will ich wirklich sein?

Und wenn du Lust hast, bringe das Bild zur nächsten Behandlung mit. Vielleicht finden wir gemeinsam noch “blinde Flecken”. Ich habe mein Bild fünfmal überarbeitet 🙂 Vielleicht entdecken wir bisher verborgene Potentiale. Vielleicht gibt es Wege und Möglichkeiten, die dich unterstützen, zu der oder dem zu werden, wer du wirklich bist oder sein willst. Denn wenn ich eines sicher herausgefunden habe, dann das: Es ist viel sinnvoller, mich an der Zukunft, an dem, was möglich ist, was an Potentialen in mir ist, auszurichten als an meiner Vergangenheit, die im Großen und Ganzen aus nicht sehr ermutigenden Bildern besteht 😉 Also, mach dich auf die Reise in deine Zukunft, zu deiner Vision und deinem Vor-Bild und bringe das mit, wer du wirklich bist (und nicht, wer du warst, oder wer du glaubst, sein zu sollen) – und hüte es wie einen Schatz! Mein Bild hängt jetzt übrigens in einem goldenen Rahmen ganz stolz über meinem Bett 🙂

Melanie LannerSelbstbilder