Vollenden, Heilung und Weihnachten

Melanie Lanner Selbstbegegnung

Wie ich im letzten Blog-Artikel ja schon geschrieben habe, geht es für mich nach Abschluss meines Buchprojekts vor allem ums Aufarbeiten und Vollenden von liegengebliebenen Dingen. Das passt für mich auch wunderbar zum Jahreswechsel, weswegen mich das Thema „Vollenden“ nach wie vor als Lebensmotto begleitet. Auch meinen Blog habe ich mir dahingehend angeschaut und festgestellt, dass auch dort ein paar Themen noch auf ihre Fertigstellung warten. Eines davon habe ich in der Zwischenzeit in Angriff genommen: die Ergänzung meines Selbstheilungsweges von meiner Kindheit bis jetzt. Er geht von meiner Auseinandersetzung mit Spiegeln in meiner Kindheit über meine Jugendzeit in München, das Alleinsein in meiner jungen Erwachsenenzeit, das Mich-Ausprobieren während meiner Studienjahre bis zu einer tiefgehenden Krise, die mich schlussendlich zum Shiatsu geführt hat – und darüber hinaus… Neugierig? Dann findest du hier all meine Reisestationen der (Selbst-)Heilung.

Auch zur derzeitigen Jahreszeitqualität passt das Thema „Heilung“ für mich sehr gut. Heute ist Wintersonnenwende, die längste Nacht des Jahres, das größte YIN (um in der Sprache vom Shiatsu zu sprechen). Danach beginnt langsam, aber stetig die lichtvollere Zeit. Im größten YIN liegt schon das neue YANG. YIN bedeutet Dunkelheit, Nicht-Tun, Empfangen. (Mehr zu YIN und YANG)

Heilung wird empfangen. Anfangs noch nicht sichtbar, bahnt sie sich die langsam, aber stetig – der Sonne gleich – ihren Weg nach draußen, bis sie mehr und mehr auch unser äußeres Leben erfüllt und in unserem Alltag erstrahlt.

bluete

Foto: Nick Kendrick (CC BY-NC-SA 2.0)

Heilung geschieht – und ist nichts, was wir tun oder kontrollieren können. Wir können uns vergangene Verletzungen und ins Unbewusste verschobene Themen bewusst machen. Dadurch verlieren sie die Macht über uns; und wir gewinnen Wahlfreiheit. Erst in der Bewusstwerdung liegt die Freiheit. Die Freiheit können wir nutzen, um unser derzeitiges Leben (unsere Beziehungen, unseren Beruf, unseren Umgang mit uns selbst…) so zu gestalten, dass es uns guttut (und nicht so, dass es vergangene Verletzungen wiederholt). Wir können Gewohnheiten hinterfragen und unseren Alltag so gestalten, dass er uns nährt und uns selbst wirklich entspricht. Wir können über den Körper Blockaden lösen und Energien ins Fließen bringen. Wir können dadurch angestaute Emotionen und festgefahrene Gedanken befreien. Auch kreativer Ausdruck (zum Beispiel freies Schreiben, Tanzen und Malen) hilft uns dabei. Diese Prozesse sind die Basis für unsere Heilung. Doch Heilung geschieht oder sie geschieht nicht. Das liegt nicht in unserer Hand. Doch wir können um Heilung bitten.

Wofür bzw. worin bittest du um Heilung? Was in dir will heil werden? Für wen bittest du um Heilung?

Und wen oder was bittest du? WEM VERTRAUST DU?

Heilung ist Gnade. Gnade wiederum passt gut zu Weihnachten, das, in christlicher (Bild-)Sprache ausgedrückt, die Wiederkehr des Göttlichen in dieser Welt feiert. Das Göttliche – oder wie auch immer wir es nennen –, schenkt diese Gnade.

Heilung ist ein Geschenk. Vielleicht das größte.

Wen kannst du auf seinem/ihren Heilungsweg unterstützen? Und wie?

In diesem Sinne wünsche ich dir Frohe Weihnachten, kraftspendende Feiertage, eine lichtvolle Zeit und einen heilsamen Jahreswechsel!

Melanie LannerVollenden, Heilung und Weihnachten