Die Studienzeit – mich ausprobieren

In meiner Studienzeit habe ich mich ausprobiert, mit verschiedenen Lebens-, Partnerschafts- und Weltmodellen experimentiert. Ich habe viele Anteile in mir gelebt, die ihren Ausdruck finden wollten. Ich habe Fehler gemacht und draus gelernt. Vieles habe ich ausprobiert und wieder fallenlassen. Und vor allem habe ich all das wirklich erfahren und nicht nur davon gelesen oder gehört. Ja, es war eine gute, eine spannende Zeit! Und „Wer bin ich?” hat eine neue Dimension bekommen. Nämlich: Wer will ich in dieser Welt sein? Welche Lebensweise passt zu mir und welche nicht? In welcher der verschiedenen Lebenswelten fühle ich mich wohl, in welchen nicht?

Lebenswelten

Foto: Melanie Lanner (bei der europäischen Weltladenkonferenz)

Verschiedene Lebenswelten kennen lernen

Ich habe mich zivilgesellschaftlich engagiert und bin viel – auch in außereuropäische Länder – gereist. Zum Beispiel habe ich drei Monate in einem Entwicklungszusammenarbeitsprojekt in Nepal gearbeitet und dabei unbeschreiblich viel gelernt. In Graz habe ich andere Freiwilligenarbeit geleistet, z.B. in der Frauennotschlafstelle und in der Betreuung sozial benachteiligter Kinder. Außerdem habe ich die verschiedensten Jobs von der Arbeit im Weltladen, über das Halten von Schulworkshops zum Globalen Lernen und das Erstellen von Unterrichtsmaterial, die Mithilfe in einer Keramikwerkstatt bis zur persönlichen Assistenz eines blinden Mannes ausprobiert. Dadurch konnte ich viele Fähigkeiten (weiter)entwickeln und vielfältige Kompetenzen erwerben.

Darüber hinaus habe ich auf diese Weise Einblick in die verschiedensten Lebenswelten bekommen. Etwas, das mir auch jetzt in meinem Beruf als Shiatsu-Praktikerin und der Begleitung von Menschen zugute kommt. Und auch einfach meine Neugierde auf die verschiedenen Lebensweisen, biographischen Hintergründe, ja Menschen in ihrer Ganzheit befriedigt. Ich bin nämlich ein irrsinnig neugieriger Mensch 🙂 Immer schon gewesen und zum Glück geblieben!

Ganz „nebenbei“ habe ich erfolgreich zwei Studien (Soziologie und Geschlechterforschung) sowie die Ausbildungen zur Tanz- und Ausdruckspädagogin abgeschlossen. So habe ich mich in den verschiedenen Kontexten, Situationen und Beziehungen zu anderen Menschen erfahren. Ich konnte herausfinden, was zu mir passt und wie ich leben will. Dadurch weiß ich jetzt, wer ich in dieser Welt sein will und wer nicht.

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